Herakleios - Dynastie
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Kaiser Herakleios I. 610 - 641 * 575 † 11. 2. 641 |
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Herakleios I. Heraklius I. * 575. Armenier. Sohn des byzantinischen Gouverneurs von Karthago Herakleios und Epiphanea. Erfolgreicher Feldherr. Vom Vater in Afrika mit einer Flotte ausgerüstet, beendete er in Konstantinopel das Chaos im Land und das Morden, setzte den unfähigen Phokas von Byzanz ab und wurde mit Zustimmung des Senats sein Nachfolger. Krönung zum Kaiser von Byzanz und Trauung am 5. Oktober 610. Der Balkan war in slawischer Hand. Persien hatte Antiochia, Damaskus und Jerusalem eingenommen. Der Kaiser mußte 12 Jahre warten, bevor er nach dem übernommenen Chaos gegen seine äußeren Feinde ins Feld ziehen konnte. Erstmals in der Geschichte stellte die Kirche die maßgebenste Einkommensquelle zur Ausrüstung eines Heeres dar. Der Krieg gegen Persien wurde 622 aufgenommen. Kaiser Herakleios siegte am 12. Dezember 627 heldenhaft über das persische Heer und drang nach Mesopotamien vor. 630 gelang die Eroberung von Jerusalem und die Rückführung der Kreuzesreliquie. 636 wurde ein 80.000 Mann starkes Heer südlich vom See Genezareth vom moslemischen Heer restlos niedergeworfen. Kaiser Herakleios gab die Römischen Traditionen auf. Statt Latein wurde Griechisch, die Sprache des Volkes, üblich. Statt der Titel Imperator und Augustus führte er den Ausdruck „Basileus“ Û König ein. Kaiser Herakleios I. setzte noch kurz vor seinem Ableben auf drängen der Kaiserin Martina seinen zweiten Sohn Herakleios II. zum Mitregenten ein. 1. Ehe am 5. Oktober 610 mit Fabia, seit der Krönung Fl. Eudokia, † 612. Kinder: Epiphania Herakleios Konstantin III., Cäsar seit 613, sein Nachfolger, Kaiser von Byzanz 641. 2. Ehe 614 mit seiner Nichte Martina. 9 Kinder (vier früh †): Herakleios II., Nachfolger seines Bruders Herakleios Konstantin III. von Byzanz 641. David Tiberius III., * 627 ?, † 641. Epiphania Natürlicher Sohn: Athalarich † am 11. Februar 641, an einer abstoßenden Krankheit |
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Kaiser Konstantin III. 641 * 611 † 25. 5. 641 |
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Konstantin
III. Heraclius Constantin III. * 611. Ältester S. u. N. des Kaisers Herakleios I. von Byzanz und Eudokia. Mitregent seit 22. Januar 613. Kaiser von Byzanz seit 11. Februar 641. Ehe mit Gregoria. Kinder: Herakleios, ältester Sohn und Erbe, Konstans II. Pogonatos, Kaiser in Byzanz (641-668). Theodosius, † 660, von seinem Bruder Konstans II. ermordet. † am 25. Mai 641 (vermutlich von Kaiserin Martina vergiftet) |
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Kaiser Herakleios II. 641 * 624 † Dezember 641 |
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Herakleios II. Heraklonas * 615. Genannt Heraklonas, zur Unterscheidung seines Vaters. Sohn des Kaisers Herakleios I. von Byzanz und Martina. Regentin und eigentliche Herrscherin war seine Mutter Kaiserin Martina. Mitregent seit 638. Kaiser von Byzanz seit 22. Juni 641. Absetzung am 14. September 641. Verhaftung und Verstümmelung mit seiner Mutter Martina, die die Macht an sich genommen hatte. Ehe mit der Tochter seiner Schwester. † Dezember 641 |
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Kaiser Konstans II. 641 - 668 * 630 † 15. 9. 668 |
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Konstans II. Konstans II. Pogonatos (der Bärtige) * 630 als Herakleios (genannt Konstans II.). Sohn des Kaisers Heraclius Constantin III. von Byzanz und Gregoria. Enkel des Kaisers Herakleios I. von Byzanz und Eudokia. Mitregent und Nachfolger in Byzanz seit September 641. Unangenehme Persönlichkeit. Kaiser von Byzanz seit Ende September 641. Während der Unmündigkeit übernahm der Senat die Verantwortung. Kaiser Konstans II. ließ Papst Martin I. wegen Glaubenstreue 653 verhaften u. in Konstantinopel im Kerker mißhandeln. Die Todesstrafe wurde noch in Verbannung umgewandelt. Die erster Seeschlacht zwischen Christen und Moslems endete 655 mit einer Katastrophe. Kaiser Konstans konnte sich nur mit Mühe retten. Er plünderte aber 663 innerhalb von 12 Tagen Rom und danach auch Sizilien. Usurpator: Mezentius, wollte nach der Ermordung von Kaiser Konstans II. die Herrschaft auf Sizilien übernehmen, konnte sich aber nur kurz behaupten u. wurde ermordet. Drei Söhne: Konstantin IV., sein Nachfolger, Kaiser in Byzanz (668-685). Herakleios III., Cäsar (659-681), 669 von seinem Bruder Konstantin verstümmelt. Tiberios, Cäsar (659-681), 669 von seinem Bruder Konstantin verstümmelt. † am 15. September 668, in Syrakus auf Sizilien, von einem griechischen Diener im Bad erschlagen. |
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Kaiser Konstantin IV. 668 - 685 * 652 † September 685 |
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Konstantin IV. Pogonatos (Langbart) * 652. Ältester S. u. N. des Kaisers Konstans II. von Byzanz. Mitregent seines Vaters seit 13. April 654. Kaiser von Byzanz seit September 668. Der Kaiser hielt der Bedrohung des Landes durch die Verwüstung durch die anstürmenden moslemischen Sarazenen und der versuchten Eroberung Konstantinopels in den Jahren von 674 bis 679 stand. Ehe mit Anastasia. Jüngerer Sohn: Justinian II., * 669, sein Nachfolger, Kaiser in Byzanz (685-695). † im September 685, an Ruhr |
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Kaiser Justinian II. 685 - 695 * 669 † 11. 12. ? 711 |
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Justinian II. Justinian II. Rhinotmetos (Stumpfnase) * 669. S. u. N. des Kaisers Konstantin IV. von Byzanz. Intelligent, aber grausam u. geisteskrank. Mitregent seines Vaters Kaiser seit Herbst 681. Kaiser von Byzanz seit September 685. Unternahm erfolgreiche Feldzüge gegen Armenien, Georgien und Syrien. Er verfügte die Ansiedlung von ¼ Million Immigranten in Kleinasien. Berief 691 eine Synode für die Bischöfe des Ostens und schickte gebieterisch die einseitig beschlossenen Kanones (102).Papst Sergius I. zur Bewilligung. Papst Sergius I. lehnte rundweg ab. Der Exarch von Ravenna erhielt die Weisung zur Verhaftung des Papstes. Statt der Verhaftung des Papstes wurde der Exarch Zacharias selbst bei Betreten des Lateran von seinen eigenen Truppen gefangengenommen. Absetzung Ende 695 (mußte mit abgeschnittenen Ohren und Nase ins Exil). 705 wurde er restituiert. siehe unten |
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Kaiser Leontios II. 695 - 698 † 15. 2. 705 |
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Usurpator Angehöriger der ausgebluteten Aristokratie. Soldat. Hatte die Verantwortung über die in Sebastopolis geschlagene Streitmacht und war 692 in Ungnade gefallen. 695 wurde er aus dem Kerker entlassen. Sofort zog er zum kaiserlichen Gefängnis, befreite alle Gefangenen und zog weiter zur Hagia Sophia. Er beendete die Schreckensherrschaft, entsetzte Kaiser Justinian II. von Byzanz und schickte ihn in die Verbannung nach Pontus. Kaiser von Byzanz seit Ende 695. Verlor 698 Karthago an die Sarazenen. Nach seiner Niederlage bei der Verteidigung kam es zur Revolte in der Flotte und Tiberius wurde zum Basileus erhoben. Absetzung Ende 698 (von Tiberios gestürzt, verstümmelt und ins Kloster gegeben. 705 von Justinian enthauptet). † am 15. Februar 705 |
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Gegenkaiser Tiberios III. 698 - 705 † 15. 2. 705 |
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Usurpator. Tiberius III. Apsimaros. Vizeadmiral. Kaiser von Byzanz seit Ende 698. Während seiner Herrschaft wurde Kaiser Leontios im Kloster gehalten. Er konnte mehrmals die in Kilikien eingefallenen arabischen Heere zurückschlagen. Absetzung Mitte 705 (vom wiederkehrenden Justinian II. gestürzt). Sein Sohn: Bischof Theodosius von Ephesus. † am 15. Februar 705,enthauptet |
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Kaiser Justinian II. 705 - 711 * 669 † 4. 11. 711 |
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Justinian II. Justinian II. Rhinotmetos (Stumpfnase) (2. Reg.). Justinian II. Rhinotmetos, Stumpfnase. * 669. Sohn des Kaisers Konstantin IV. von Byzanz. Kaiser von Byzanz seit 705. Durch König Tervel von Bulgarien restituiert. Er erschien vor Konstantinopel an der Spitze des Heeres aus Slawen und Bulgaren und nahm Rache an denen die ihn vertrieben hatten. Kaiser Leontinos und Tiberius wurden gefoltert und enthauptet. Es begann ein gnadenloses Morden. 709 unternahm er einen Rachefeldzug gegen Ravenna. 711 wurde er abermals gestürzt, gefangengenommen und enthauptet. 1. Ehe mit Eudokia, jung verstorben. Mindestens eine Tochter (vermutlich früh †). Ehe mit der Schwester des Chasaren-Chagan Ibusir, eine Barbarin, die er sofort in Theodora umbenannte. Sohn: Tiberios IV., * 705, Mitkaiser (705-711), † 711, ermordet. † um den 4. November 711, enthauptet, die kopflose Leiche wurde im Marmarameer versenkt. |
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Kaiser Philippikos 711 - 713 |
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Usurpator. Philippikos Bardanes. Armenischer Emporkömmling und Ketzer. Kaiser von Byzanz seit 4. November 711. Lebte nur seinem Vergnügen und ließ alle Erinnerungen an das Konzil von 680 tilgen. Absetzung am 3. Juni 713 (gestürzt und geblendet). † |
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Kaiser Anastasios II. 713 - 715 † 719 |
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Usurpator. Artemios Anastasios II. von Byzanz. Sekretär am kaiserlichen Hof. Er wurde nach Festnahme und Blendung des Philippikos Bardanes von Senat und Volk zum Basileus erhoben. Kaiser von Byzanz seit 4. Juni 713. Krönung durch den Patriarchen v. Konstantinopel in der Hagia Sophia. Ein umsichtiger Herrscher. Von Rebellen Ende August 715 abgesetzt. Anastasios II. zog sich ins Klosterleben nach Thessalonike zurück. † 719 |
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Kaiser Theodosios III. 715 - 717 † 722 |
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Usurpator. Theodosios III. d. Adramyttener. Er besiegte Kaiser Anastasios II. in einer Schlacht vor der Stadt Nicäa und erlaubte ihm, in den geistlichen Stand zu treten. Kaiser von Byzanz seit Ende August 715 u. wurde von Leon zur Abdankung genötigt. Verzichtete am 18. April 717 freiwillig und zog sich nach Ephesus in ein Kloster zurück. † 722 |
Syrische Dynastie
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Kaiser Leon III. 717 - 741 * um 675 † 18. 6. 741 |
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Leon III. Leon III. der Isaurier * um 675 in bäuerlichen Verhältnissen. Schon als junger Mensch war er ehrgeizig und machthungrig. Unter Kaiser Justinian II. Gardesoldat und Diplomat bei nichtrömischen Völkerschaften. Unter Anastasios II. war er Gouverneur in Anatolikon. Ihm gelang der Aufstieg vom Bauernsohn zum Kaiser von Byzanz. Nötigte Kaiser Theodosius III. von Byzanz zur Abdankung. Kaiser seit 18. April 717. Einzug und Krönung in der Hagia Sophia am 25. März 717. Am 15. August 717 begann die Blockade der moslemischen Sarazenen. Konstantinopel sollte erstürmt werden. Byzanz war aber in der Lage sich zu verteidigen und konnte im Sommer 718 mit Unterstützung der bulgarischen Flotte die moslemischen Sarazenen, die schwere Verluste hingenommen hatten, zum Rückzug zwingen. Damit hatte der Kaiser das Reich, mit seinen persönlich eingesetzten diplomatischen Finessen, ziemlich sicher vor dem Untergang bewahrt. Durch Kaiser Leon III., der aufgrund seiner Herkunft, mit Anlehnung an den verbotenen Monophysitismus, von islamischen Ansichten und Praktiken beeinflußt war, wurde 726 in Konstantinopel die Bilderverehrung verboten. Rom hatte sich geweigert, das Verbot in den Kirchen durchzusetzen, ebenso Ravenna und Venedig. Ebenso hatten sich die Patriarchate von Alexandria, Antiochien u. Jerusalem für die Bildwerke ausgesprochen. 730 erfolgte die Absetzung des bilderfreundlichen Patriarchen Germanus. Per Edikt wurden in den Kirchen, auf Märkten und in Privathäusern des Herrschaftsgebietes alle christlichen Bilder zerstört. Die Geistlichkeit floh nach Möglichkeit mit einigen ihrer verehrungswürdigen Kostbarkeiten nach Griechenland. Ehe mit Maria. Kinder: Konstantin V., sein Nachfolger, Kaiser in Byzanz (741-775). Anna, Ehe mit Artabastus, Gegenkaiser (742-743), von Konstantin 743 geblendet. Zwei Söhne: Nikephores, Mitkaiser (742-743), von Konstantin 743 geblendet. † am 18. Juni 741 |
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Kaiser Konstantin V. 741 - 775 * 718 † 14. 9. 775 |
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Konstantin V. Konstantin v. Kopronymos * 718. S. u. N. des Kaisers Leon III. des Isauriers und Maria. Mitregent seines Vaters seit 31. März 720. Kaiser von Byzanz seit 19. Juni 741. Setzte 754 ein Konzil gegen die Bilder- und Kreuzverehrung ein, zu dem nur kaiserfreundliche Prälaten geladen waren u. ließ 767 den Patriarchen als Bilderverehrer enthaupten. Viele tausende Mönche und Nonnen fanden den Tod, da sie für den Kaiser ein unfruchtbares und nutzloses Leben fristeten. Der Kaiser erzielte trotz seiner physischen Schwäche als guter Heerführer militärische Erfolge in Syrien, Armenien, Mesopotamien u. Bulgarien. Die Entwicklung im Westreich wurde aber während des Bilderstreites völlig außer Acht gelassen. 751 verlor Byzanz Ravenna an die Langobarden und hatte damit seinen letzten Stützpunkt in Norditalien aufgeben müssen. Rom verlor seine Schutzmacht u. war damit seinen Feinden schutzlos ausgeliefert. Sein Schwager Artabastus trat 742 als Usurpator auf u. ließ sofort alle christlichen Bildwerke wieder zu. Er wurde bei Sardes in Lydien geschlagen, am 2. November 743 abgesetzt und geblendet. 1. Ehe mit ? 2. Ehe mit ? 3. Ehe mit einer Cäsarenprinzessin. Sohn: Leon IV., sein Nachfolger, Kaiser in Byzanz (775-780). Insgesamt 6 Söhne und eine Tochter. † am 14. September 775, auf dem Rückzug von einem Feldzug gegen Bulgarien |
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Kaiser Leon IV. 775 - 780 * 750 † 8. 9. 780 |
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Leon IV. Leon IV. Khazar * 750. S. u. N. des Kaisers Konstantin V. von Byzanz. Mitregent seines Vaters in Byzanz seit 17. Mai 750 (6. Juni 751). Kaiser von Byzanz seit 24. September 775. Milderte den Bilderstreit und ließ von den Verfolgungen ab. Ehe mit Prinzessin Irene Attica aus Athen (den Namen hatte sie vermutlich erst mit der Heirat angenommen), ehrgeizig und herrschsüchtig. Sohn: Konstantin VI., * 770, sein Nachfolger, Kaiser in Byzanz (780-790). † am 8. September 780, an Tuberkulose |
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Kaiser Konstantin VI. 780 - 790 * 770 |
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Konstantin VI. * 770. S. u. N. des Kaisers Leon IV. von Byzanz und Irene. Mitregent seines Vaters noch unmündig seit 14. April 776. Kaiser von Byzanz seit 9. September 780, unmündig. Er hatte als 17jähriger die Beschlüsse des 7. ökumenischen Konzils von 787 u. dem zweiten von Nicäa unterzeichnet. Absetzung im Frühjahr 790. Vor Übernahme der Macht ließ ihn seine Mutter festsetzen. Vormundschaftliche Führung und Regentin, seine Mutter Irene 780 bis Dezember 790. siehe unten |
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Kaiserin Irene 790 * 752 † 9. 8. 803 Irene
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Irene Irene Attica Irene Attica, Prinzessin aus Athen (den Namen hatte sie vermutlich erst mit der Heirat angenommen). * 752, ehrgeizig und herrschsüchtig. Vormünderin ihres Sohnes Konstantin VI. von Byzanz und Mitregentin seit 9. Sept. 780. Kaiserin von Byzanz seit Frühjahr 790. Ließ die Bilderverehrung wieder zu und strebte gute Beziehungen mit Rom an. Mit ihrer Forderung, ihren Namen vor dem des Sohnes zu nennen und vom Heer einen persönlichen Treueid zu verlangen, hat sie alle ihre Gegner auf den Plan gerufen. Ihr Sohn Konstantin wurde von den kleinasiatischen Heeresteilen zum alleinigen Herrscher ausgerufen. Aus dem Gefängnis befreit, setzte er sich an die Spitze seiner Anhänger und kehrte in die Hauptstadt zurück. Seine Mutter wurde unter Hausarrest gestellt. Die Absetzung erfolgte im Dezember 790. Abermals Mitregentin seit 15. Januar 792 bis 797. Ehe mit Kaiser Leon IV. von Byzanz. Sohn: Konstantin VI., Kaiser in Byzanz (780-797). † am 9. August 803, auf Lesbos siehe unten |
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Kaiser Konstantin VI. 790 - 797 † ? |
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* 770. Sohn des Kaisers Leon IV. von Byzanz und Irene. (2. Reg.). Kaiser seit Dezember 790. Unfähiger Herrscher. Er verlor nach der Ehe mit seiner Hofdame seine letzten Anhänger und wurde am 15. August 797 abgesetzt und auf Befehl seiner Mutter geblendet. Ehe 788 mit der schönen Paphlagonierin Marie von Amnia, 795 Scheidung und Gang ins Kloster. Tochter: Euphrosyne, Ehe mit Kaiser Michael II. von Byzanz (820-829). Ehe im August 796 mit Theodote, seiner Hofdame. Sohn: ? * 797 (wurde von der Kirche als illegitim betrachtet), † 797 (nach wenigen Monaten). †, vermutlich an den Folgen der brutalen Blendung verstorben |
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Kaiserin Irene 797 - 802 † 9. 8. 803 Irene
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Irene Irene Attica (2. Reg.). Prinzessin aus Athen. * 752. Sie ließ ihren Sohn 797 gefangennehmen und blenden. Von Rechts wegen erste Kaiserin von Byzanz seit 15. August 797. Mit dem Mord an ihrem Sohn und als Frau auf dem kaiserlichen Thron hatte die unbeliebte Frau als Kaiserin alle restlichen Sympathien beim Volk und vor allem beim Heer verloren. 802 erhält Kaiserin Irene von Kaiser Karl dem Großen, dem Sohn des Frankenkönigs Pippin, einen Heiratsantrag. Karl der Große wird Weihnachten im Jahr 800 von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Absetzung durch eine Palastrevolution am 31. Oktober 802 und Verbannung nach Lesbos. † am 9. August 803, auf Lesbos |
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Kaiser Nikephoros I. 802 - 811 * um 765 † 25. 7. 811 |
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Nikephoros
I. Caesar
Nikephoros Genikos Logothetes. * um 765 (eventuell einer der fünf Brüder Kaiser Leons IV. oder aber aus einem christlich-arabisch-syrischem Fürstengeschlecht). Schatzkanzler unter Kaiserin Irene von Byzanz. Stürzte Irene und schwang sich zum Kaiser von Byzanz auf. Kaiser von Byzanz seit 1. November 802. Er nahm den Namen Nikephoros I. an. Mit rigorosen Maßnahmen sanierte er den Staatshaushalt. Usurpator: Bardanes Turkos, Armenier und byzantinischer Befehlshaber, rief sich 803 zum Kaiser aus. Der Aufstand wurde schell niedergeschlagen. Der anfangs erfolgreiche Feldzug gegen Bulgarien endete am 26. Juli 811 durch mangelnde Umsicht in einer Bergschlucht mit der totalen Niederlage. Nikephoros I. wurde vom bulgarischen Khan Krum erschlagen, sein Sohn schwer verwundet, nur sein Schwiegersohn konnte sich retten. Seine Kinder: Stavrakios, sein Nachfolger, Kaiser in Byzanz 811. Prokopia, Ehe mit Michael I., Kaiser in Byzanz (811-813). Sohn: Theophylaktos, Mitkaiser seit 25. Dezember 811 bis 10. Juli 813. † am 25. Juli 811 (auf dem Schlachtfeld), ermordet |
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Kaiser Staurakios 811 † 11. 1. 812 |
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S. u. N. des Kaisers Nikephoros I. von Byzanz. Mitkaiser seines Vaters seit Dezember 803. Kaisers von Byzanz seit 26. Juli 811. Abdankung am 2. Oktober 811. Ehe mit der Athenerin Theophano. Kinderlos. † am 11. Januar 812, an den Folgen einer Verletzungen in der Schlacht vom 26. Juli 811 |
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Kaiser Michael I. 811 - 813 * 782 † 11. 1. 845 |
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Michael I. Rhangabe. * 782. Schwiegersohn des Kaisers Nikephoros I. von Byzanz. Ohne Zustimmung und Wissen des sterbenden Kaisers Krönung am 2. Oktober 811 zum Kaiser von Byzanz. Nach der verlorenen Schlacht von Wersinikia bei Adrianopel am 22. Juni 813 wurde er von der eigenen Armee verraten und verlassen. Nach geglückter Rückkehr Abdankung am 10. Juli 813. Das bulgarische Heer belagerte die Mauern von Konstantinopel. Kaiser Michael ging mit seiner Familie unter dem Namen Athanasios ins Kloster. Ehe mit Prokopia, Tochter von Kaiser Nikephoros I. von Byzanz. Fünf Kinder (3 Söhne): Theophylaktos, Mitkaiser seit 25. Dezember 811 bis 10. Juli 813. Niketas (Ignatios), Patriarch unter Kaiser Michael III. und Basileios I. † am 11. Januar 845 im Kloster, auf einer der Prinzeninseln im Marmarameer |
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Kaiser Leon V. 813 - 820 † 25. 12. 820 |
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Nachfolger des Kaisers Michael I. Rhangabe von Byzanz. Armenier, vermutlich aus einfachen Verhältnissen. Hatte sich bei einer erfolgreichen Schlachtentwicklung mit seinen anatolischen Truppen von der Schlacht zurückgezogen und das gesamte verbliebene Heer einer Niederlage preisgegeben. Er kehrte als „Überlebender“ mit seinen Truppen durch das Goldene Tor in Konstantinopel ein und ließ sich als Feldherr in der Studioskirche zum Basileus ernennen. Kaiser von Byzanz seit 10. Juli 813. Als Kaiser veranlaßte er durch das Edikt von 815 abermals rigoros das Verbot der Bilderverehrung. Ehe mit Theodosia. Vier Söhne (nach dem Tod des Vaters wurden alle entmannt). Sohn: Symbatius Constantin VII., Mitkaiser seines Vaters (813-820). Gregor, Erzbischof von Syrakus auf Sizilien. Theodosios, jüngster Sohn, † 820 (unter dem Messer der Entmannung). † am 25. Dezember 820, ermordet
(enthauptet während der Weihnachtsmesse durch eine Verschwörung. Die Leichen des Kaisers und dessen Sohnes
wurden verscharrt). |