Burgund

 

Das Burgunderreich bildete sich durch eine Ostgermanische Reichsbildung am Genfer See u. um Lyon, um 400 um Worms, Mitte des 5. Jahrhunderts in Savoyen.

436 wurde Burgund durch die Hunnen vernichtet (Nibelungensage). 560 Neubildung des Staates u. 534 von den Franken unterworfen, seit 534 zum Frankenreich gehörend.

Königreich Burgund (auch Arelat genannt) seit 934, unter Deutschen Kaisern seit 1032.

Zerfall des Reiches zw. dem 13. u. 15. Jahrhundert.

Fiel seit 1493 wechselseitig an Frankreich, Deutschland, Spanien u. die Niederlande.

Gehörte seit 1714 zu Österreich, Frankreich u. den Niederlanden, seit 1830 Königreich Belgien.

Das Herzogtum Burgund bestand um 900 in Mittel- u. Ostfrankreich u. fiel seit 1363 als Apanage die Deutschen Könige. Seit 1477 Apanage der französischen Könige.

 

 

Hauptstadt: Orleans

 

Herzog

Gundahar

413 - 437

437

(Gundahari, Gundikar Û Günther). Günther der Nibelungensage.

Setzte sich 413 mit seinen Völkern in Gallien fest u. errichtete ein Königreich. Wurde 435 vom Feldherrn Aetius geschlagen, 436 durch die Hunnen besiegt u. danach mit seiner Familie 437 getötet.

Ihm folgten zwei seiner Brüder, Gundiach u. Chilperich.

437, ermordet

 

 

Herzog

Gundowech

437 - 472

472

(Gundiach, Gundeneus, Gundwig). Bruders u. Nachfolger des Herzogs Gundahar.

Regierte in Lyon zusammen mit seinem Bruder Chilperich I.

Sie zogen 443 nach Savoyen u. verbanden sich mit den Römern u. Westgoten.

Reichsteilung unter seinen vier Söhnen:

Gundebaldum (Gundebald) in Leon, 517.

Godegisilum (Godegisel) in Bisanz, ermordet (in der Kirche getötet).

Chilperium (Chilperich II.) in Genf, ermordet.

Gedemarum (Godemar I.) in Vienne, ermordet, verbrannt.

472

 

 

Herzog

Chilperich I.

472 - um 480

um 480

Bruder des Herzogs Gundahar u. Nachfolger seines Bruders Gundowechs.

Regierte zusammen mit seinem Bruder Gundowech in Genf. Alleinregierung seit 472.

um 480, von seinem Bruder Gundebald ermordet.

siehe: oben

 

 

Herzog

Gundebald

um 480 - 517

517

(Gundobad). Bruder u. Nachfolger des Herzogs Chilperich I. v. Burgund. Arianer.

Durch Brudermord kam er zur Alleinherrschaft (die Brüder hatten sich gegen ihn aufgelehnt) u. regierte in Lyon.

Seinen Bruder Chilperich II. nahm er gefangen u. tötete ihn. Dessen Gemahlin wurde ersäuft u. ihre 2 Söhne enthauptet, den 2 Töchtern schenkte er das Leben, eine ging ins Kloster, die andere, Chlotildis, ging die Ehe mit dem fränkischen König Chlodwig I. ein. Sein Bruder Godomar wurde lebend verbrannt. Sein Bruder Godegisel griff Herzog Gundobald an, um ihn aus dem Weg zu räumen. Er versprach König Chlodwig I. das Königreich Burgund. Gundebald mußte nach Avignon fliehen, schloß einen Frieden mit König Chlodwig I. unter Tributleistung. Danach Belagerung des ungetreuen Bruders Godegisilum u. Tötung ihn in der Kirche.

Um 491 Krieg zwischen Goten u. Herulern. Um 500 Herr über Burgund. Er unternahm einige Beutezüge in Italien.

Ehe mit der Schwester des Ricimers. Söhne:

Sigismund, ältester Sohn u. Nachfolger (517-524).

Godomar II., jüngster Sohn, Nachfolger seines Bruders (524-534).

517, als Arianer

 

 

 

Godegisel

um 480 - 501

Bruder des Königs Gundobald, regierte in Genf.

Er griff seinen Bruder Gundobald an, um ihn aus dem Weg zu räumen. König Chlodwig I. versprach er bei Unterstützung seiner Unternehmung das Königreich Burgund. Er wurde aber als ungetreuer Bruder belagert u. in der Kirche von Gundebald getötet.

, ermordet

 

 

 

Chilperich II.

um 480 -  ?

Bruder des Königs Gundobald, regierte in Valence.

Lehnte sich gegen seinen Bruder Gundobald auf u. wurde von ihm gefangen genommen u. getötet. Seine Gemahlin wurde ersäuft u. seine 2 Söhne enthauptet. 2 Töchtern schenkte Gundobald das Leben, eine ging ins Kloster, die andere, Chlotildis (Chrotechilde), ging die Ehe mit dem fränkischen König Chlodwig I. ein.

 

 

 

Godomar I.

um 480 -  ?

Bruder des König Gundobald, regierte in Vienne.

Lehnte sich gegen seinen Bruder Gundobald auf u. wurde lebend verbrannt.

 

 

 

Herzog

Chlodomer

(511) 517 - 524

524

Zweiter Sohn des Königs Chlodwig I. u. Chlothilde. Herzog v. Orleans seit Herbst 511.

Von Herzog Godomar II. v. Burgund besiegt u. getötet.

Ehe mit Gundeuca. Söhne:

Theodebald.

Gunthar, (die beiden Brüder wurden von ihrem Oheim Chlotar I. erm.).

? , (einen dritten Sohn schickte Chlotar I. ins Kloster), vermutl. Clodoald, * 522, mußte fliehen, verzichtete auf seine Rechte, ging ins Kloster u. wurde Abt zu St. Cloud u. starb als Heiliger.

524, gefallen

 

 

Herzog

Sigismund

517 - 524

524

Sigmund d. Heilige. S. u. N. des Herzogs Gundebald. Katholik.

Von den Söhnen des Frankenkönigs Chlodwig I. (Chlodomir v. Orleans, Childebert v. Paris u. Chlotar v. Soisson) gefangen u. mit seiner Gemahlin u. 2 Söhnen ermordet.

1. Ehe mit ? Sohn:

Siegerich (ältester Sohn) ermordet, vor 524 durch Verleumdung seiner Stiefmutter hingerichtet.

2. Ehe mit Ostrogotha, 524, Tochter des Theoderich d. Gr., Amalerfürst der Ostgoten, 526. Kinder:

Gystaldo, 524 ermordet.

Gundebaldo, 524 ermordet.

524 ermordet (ertränkt), bestattet im Kloster St. Maurice im Wallis.

 

 

Herzog

Godomar II.

524 - 534

Jüngster Sohn des Herzog Gundobald. Bruder u. Nachfolger des Herzogs Sigismund.

Schlug 524 den Frankenkönig Chlodomer in der Schlacht u. tötete ihn, wurde aber von dessen Brüdern Childebert I. u. Chlotar I. bei Autun geschlagen. 534 wurde er nach einer Schlacht gegen Theodebert, Childebert u. Chlotar zur Flucht gezwungen.

 

Burgund wurde von 534-879 fränkisch

 

Herzog

Childebert I.

534 - 558

23. 12. 558

Sohn des König Chlodwig I. d. Gr. v. Neustrien u. Chlothilde (Chrotechilde), hl., am 3. Juni 545, Tochter des Herzogs Chilperich II. v. Burgund. Nachfolger des Herzogs Godomar II. v. Burgund.

Teilte sich 534 das Herzogtum Burgund mit seinem Bruder Chlotar I.

Ehe mit Ultrogothe. Töchter:

Crotberge.

Crodefinde.

Ehe 538 mit der 531 im Krieg gefangenen Radegonda, Tochter des Königs Betthari v. Thüringen.

am 23. Dez. 558, ohne männliche Erben.

 

 

König u. Herzog

Chlotar I.

534 - 561

* um 466

561

* um 466. Vierter Sohn des Königs Chlodwig I. d. Gr. v. Neustrien u. Chlothilde, hl., am 3. Juni 545, Tochter des Herzogs Chilperich II. v. Burgund. Bruder u. Nachfolger des Herzogs Childebert I.

Herzog in Soisson seit 511, teilte sich 534 das Herzogtum Burgund mit seinem Bruder Childebert I. u. eroberte 531 Thüringen u. raubte die 13jährige Radegundis, ließ sie taufen u. nahm sie zur Gemahlin. 536 wurde die Provence erobert. König der Franken.

Nach dem Tod seiner Brüder u. seines Neffen Theudebert Alleinherrscher seit 558.

Nach seinem Tod abermals Reichsaufteilung unter seine Söhnen u. Verfall des Reiches.

Sechs Ehen:

Ehe mit Valdrade (Valdroda), Witwe des König Theudobald (Theodebald, 555).

Ehe 538 ? mit der Gefangenen Radegonda (Radegundis), von König Chlotar I. 531 im Krieg gefangen genommen,* 519, im Kloster am 13. Aug. 587, hl., (sie ging nach dem Mord an ihrem Bruder u. einer 6jährigen kinderlosen Ehe ins Kloster), Tochter des König Betthari v. Thüringen u. Nichte des König Hermanfried v. Thüringen.

Ehe mit Harigunda (Aerigunda). Sohn:

Chilperich I., sein Nachfolger in Soisson (561-584), 584, ermordet (vermutlich von Fredegunde).

Ehe mit Ingunda, Schwester der Harigunda. 6 Kinder:

Sigebert, * 535, sein Nachfolger als König v. Austrasien (561-575), 575, ermordet (vermutl. von Fredegunde), Ehe mit Brunhilde. Kinder:

Childebert II., * 570, König v. Burgund (592-595), 595

Ingunde

Clodosinde

Guntram (Gunthchramm), König v. Burgund, sein Nachfolger (561-592), 592.

Charibert, 3. Sohn des König Chlotar I. u. Ingunde, (561-567), 570.

(? Sohn ?, wurde ins Kloster gesperrt u. nach mißlungenem Racheakt getötet).

Lautildis, ging ins Kloster.

Audefleda, Ehe mit Theoderich (vermutlich ältester natürlicher Sohn des Königs Theuderich I. v. Austrasien).

Chlothilde, Ehe mit König Amalerich der Westgoten, Sohn des Königs Alerich II., (eventuell eine Tochter des Königs Chlodwig I.).

im Nov./Dez. 561

 

 

König

Gunthram

561 - 592

28. 3. 592

Gunthramn (Gunthracham). 2. S. u. N. des König Chlotar I. u. Ingunda.

König v. Burgund mit der Hauptstadt Orleans. Keine Erben.

am 28. März 592 (in seinem 33. Reg.-Jahr).

 

 

König u. Herzog

Childebert II.

592 - 595

* 571

595

* 571. Sohn des König Sigibert I. v. Austrasien u. Brunhilde, Tochter des Königs Athanagild d. Westgoten u. Goswintha aus Spanien. Nachfolger des Königs Gunthram.

König v. Austrasien seit 25. Dez. 575 u. seit 592 König v. Burgund.

Die Regentschaft führt seine Mutter Brunhilde.

Ehe mit Faileuba. Kinder:

Theudebert II., sein Nachfolger in Austrasien mit der Hauptstadt Metz, * 586, 612, von seinem Bruder Theuderich erschlagen.

Theuderich II., sein Nachfolger in Burgund mir Sitz in (Aurilianes) u. Nachfolger seines vom ihm erschlagenen Bruders, * 587, 613.

Theudelane.

595 (vermutlich zusammen mit seiner Gemahlin vergiftet).

 

 

König

Theudebert II.

595 - 612

* 586

612

* 586, ältester S. u. N. des Königs Childebert II. u. Faileuba.

Folgte seinem Vater 595 in der Regierung als König v. Burgund u. König v. Austrasien.

Die Vormundschaft führte seine Großmutter Brunhilde. Sie zog gegen Fredegunde zu Felde zog, um das Merowinger Königtum gegen den starken Adel zu festigen. Sie unterlag diesem Bemühen u. wurde 613 durch König Chlotar II. hingerichtet (zu Tode geschleift).

Er selbst wurde schon 611 von seinem Bruder Theoderich im Feld geschlagen u. 612 in Gefangenschaft ermordet.

1. Ehe mit Bilichilden, einer jungen Sklavin, 609, ermordet. Kinder:

Chlotar, , von Brunhilde erschlagen.

Meroveus, in der letzten Schlacht seines Vaters 612 erschlagen.

Tochter ?, die geplanten Ehen mit Agilulptus, einem Sohn des Adaloaldum der Langobarden u. Theodorico, seines Vaters Bruder, wurde erfolgreich von Brunhilde hintertrieben.

2. Ehe mit Theudichilden.

nach dem Mai 612, ermordet

 

 

König

Theuderich II.

612 - 613

* 587

23. 8. 613

* 587. Sohn des Königs Childebert II. u. Faileuba. Jüngere Bruder u. Nachfolger des Königs Theudebert II.

König v. Austrasien u. Herzog v. Burgund. Nach seines Vaters Tod 595 wurde er von seiner Großmutter u. Vormund Brunhilde zu Untaten verleitet. Er schlug 599 u. 603 König Chlotar II. v. Soisson. Bischof Desiderium ließ er 606 steinigen. 611 schlug er seinen Bruder Theudebert II. im Feld, nahm ihn gefangen u. ließ ihn 612 zusammen mit dessen kleinem Sohn ermorden.

Ehe 608 mit Eremberga, Tochter des Königs Witterich der Westgoten, 609 verstoßen. Sohn:

Sigibert II., 613.

Keine Erben (mehrere natürliche Kinder). 4 Söhne:

2 Söhne wurden 613 von König Chlotar II. ermordet.

1 Sohn (Patenkind des König Chlotar II.) 613 gefangen gesetzt.

1 Sohn war unbekannt entflohen.

nach dem 23. Aug. 613

 

 

König

Chlotar II.

613 - 629

* 584

629

* 584. Chlotar II. der Junge od. der Große (zur Zeit der Ermordung seines Vaters erst vier Monate). Sohn des König Chilperich I. v. Neustrien in Soisson (561-567 u. zu Paris 567-584) u. der berüchtigten Fredegunde.

König v. Neustrien u. Herzog v. Burgund. Seit 613 Alleinherrscher im Frankenreich. Vormundschaft u. Regierung ging schon 584 an seine Mutter Fredegunde.

613 hatte er Brunhilde, die Mutter der Könige Theudebert II. u. Theuderich II., zu Tode geschleift. 625 mußte er seinen Sohn Dagobert I. zum Mitregenten einsetzen.

1. Ehe mit Haldetrude.

2. Ehe mit Bertrude.

3. Ehe mit Sichilde, ohne Kinder.

Seine Söhne:

Dagobert I., sein Nachfolger (629-639).

Charibert II. v. Aquitanien, 630.

Herbst 629

 

 

König

Dagobert I.

629 - 639

639

(Deodericus). S. u. N. des König Chlotar II.

König v. Austrasien u. Neustrien. Herzog v. Burgund. Nach dem Tod des Vaters 629 Alleinherrscher im Frankenreich. Nach ihm regierten mehrere minderjährige Könige.

Ehe mit Nanthilde, sie regierte für ihren Sohn Chlodwig Ii. in Neustrien u. Burgund. Söhne:

Chlodwig II., König v. Neustrien u. Burgund, sein Nachfolger, * 634.

Childerich III. ?

Ehe mit Imnichilde. 2 Kinder:

Dagobert II., * 646, am 23. Dez. 679 ermordet.

Blitilden (Bilichildis), Ehe mit König Childerich II. v. Austrasien u. Herzog v. Burgund. Söhne:

Dagobert III.

Chilperich II.

Natürlicher Sohn:

Sigibert III., König v. Austrasien seit 633, * 630, am 1. Febr. 656

639

 

 

König

Chlodwig II.

639 - 657

* 634

657

* 634. S. u. N. des König Dagobert I. u. Nanthilde.

König v. Neustrien u. Burgund. Die Regierung führte seine Mutter Nanthilde in Metz mit dem Hausmeier (major domus) Pippin d. Älteren.

Ehe mit Bathilde, * in England, von Seeräubern entführt u. verkauft, Aufenthalt in einem Kloster, hl. u. dort am 30. Jan. 685. Söhne:

Chlotar III., ältester Sohn u. Nachfolger in Burgund u. Neustrien, * 652 ?, 673.

Childerich II., * 653 ?, König v. Austrien, folgte an Stelle seines Bruders Theuderich seinem Bruder Chlotar in der Regierung, 674, ermordet.

Theuderich III. (Theodoricus), * 653 ?, König v. Neustrien u. Burgund, 691.

im Herbst 657

 

 

König

Chlotar III.

657 - 673

* 652 ?

673

* 652 ? S. u. N. des König Chlodwig II. u. Bathilde, hl., am 30. Jan. 685. Älterer Bruder des späteren Königs Childerich II.

König in Neustrien.

im Frühjahr 673, ohne Erben.

 

 

König

Childerich II.

673 - 675

* 653 ?

675

* 653 ? Sohn des Königs Chlodwig II. u. Bathilde, hl., am 30. Jan. 685. Bruder u. Nachfolger des Königs Chlotar III.

König v. Austrasien u. Neustrien. Herzog v. Burgund. Alleinherrscher seit 673.

Bis zu seiner Gefangennahme 662 war Grimoald I. Hausmeier.

Als Regentin fungierte Elmhilde, die Witwe des Königs Sigibert III.

Ehe mit Bilichildis (Blitilden), Tochter des Königs Dagobert I. u. Imnichilde, ermordet. Söhne:

Dagobert III., ermordet

Chilperich II., König d. Franken (716-720), regierte in Burgund (716-721).

im Herbst 675, auf der Jagd zusammen mit seiner schwangeren Gemahlin Bilichildis ermordet.

 

König

Theuderich III.

675 - 691

* 653 ?

691

* 653 ? Theuderich III. (Theodoricus I., Theodor I.). Jüngster Sohn des Königs Chlodwig II. u. Bathilde, hl., am 30. Jan. 685. Nachfolger seines Bruders König Childerich II. Nach dem Tod seines ältesten Bruders König Chlotar III. wurde er durch den Majordomus Ebroin zum König v. Neustrien u. Burgund ausgerufen. Auf den Thron kam durch die Verschwörung gegen Ebroin sein mittlerer Bruder König Childerich II. u. dieser schickte beide, Ebroin u. ihn ins Kloster. Nach König Childerich II. u. dessen Sohnes gewaltsamen Todes, wurde er König v. Neustrien. Seit 24. Dez. 679 Alleinherrscher in Franken.

Sein Hausmeier Ebroin wurde 687 nach 20jähriger Schreckensherrschaft in Neustrien von Pippin d. Mittleren, der Hausmeier in Austrasien war, bezwungen u. er selbst gefangen genommen. König seit Frühjahr 673 u. seit Herbst 675.

Ehe mit Grotilde (Chrodchilde). 2 Söhne:

1. Chlodwig III. (Clodoveum), * 676.

2. Childebert III., * 676, 711 (beide Söhne wurden nacheinander König der Franken).

691, 39jährig

 

 

König

Chlodwig III.

691 - 694

* 676

694

* 676, ältester S. u. N. des Königs Theuderich III. u. Grotilde.

Die Regierung führte sein Oberhofmeister Grimoaldus, der Sohn des Hausmeiers Pippin d. Mittleren.

694

 

 

König

Childebert III.

694 - 711

* 676

14. 4. 711

Childebert III. d. Gerechte. * 676. Sohn des Königs Theuderich III. u. Grotilde. Bruder u. Nachfolger des Königs Chlodwig III.

König seit Ende 694. Sein Hausmeier Pippin II. d. Mittlere. Die Regierung führte sein Oberhofmeister Grimoaldus, Sohn des Hausmeiers Pippin d. Mittleren.

Sein Sohn:

Dagobert III., sein Nachfolger. Sohn:

Theodor I. ?

am 14. April 711, 35jährig

 

 

König

Dagobert III.

711 - 716

716

S. u. N. des Königs Childebert III.

König vor dem 2. März 711. Bis 714 fungiert als Hausmeier Pippin II. d. Mittlere.

Sein Sohn:

Theodor IV. (Theuderich), * 714. König v. Frankreich.

716

 

König

Chilperich II.

716 - 721

721

Sohn des König Childerich II. u. Bilichildis (Blitilden), Tochter des Königs Dagobert I. u. Imnichilde. Nachfolger des König Dagobert III.

Eigentlich Geistlicher namens Daniel. Nach dem Tod König Dagobert III. ließ man sein Haupthaar wieder wachsen, wählte ihn auf den Thron u. nannte ihn „Chilperich“

Chilperich mußte sich gegen Karl Martell behaupten.

Sein Sohn:

Childerich III., * 734 ?, der letzte Merowinger, unfähig, 754.

Zum Nachfolger wurde Theuderich, der Sohn des Königs Dagobert III., erwählt.

721

 

 

König

Theuderich IV.

721 - 737

* 714

Febr. 737

(Theodor II.), * 714. Sohn des Königs Dagobert III., Nachfolger des König Chilperich II.

König v. Frankreich. Wegen seiner Minderjährigkeit zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters bestieg Chilperich II den Thron. Dieser war zuvor im Kloster erzogen worden.

Durch den die Regierung führenden Karl Martell wurde er zum König v. Austrasien, Neustrien u. Burgund erklärt. König seit 721.

im Febr. 737, 23jährig

 

 

König

Childerich III.

737 - 751

* 734

754

Childerich der Faule u. Ungeschickte.* 734 ?. Sohn des Königs Chilperich II. v. Burgund. Nachfolger des Königs Theuderich IV.

Schattenkönig. Letzter Merowinger. Unfähig.

Durch Pippin III. u. dessen Bruder Karlmann eingesetzt u. zum König der Franken ernannt, aber mit Hilfe des Papstes auch wieder abgesetzt. Nach der Erhebung Pippin III., Schur der Königslocken u. Verbannung ins Kloster. Absetzung im Dez. 751.

754 im Kloster mit 20 Jahren.

 

Die schwachen Könige werden beherrscht von ihren Hausmeiern (maiores domus)