Aquitanien

 

Franken - Deutsches Germanenvolk

Im 3. Jahrhundert nach Chr. gründeten die Franken ihre Niederlassung im mittel- u. niederrheinischen Raum u. entstand aus der Eroberung Galliens durch den Stammverband der salischen Franken aus dem Geschlecht der Merowinger. Der Aufstieg der Franken vollzog sich unter den Merowingern zur beherrschenden Großmacht. 531 errangen sie einen Sieg über Thüringen. Die Mainlande wurde Kernraum der Franken mit den Landesteilen:

- Austrasien mit der Hauptstadt Reims, später (nach Chlodwig I.) Metz.

- Neustrien mit der Hauptstadt Paris, später (nach Chlodwig I.) Soisson.

- Aquitanien mit der Hauptstadt Toulouse (seit 629 selbständig).

Grenzherzogtümer des Fränkischen Königreiches: Alemannien, Bayern, Thüringen.

Ausübung der Herrschaft durch Merowinger u. Karolinger.

Franken bis Hugo Capet (987) germanischer Abstammung.

 

 

König

Chlodwig I.

507 - 511

* 466

27. 11. 511

Chlodwig I. d. Große. * 466. Sohn des Königs Childerich I. u. Basina. Merowinger.

Begründer des Franken-Reiches. Seit 482 Kleinkönig eines salfränkischen Stammes.

Unterwarf 486 bei Soissons den römischen Statthalter Syagrius von Gallien, in den Jahren 496 bis 498 die Alemannen u. 507 die Westgoten in Aquitanien. Er entledigte sich aller fränkischer Mitkönige.

1. Germanenfürst, der sich dem westlichen Glaubensbekenntnis anschloß. Erster Christ durch den Übertritt zur katholischen Konfession aufgrund des Sieges von 496. Am 25. Dez. 497 wurden mit König Chlodwig I. mit ca. 3000 Franken (fränkischer Adel) in Reims durch den Heiligen Bischof Remiqius getauft.

Ehe 493 mit Chlothilde (Chrotechilde), hl., am 3. Juni 545, Tochter des Königs Chilperich II. v. Burgund. Kinder:

Ingomar, der Erstgeborene, (getauft, danach gest.).

Theuderich (1. natürlicher Sohn), 534, sein Nachfolger in Austrasien.

Chlodomer (2. Sohn), König v. Orleans.

Von König Godomar v. Burgund besiegt u. getötet. Ehe mit Gundeuca. Söhne:

Theodebald, von Oheim Chlotar I. ermordet.

Gunthar, von Oheim Chlotar I. ermordet.

? einen dritten Sohn schickte Chlotar I. ins Kloster, 524, gefallen.

Childebert I. (3. Sohn), Herzog v. Burgund, 558.

Chlotar I. (4. Sohn), Herzog v. Soisson, 561.

Chlothilde, Ehe mit König Amalarich der Westgoten, ein Sohn des Königs Alarich. Von ihrem arianischen Gatten zu Tode gemartert. (Eventuell Tochter des Königs Chlotar I. der Franken. Tochter: Brunhilde, Ehe mit König Sigibert I. v. Austrasien).

am 27. Nov. 511 in Paris, bestattet in der Apostelkirche zu Paris

 

Nach seinem Tod 511 Reichsteilung unter seinen Söhnen

 

König

Chlotar I.

511 - 561

* um 466

Nov. / Dez. 561

* um 466. 4. S. u. N. des Königs Chlodwig I. u. Chlothilde, am 3. Juni 545, Tochter des Königs Chilperich II. v. Burgund.

Herzog in. Soisson seit 511. Teilte sich das Herzogtum Burgund mit seinem Bruder Childebert I.

Alleinherrscher nach dem Tod seiner Brüder u. seines Neffen Theudebert (558-561).

Nach seinem Tod abermals Reichsaufteilung unter seine Söhnen u. Verfall des Reiches.

Sechs Ehen.

Ehe mit Valdrade (Valdroda), Witwe des Königs Theudobald (Theodebald, 555).

? Ehe mit der Gefangenen Radegonda, * 519, im Kloster am 13. Aug. 587, im Krieg von König Chlotar I. 531 gefangen genommen, Tochter des Königs Betthari v. Thüringen u. Nichte des Königs Hermanfried v. Thüringen.

Ehe mit Harigunda (Aerigunda). Sohn:

Chilperich I., 584, ermordet, vermutlich von Fredegunde, sein Nachfolger in Soisson.

Ehe mit Ingunda, Schwester der Harigunda. 6 Kinder:

Sigibirt, * 535, Ehe mit Brunhilde, sein Nachfolger in Austrasien, 575, ermordet vermutlich von Fredegunde. Kinder:

Childebert II., * 570, 595

Ingunde

Clodosinde

Guntram (Gunthchramm), König v. Orleans, 592.

Charibert, 3. S. u. N. des König Chlotar I. u. Ingunde. König in Paris, 567.

? Sohn ? ins Kloster gesperrt u. nach mißlungenem Racheakt getötet.

Lautildis, ging ins Kloster.

Audefleda, Ehe mit Theoderich (vermutlich ältester natürlicher Sohn des Königs Theuderich I. v. Austrasien).

Chlothilde (eventuell eine Tochter des Königs Chlodwig I.). Ehe mit König Amalerich der Westgoten, Sohn des Königs Alerich II.

im Nov. / Dez. 561

 

 

König

Charibert I.

561 - 567

7. 5. 567

3. S. u. N. des König Chlotar I. u. Ingunda, Schwester der Harigunda.

König v. Aquitanien, regierte zu Paris. Nach seinem Tod 567 wird Aquitanien unter seinen drei Brüdern aufgeteilt. Es bilden sich: Austrasien, Neustrien u. Burgund

1. Ehe mit Ingobergam

2. Ehe mit Merofleden,

3. Ehe mit Marcofeven, Schwester der Merofleden, eine Nonne, gebannt.

Seine Tochter:

Bertha, katholisch, Ehe 589 mit König Ethelbert v. England, Teilkönig von Kent.

am 7. Mai 567, mit ca. 49 Jahren

 

567 Reichsaufteilung

 

 

 

König

Chlotar II.

613 - 628

* 584

629

Chlotar II. d. Junge od. d. Gr., * 584. Sohn des Königs Chilperich I., im Herbst 584 u. Fredegunde. Zum Zeitpunkt der Ermordung seines Vaters war Chlotar erst 4 Monate.

König v. Neustrien seit 584. Seit 613 König Austrasien u. Burgund.

Vormundschaft u. Regierung ging 584 an seine Mutter Fredegunde, 597.

Fredegunde nahm 595 Paris mit Heeresmacht u. griff die Söhne des Königs Childebert II. an.

Alleinherrscher im Frankenreich (613-623). Brunhilde wurde nach dem Tod des Königs Theuderich II. u. der ihr nachgewiesenen Schuld am Mord von zehn Frankenkönigen, 613 ermordet (zu Tode geschleift). 625 mußte Chlotar II. seinen Sohn Dagobert I. zum Mitregenten einsetzen.

1. Ehe mit Haldetrude.

2. Ehe mit Bertrude, um 619.

3. Ehe mit Sichilde, keine Kinder.

Seine Söhne:

Charibert II. v. Aquitanien, ältester Sohn (einfältig), 632. Sohn:

Chilperich, kurz nach seinem Vater.

Dagobert I., seit 622 Regent in Austrasien.

Herbst 629, begr. in der Kirche des hl. Vincentius vor Paris.

 

 

König

Charibert II.

629 - 632

8. 4. 632

Ältester S. u. N. des Königs Chlotar II. (einfältig).

König v. Aquitanien.

Sein Sohn:

Chilperich, kurz nach seinem Vater.

am 8. April 632

 

 

König

Dagobert I.

632 - 639

Sohn des Königs Chlotar II. u. Nachfolger seines Bruders Charibert II. v. Aquitanien.

König v. Aquitanien.

 

 

Kg.

Chlodwig II.

639 - 657

* 634

657

* 634. Sohn des Königs Dagobert I. u. Nanthilde.

 ? König v. Neustrien u. Burgund. Regierte 18 Jahre. Die Regierung führte Hausmeier (major domus) Pippin d. Ä. aus Metz.

Ehe mit (sächsischer Sklavin aus Britannien) Bathilde (Baldethilde), * in England, von Seeräubern entführt u. an den fränkischen Fürsten Erchinoald verkauft, in dessen Diensten hatte sie ihre Jugend ehrbar verbracht. Nach der Ehe Aufenthalt in einem Kloster u. dort am 30. Jan. 685, hl., Söhne:

Chlotar III., * 652 ?, ältester Sohn, sein Nachfolger in Neustrien, 673.

Childerich II., * 653 ?, König in Austrasien, im Herbst 675, ermordet.

Theuderich III. (Theodoricus), * 653 ?, König in Neustrien u. Burgund, 690.

im Herbst 657

 

 

Kg.

Chlotar III.

657 - 673

* 652 ?

673

* 652 ? S. u. N. des Königs Chlodwig II. u. Bathilde.

 ? Kg. in Neusten mit Burgund. Regentin ist seine Mutter Bathilde.

Sein Hausmeier Ebroin.

673, ohne Erben.

 

 

Kg.

Childerich II.

673 - 675

* 653 ?

675

* 653 ? Sohn des Königs Chlodwig II. u. Bathilde. Nachfolger u. Bruder des Königs Chlotar III.

 ? Kg. in Austrasien, Neustrien u. Burgund.

Regentin ist Elmhilde, die Witwe des Königs Sigibert III.

Sein Bruder Theuderich u. Hausmeier Ebroin werden zu Klosterhaft verbannt.

Hausmeier Grimoald I. regiert bis zu seiner Gefangennahme 662. Alleinherrscher seit 673.

Ehe mit Bilichildis, Tochter des Königs Dagobert I. u. Imnichilde, ermordet. Sohn:

Dagobert II., ermordet.

Chilperich II., König d. Franken (716-721).

im Herbst 675, auf der Jagd ermordet

 

 

Kg.

Dagobert II.

675 - 679

* 646

23. 12. 679

Dagobert II. d. Jüngere. * 646. Sohn des Königs Sigibert III. u. (vermutlich) Elmhilde, Regentin des Königs Childerich II.

 ? Kg. v. Neustrien u. Austrasien. Sein Hausmeier: Pippin II. d. M.

König seit 2. Febr. 656. Absetzung 660/661. (2. Reg.) seit 675.

am 23. Dez. 679, ermordet

 

 

Kg.

Theuderich III.

679 - 691

* 653 ?

691

Theuderich III. (Theodoricus). * 653 ? Jüngster Sohn des Königs Chlodwig II. u. Bathilde. Nach dem Tod seines ältesten Bruders König Chlotar III. wurde er durch den Majordomus Ebroin zum König v. Neustrien u. Burgund ausgerufen. Auf den Thron kam aber sein mittlerer Bruder König Childerich II. durch eine Verschwörung gegen Ebroin. Childerich schickte Ebroin u. Theuderich ins Kloster. Nach König Childerich II. gewaltsamem Tod u. dem dessen Sohnes, wurde er König v. Neustrien. Seit 24. Dez. 679 Alleinherrscher in Franken. ?

Hausmeier Ebroin wurde 687 nach 20jähriger Schreckensherrschaft in Neustrien vom Hausmeier Pippin d. M., der Hausmeier in Austrasien war, bezwungen u. Theuderich gefangen genommen. König seit Frühjahr 673 u. seit Herbst 675.

Ehe mit Grotilde (Doda). 2 Söhne:

1. Chlodwig III. (Clodoveum), * 676.

2. Childebert III., * 676, 711 (beide wurden nacheinander König der Franken).

691, 39jährig

 

 

Kg.

Chlodwig III.

691 - 694

* 676

Ende 694

* 676. Ältester S. u. N. des Königs Theoderich III. u. Grotilde.

Hausmeier: Pippin II. d. M.

Die Regierung führte sein Oberhofmeister Grimoaldus, Sohn des Hausmeier Pippin d. M.

 ? König der Franken.

Ende 694

 

 

König

Childebert III.

694 - 711

* 676

711

* 676. Ältester S. u. N. des Königs Theoderich III. u. Grotilde.

 ? König der Franken.

Sein Sohn:

Dagobert III., sein Nachfolger.

711

 

 

König

Dagobert III.

711 - 716

716

Sohn des Königs Childebert III.

Sein Hausmeier: Pippin II. d. M. bis 714.

 ? König vor dem 2. März 711.

Sein Sohn:

Theodor IV. (Theuderich), * 714. König v. Frankreich.

716

 

 

König

Chilperich II.

716 - 721

721

Sohn des König Childerich II. u. Bilichildis. Nachfolger des Königs Dagobert III.

Geistlicher namens Daniel. Nach dem Tod König Dagobert III. ließ man sein Haupthaar wieder wachsen u. wählte ihn auf den Thron u. nannte ihn „Chilperich“.

 ? Mußte sich gegen Karl Martell behaupten.

Sein Sohn:

Childerich III., * 734 ?, der letzte Merowinger, unfähig, 754.

Zum Nachfolger wurde Theuderich, Sohn des König Dagobert III., erwählt.

721

 

 

König

Theuderich IV.

721 - 737

* 714

Febr. 737

Theodor IV. (Theuderich). * 714. Sohn des Königs Dagobert III. u. Nachfolger des Königs Chilperich II.

Wegen Minderjährigkeit beim Tod seines Vaters bestieg Chilperich II den Thron. Er war zuvor im Kloster erzogen worden.

 ? König seit 721. Durch den die Regierung führenden Karl Martell wurde er zum König v. Austrasien, Neustrien u. Burgund erklärt.

im Febr. 737, 23jährig

 

 

 

Eudo

Siegte 732 mit Karl Martell über die Sarazenen.

 

 

Fürst

Waiofar

 - 768

768, erm.

Führte langjährigen Krieg mit König Pippin III. der Franken.

Nach mehreren Fluchtjahren von seinen eigenen Leuten ermordet.

768, ermordet

 

 

König

Pippin III.

768

* 714

24. 9. 768

Pippin III. d. Jüngere, d. Kurze. * 714. Sohn des Hausmeier Karl Martell u. Chrotrude.

Hausmeier in Neustrien seit 741 u. bis 747 zusammen mit seinem Bruder Karlmann. Hausmeier in Austrasien seit 747. König seit Nov. 751.

Kämpfte (743-746) gegen die nach Unabhängigkeit strebenden Herzöge v. Schwaben u. Bayern. Das Herzogtum der Alemannen wurde nach letztem Adelsaufstand 746 aufgelöst u. dem Frankenreich einverleibt. 746 hatte er die Ansprüche seines Bruders Karlmann übernommen u. damit seine Macht bedeutend erweitern können. Danach erfolgte die Zerschlagung des bayrischen Herzogtums. Pippin III. beseitigte die Scheinherrschaft der Könige der Franken. Die Merowinger waren nach 270 Jahren zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken, denn die Majordomus regierten für sie. 751 ließ Pippin sich selbst mit päpstlicher Zustimmung zum König wählen. Die Salbung nach biblischem Vorbild mit Chrisam erfolgte am 19. Nov. 751 zusammen mit Bertrada zum König der Franken durch Bonifatius (Winfried), seine Krönung zum König der Franken in Frankreich durch Papst Stephan II. am 25. Juli 754 zu Saint-Denis. Zweite Salbung mit seinen beiden Söhnen am 28. Juli 754. Er bekämpfte (754-756) König Aistulf der Langobarden um Papst Stephan II. zu stützen u. schenkte das eroberte Land dem Papst (Stiftung des Kirchenstaates).

Der Papst legte die Übertragung der römischen Schutzherrschaft auf den Frankenkönig Pippin III. Der letzte Merowinger, König Childerich III., wird ins Kloster geschickt. 768 wird Aquitanien in Besitz genommen.

Reichsteilung:

Karl erhält Austrasien u. Neustrien.

Karlmann erhält Burgund, Aquitanien, Elsaß, Alemannien u. Provence.

Ehe mit Bertrada (Berta). Kinder:

Karlmann, * am 2. Dez. 751, Krönung am 9. Okt. 768 in Soisson, am 4. Dez. 771, Ehe mit Gerberga (Abstammung ?), Tochter des Königs Desiderius der Langobarden. Kinder:

Pippin

Siagrium

Gertrud v. Neville, hl., Ehe mit Graf Charibert v. Laon ?

Gisela, Ehe mit Adalgis, Sohn des Königs Desiderius der Langobarden u. Bruder der Desiderata.

Ältester u. natürlicher Sohn:

Karl, später Karl I. d. Große, sein Nachfolger.

am 24. Sept. 768

siehe: Gesch. d. kath. Kirche, S. 192

 

König

Karlmann

768 - 771

* 2. 12. 751

4. 12. 771

* am 2. Dez. 751. S. u. N. des Königs Pippin III. u. Bertrada.

Karlmann v. Burgund, Aquitanien, Elsaß, Alemannen u. Provence. König v. Aquitanien mit Krönung in Soisson seit 9. Okt. 768.

Ehe mit Gerberga, Tochter des Königs Desiderius der Langobarden (Abstammung ?). Kinder:

Pippin

Siagrium

am 4. Dez. 771

 

 

König u. Kaiser

Karl I. d. Gr.

768 - 814

* 2. 4. 742.

28. 1. 814

 

Karl d. Gr.

* am 2. April 742. Ältester u. natürlicher Sohn des Königs Pippin III. d. Jüngeren, 768 u. Nachfolger seines Halbbruders König Karlmann. Karolinger.

Seit 9. Okt. 768 Teilkönig der Franken.

- 1. Kaiser des West-Römischen Reiches -

Karl übernahm als Erbe Austrasien u. Neustrien u. war nach dem Tod seines Bruders Karlmann am 4. Dez. 771 Alleinherrscher im Reich. Die Witwe von König Karlmann, Gerberga, floh mit ihrem einjährigen Sohn nach Italien zu ihrem Vater König Desiderius der Langobarden. 773 wurde sie von Karl I. d. Gr. in ein Kloster verbannt. Er errang den Sieg über die Langobarden u. wurde Anfang Juni 774 König v. Italien. (König Desiderius wurde kahl geschoren u. ebenfalls ins Kloster verbannt). 776, 782, 797 u. 804 folgten die Siege über Sachsen, 778 über Bayern. Der Aufstand des König Widukind wurde (782-785) niedergeschlagen. Die Erhebung brach zusammen u. endete 785 mit der Taufe des Königs Widukind. Die Araber wurden an den Ebro zurückgeworfen. Damit er schuf Karl d. Gr. das große Karolinger Frankenreich. Er unternahm vier Italienzüge:

1. Italienzug 773

Sieg über die Langobarden u. Antritt zur Nachfolge als König v. Italien.

2. Italienzug 780

Salbung seiner Söhne in Rom.

3. Italienzug 787

Sieg gegen Herzog Arichis v. Benevent u. Salerno.

4. Italienzug 800

Kaiserkrönung in Rom.

Kaiserkrönung am 25. Dez. 800 durch Papst Leo III. zu St. Peter in Rom. 811 erfolgte die nachträgliche Anerkennung durch den byzantinischen Kaiser.

Er war groß an Geist u. Körper u. schuf die Voraussetzung zur Bildung eines deutschen Staates. Die Pippinische Schenkung an den Papst wurde bestätigt. Für Notre-Dame wurde der Grundstein gelegt, das Bauwerk später von König Philipp August vollendet.

Vor seiner 1. Ehe hatte er mit Himiltrud um 768 einen natürlichen Sohn:

Pippin d. Bucklige, * um 770, 811 (792 nach der Erhebung gegen seinen Vater Mönch im Kloster Prüm).

1. Ehe um 769 mit Desiderata (Adalhardi), Tochter des Königs Desiderius der Langobarden. Er wurde dadurch Schwager des Herzog Tassilo v. Bayern, gab aber nach einem Jahr Desiderata an ihren Vater zurück.

2. Ehe vor dem 30. April 771 mit Hildegard, * 758, am 30. April 773, Tochter des. schwäbischen Grafen Gerold u. d. Alemannin Imma. Sohn:

Ludwig I. d. Fromme, * am 16. April 778, sein Nachfolger, am 20. Juni 840. Krönung zum König v. Aquitanien durch den Papst 781. Kaiser (814-840).

3. Ehe im Okt. 783 mit Fastrada, am 10. Aug. 794, Tochter Rudolfs (ostfränkisches Grafen-Geschlecht). Töchter:

Theodrada, * um 785, am 9. Jan. 844/853, seit 814 Äbtissin v. Argenteuil.

Hiltrud, * 787, nach 800, vermutlich nach 814.

4. Ehe im Herbst 794 / 796 mit Liutgard v. Alemannien, am 4. Juni 800.

Kinder:

2. Karl, * 772/773, am 4. Dez. 811, König Neustrien.

3. Adelheid, * Sept. 773/Juni 774, Juli/Aug. 774.

4. Rotrud (Hruodtrud), * um 775, am 6. Juni 810, durfte als seine Tochter nicht heiraten. Die Verlobung (781-786) mit dem Sohn der byzantinischen Kaiserin Irene, Konstantin VI. Porphyrogenetos, wurde 786 aufgelöst. Verbindung seit ca. 800 mit Graf Rorico, um 840. Sohn:

Ludwig, * um 800, am 9. Jan. 867, seit Okt 840 Abt v. Denis, Erzkanzler des Königs Karl d. Kahlen (840-867).

5. Karlmann (seit 15. April 781 Pippin), * 777, am 8. Juli 810, Unterkönig der Langobarden, Kg. v. Italien (781-810). Taufe u. Krönung 781 zum König der Langobarden durch den Papst. Ehe seit ca. 795 mit ? Kinder:

Bernhard, König v. Italien. Fünf Töchter.

6. Ludwig I. d. Fromme, * am 16. April 778, sein Nachfolger, am 20. Juni 840, Krönung 781 zum König v. Aquitanien durch den Papst. Kaiser (814-840).

7. Lothar (Zwillingsbruder des Ludwig), 779 / 780.

8. Berta, * 779/780, am 14. Jan. 823, durfte als seine Tochter nicht heiraten, seit ca. 795 Verbindung mit Angilbert, Abt v. St. Riquier, am 18. Febr. 814. Kinder:

Nithard (800-845)

Hartuid (800-?)

9. Gisela, * vor Mai 781, nach 800, vermutlich nach 814.

 10. Hildegard, * nach 8. Juni 782, am 8. Juni 783.

 11. Ruodheid, * um 784, nach 800, vermutlich nach 814.

 12. Theodrada, * um 875, am 9. Jan. 844/853, seit ca. 814 Äbtissin v. Argenteuil.

 13. Hiltrud, * 787, nach 800, vermutlich nach 814.

 14. Ruothild, * ?, am 24. März 852, seit Okt. 840 Äbtissin v. Faremoutiers.

 15. Adalthrud

 16. Drogo, * am 17. Juni 801, am 8. Dez. 855, seit 818 Kleriker, 820 Abt v. Luxeuil, seit 28. Juni 823 Bischof v. Metz, Erzbischof, Erzkaplan u. Päpstlicher Vikar.

 17. Hugo, * 802/806, am 14. Juni 844, seit m818 Kleriker, Mönch im Kloster Charroux, 822/823 Abt v. St. Quentin, 836 Abt v. St. Bertin, Erzkanzler des Kaisers Ludwig d. Frommen (834-840).

 18. Theoderich, * 807, nach 818, seit 818 Kleriker.

Karl I. d. Gr. hielt sich nach seiner 4. Ehe drei Nebenfrauen:

1. Konkubinat mit Madelgard. Tochter:

Ruothild, * ?, am 24. März 852, seit Okt. 840 Äbtissin v. Faremoutiers.

2. Konkubinat mit der Sächsin Gerswind. Tochter:

Adalthrud

3. Konkubinat mit Regina. Sohn:

Drogo, * am 17. Juni 801, am 8. Dez. 855, seit 818 Kleriker, 820 Abt v. Luxeuil, seit 28. Juni 823 Bischof v. Metz, Erzbischof, Erzkaplan u. Päpstlicher Vikar.

Hugo, * 802/806, am 14. Juni 844, seit m818 Kleriker, Mönch im Kloster Charroux, 822/823 Abt v. St. Quentin, 836 Abt v. St. Bertin, Erzkanzler des Kaisers Ludwig d. Frommen (834-840).

4. Konkubinat mit Adallind. Sohn:

Theoderich, * 807, nach 818, seit 818 Kleriker.

am 28. Jan. 814, 9h, in seiner Pfalz in Aachen. Bestattet im Aachener-Münster (Marienkirche).

 

 

König u. Kaiser

Ludwig I.

781 - 814

* 16. 4. 778

20. 6. 840

Ludwig I. d. Fromme. * am 16. April 778 in Chasseneuil bei Poitiers in Aquitanien. S. u. N. des Kaisers Karl I. d. Gr. u. Hildegard, * 758, am 30. April 773, Tochter des. schwäbischen Grafen Gerold u. d. Alemannin Imma. Karolinger.

Salbung u. Krönung zum Unterkönig v. Aquitanien durch den Papst am 15. April 781 in Rom. Seit 813 Mitkaiser. Kaiserkrönung ohne Mitwirkung des Papstes am 11. Sept. 813 im Münster zu Aachen. (Karl I. d. Gr. hieß seinem Sohn sich selbst die Krone vom Altar zu nehmen).

Seit 28. Jan. 814 König der Franken u. Kaiserkrönung mit seiner Gemahlin Irmengard durch Papst Stephan IV. in Reims. Die Krönungswiederholung (die Befugnis der Krönung wurde dem Papst wieder zugestanden) erfolgte mit der aus Rom mitgebrachten Krone Konstantins im Sept. 816 in Reims.

Reichsteilung 817 unter seinen Söhnen. Selbst mußte er sich am 30. Juni 833 auf dem Rothfeld bei Colmar seinen Söhnen ergeben. Vom 30. Juni 833 bis 1. März 834 ward er abgesetzt.

Im Vertrag von Verdun wurde die Reichsteilung 843 besiegelt.

Sein Erzkanzler:

Hugo (834-840). Sohn von Kaiser Karl I. d. Gr. u. der Konkubine Adallind. * 802/806, am 14. Juni 844, seit m818 Kleriker, Mönch im Kloster Charroux, 822/823 Abt v. St. Quentin, 836 Abt v. St. Bertin.

Vor seiner Ehe mit Ermengard ein Konkubinat mit ?

1. Ehe 794 mit Ermengard (Irmgard), am 3. Okt. 818, Tochter des Grafen Ingram. Kinder:

3. Lothar I., * 795, am 29. Sept. 855, sein Nachfolger als Kaiser, Herzog v. Mittelfranken (lt. Vertrag: Elsaß, Lothringen, Italien, Belgien u. Niederlande).

4. Pippin, König v. Aquitanien (814 - 838), * um 797, am 13. Dez. 838.

5. Rotrud, * um 800, ?, Ehe mit Graf Rather v. Limoges od. Graf Gerhard v. Auvergne, am 25. Juni 841.

6. Hildegard, * 802/804, nach Okt. 841 bzw. nach dem 23. Aug. 860 ?, Ehe mit Graf Rather v. Limoges od. Graf Gerhard v. Auvergne, am25. Juni 841. Später bis Okt. 841 Äbtissin des Klosters Notre-Dame in Laon.

7. Ludwig II. d. Deutsche, Nachfolger seines Bruders Lothar I. als Kaiser, * um 806, am 28. Aug. 876 in Frankfurt. Herzog v. Bayern (lt. Vertrag: ostrheinisches Gebiet u. den slawischen Südwesten).

8. Gisela, * Ende 819/822, nach dem 1. Juli 874, Ehe um 836 mit Eberhard v. Friaul 866. Sohn:

Markgraf Berengar I. v. Friaul, König v. Italien.

2. Ehe 819 mit Judith, am 19. April 84 3, Tochter des schwäbischen Grafen Welf u. der Sächsin Heilwich. Sohn:

9. Karl II. d. Kahle, * am 13. Juni 823, am 6. Okt. 877 in den Alpen. Herzog v. Westfranken (lt. Vertrag: Frankreich).

Kinder:

1. Alpais (Elpheid), mit einer Konkubine, * um 794, am 23. Juli 852, Ehe 806 mit Graf Bego, 28. Okt. 816. Später Äbtissin v. St. Pierre-le-Bas in Reims.

2. Arnulf (von einer Konkubine), Graf v. Sens, * um 794, nach 841.

am 20. Juni 840 auf einer Rheininsel bei Ingelheim in der Pfalz, bestattet in St. Arnulf in Metz.

 

König

Pippin I.

814 - 838

* um 797

13. 12. 838

Pippin I. d. Ältere. * um 797. S. u. N. des Kaisers Ludwig I. d. Frommen u. Ermengard (Irmgard), am 3. Okt. 818, Tochter des Grafen Ingram.

Seit 1. Aug. 814 Unterkönig in Aquitanien.

Ehe 822 mit Ringart, Tochter des Grafen Teudbert von Madrie. Kinder:

Pippin II., König v. Aquitanien (838-844), nach 864.

Karl, Erzbischof v. Mainz (856-863).

am 13. Dez. 838

 

 

König

Pippin II.

838 - 844

864

Pippin II. d. Mittlere. S. u. N. des Königs Pippin I. u. Ringart, Tochter des Grafen Teudbert von Madrie.

König v. Aquitanien. Geriet in Gefangenschaft Karl II. d. Kahlen u. mußte ins Kloster zu Soissons.

nach 864

 

König u. Ks.

Karl II.

844 - 877

* 13. 6. 823.

6. 10. 877

Karl II. d. Kahle. * am 13. Juni 823. Sohn des Kaisers Ludwig I. d. Frommen u. Judith, am 19. April 84 3, Tochter des schwäbischen Grafen Welf u. der Sächsin Heilwich.

Seit Aug. 829 Herzog v. Alemannien. Seit Sept. 838 König v. Neustrien. Krönung 848 in Orléans zum König v. Aquitanien. Nahm Pippin II. gefangen, ließ ihn scheren u. verbrachte ihn ins Kloster zu Soissons. Krönung 869 in Metz zum König v. Lothringen.

1. König des im Vertrag von Verdun 843 entstandenen Westfrankenreiches.

Als König der Westfranken bischöflich gesalbt. König v. Italien. Kaiserkrönung am 25. Dez. 875 in Rom durch Papst Johannes VII.

Sein Erzkanzler (840-867):

Ludwig, * um 800, am 9. Jan. 867, Sohn des Grafen Rorico u. Rotrud, Tochter von Kaiser Karl I. d. Gr., seit Okt 840 Abt v. Denis.

1. Ehe am 13. Dez. 842 mit Ermentrud, * am 27. Sept. um 830, am 6. Okt. 869, Tochter des Grafen Odo v. Orléans.

2. Ehe am 22. Jan. 870 mit Richildis, 910/914, Tochter des Grafen Buwin (seit 12. Okt. 869 als Konkubine).

Kinder:

Ludwig II. d. Stammler, König der Westfranken (877-879).

Karlmann

Karl

am 6. Okt. 877