Laskariden in Nikäa (das byzantinische Exil)
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Kaiser Theodor I. 1204 - 1222 † Anfang 1222 |
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Theodor I. Laskaris. Nachfolger des Kaisers Alexios V. in Nikäa. Kaiser von Nicäa seit 13. April 1204. Die Anerkennung gelang 1206, die Krönung 1208 zum Basileios durch den neuerwählten Patriarchen Michael Autorianos. Ausdehnung des Gebietes in Westanatolien von der Ägäis bis zur Schwarzmeerküste. Es grenzte im Norden und Westen an das Lateinische Reich und im Süden und Osten an das Seldschukensultanat. Patriarchensitz und Hauptstadt wurde Nikäa. Bewährte Staatsbeamte und Kirchenfürsten wurden nach Nikäa geladen und in ihre alten Funktionen eingesetzt. Viele kleine Fürstentümer mußten befriedet werden. 1214 kam es zu einem Friedensvertrag zwischen den Ostkaisern und zur Entwicklung einer Blütezeit Nikäas. 1. Ehe mit Anna (in 1. Ehe mit Isaak Komnenos), Tochter des Kaisers Alexios III. von Byzanz und Euphrosyne. 2 Töchter: Irene, 2. Ehe mit Johannes III. Vatatzes, Kaiser in Nicäa (1222-1254). Sohn: Theodor II. Laskaris, Ehe 1235 mit Helena Asen, Tochter des Zaren Johannes II. Asen von Bulgarien (1218-1241). Kinder. Irene, Ehe mit Konstantin Tich (in 2. Ehe mit Maria Palaiologina). Maria, Ehe mit Nikephoros I. von Epiros. Johannes IV. Laskaris Maria, Ehe mit König Bela IV. von Ungarn. 2. Ehe mit Philippa 3. Ehe mit Maria von Courtenay, Tochter der Kaiserin Jolanthe und Kaiser Peter. † Anfang 1222 Nunmehr gab es zwei Ostkaiser und zwei Patriarchen, je einen griechischen in Nikäa und einen lateinischen in Konstantinopel. |
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Kaiser Konstantin (XI.) 1204-1205 † 19. 3. 1205 |
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Konstantin XVI. (XI.) Laskaris ? Kaiser von Nicäa seit 13. April 1204 † 19. März 1205 |
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Kaiser Johannes III. 1222 - 1254 † 3. 11. 1254 |
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Johannes III. Dukas Vatatzes. * 1193. Nachfolger und Schwiegersohn des Kaisers Theodor I. von Nicäa. Kaiser von Nicäa seit Anfang 1222. Epileptiker. Zwang den Sohn von Kaiser Theodor Dukas von Thessalonike, Johannes von Epiros, 1242 auf den Kaisertitel zu verzichten und betrieb mit Eifer die Rückgewinnung von Konstantinopel. Verlegung der Residenz nach Nymphaion (Kemalpasa), hl. 1. Ehe mit Irene, † 1244, Tochter des Kaisers Theodor I. Laskaris von Nicäa und Anna, Tochter des Kaisers Alexios III. von Byzanz. Sohn: Theodor II., sein Nachfolger, Kaiser in Nicäa (1254-1258). 2. Ehe 1244 mit Konstanze, nach erneuerter
Taufe mit Namen Anna, * 1232, †
1307, natürliche Tochter des
Römischen Kaisers Friedrich II. Verhältnis mit einer der Hofdamen von Kaiserin Anna. † am 3. November 1254 in Nymphaion, bestattet im Kloster Sosandra bei Nymphaion. |
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Kaiser Theodor II. 1254 - 1258 * 1223 † August 1258 |
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Theodor II. Laskaris (hatte den Namen seiner Mutter angenommen). * 1223, S. u. N. des Kaisers Johannes III. Dukas von Nicäa und Irene, † 1244, Tochter des Kaisers Theodor I. Laskaris von Nicäa und Anna. Intellektueller, ebenfalls Epileptiker. Kaiser von Nicäa seit 3. November 1254. Erstrebte die Wiederherstellung der Einheit der Kirche auf einem ökumenischen Konzil. Ehe 1235 mit Helena Asen, Tochter des Zaren Johannes II. Asen von Bulgarien (1218-1241). Kinder: 2 Söhne und 8 Töchter: Maria, Ehe in Konstantinopel mit König Bela IV. von Ungarn. Johann IV. Laskaris, sein Nachfolger, Kaiser in Nicäa (1258-1259). Eudoxia Laskaris, Ehe mit Graf Wilhelm von Vintimiglia. Irene, Ehe mit Konstantin Tich von Bulgarien (in 2. Ehe mit Maria Palaiologina). Maria, Ehe 1256 mit Nikephoros I. von Epiros, Sohn des Despoten Michael II. von Epiros. † August 1258 |
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Kaiser Johannes IV. 1258 - 1259 * 25. 12. 1250 † 1305 |
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Johannes Laskaris Dukas. * am 25. Dezember 1250.S. u. N. des Kaisers Theodor II. Laskaris u. Helena, Tochter des Zaren Johannes II. Asen von Bulgarien (1218-1241). Er war zum Mitkaiser seines Vaters gekrönt. Kaiser von Nicäa seit August 1258. Absetzung am 1. Januar 1259. Michael Palaiologos, Fürst von Epirus (1237-1271). Despot (1249-1267). Er befand sich in Gefangenschaft des Kaisers Theodor II., wurde nach dessen Tod befreit und war vermutlich der Kopf des Mordanschlags auf Georgios Muzalon. Erhielt den Titel Megas Dux (Großherzog) und Weihnachten 1258 seine Erhebung zum Mitkaiser in Nikäa. An seinem 11. Geburtstag wurde er geblendet und mußte bis zu seinem Ende auf der Festung Dakibyze an der Südküste des Marmarameeres in der Verbannung ausharren. † 1305 |
Paläologen in Nicäa und
Konstantinopel (1259-1453)
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Kaiser Michael VIII. 1259 - 1282 * 1224 † 11. 12. 1282 |
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Michael VIII. Palaiologos. * 1224. Sohn des Andronikos Domestikos und Theodora. Usurpator, Diplomat. Regent des unmündigen Kaisers Johannes IV. Zum Einzug in Konstantinopel hatte er Mitkaiser Johannes IV. in Nikäa zurückgelassen u. dem sechsjährigen die Augen ausgestochen. Kaiser von in Nicäa seit 1. Januar 1259. Nach der kopflosen Flucht des überraschten Kaisers Balduin
II. ohne Krone und Zepter gelang 1261 die Rückeroberung von Konstantinopel.
Kaiser in Konstantinopel seit 25. Juli 1261. Einzug in Konstantinopel mit
seiner zweiten und Theodoras alleinigen ersten Krönung am 15. August 1261 in
der Hagia Sophia durch Patriarch Arsenios. Es existierten nunmehr nur die Kaiser von Trapezunt und die Despoten von Epiros. Der Rest der griechischen Bevölkerung, die nach den Unruhen in der Hauptstadt verblieben waren, feierte ihren neuen Basileus. Nach der Zerstörungswut des Jahres 1204 wurde ein neues Aufbauprogramm eingeleitet. 1270 wird Byzanz von der Gefahr des Angriffs durch König Karl I. von Sizilien nur befreit, indem die gerüstete Flotte König Karls I. durch das Unwetter vor Sizilien restlos vernichtet wird. 1274 erhält er eine Einladung von Papst Gregor X. zur Teilnahme der nach Lyon einberufenen Synode zur Beilegung der Kirchenspaltung. Am 6. Juli 1274 wird die Einheit der Kirche formell vollzogen. Kaiser Michael VIII. hatte den Vorschlag unterbreitet, den in Vorbereitung befindlichen Kreuzzug über byzantinisches Gebiet zu leiten und Anatolien von den moslemischen Türken zu befreien. Das Treffen mit Papst Gregor X. konnte aber nicht mehr stattfinden, der Papst war verstorben. Die Gelegenheit, mit einem vereinten christlichen Heer die moslemische Vorherrschaft in Vorderasien u. Europa zu brechen war vertan und sollte nicht wiederkehren. Im März 1281 wurde das Heer König Karl I. von Sizilien auf albanischem Boden gedemütigt, seine Feldherren im Triumphzug in Konstantinopel mitgeführt. Der Kaiser entsetzte den Patriarchen und wurde von Papst Martin IV. exkommuniziert (von beiden Kirchen). König Karl I. von Anjou, unumschränkter Herrscher in Europa, mit einem Heer gerüstet um den byzantinischen Thron einzunehmen, erlag schließlich durch den Raubbau an seinen Untertanen mit der „Sizilianischen Vesper.“ In Palermo hatte jeder Bürger französischer Herkunft am 30. März 1282 sein Leben verloren. Ehe mit Theodora. 7 Kinder: Manuel Andronikus II., sein Nachfolger in Nicäa und Konstantinopel (1282-1328). 1. Ehe mit Anna von Ungarn. 2 Söhne: Michael IX. Palaiologos, Ehe mit Rita-Maria von Armenien, † 1333. 4 Kinder: Andronikus III. Palaiologos, 1. Ehe mit Irene-Adelheid von Braunschweig-Grubenhagen. Sohn. 2. Ehe mit Anna von Savoyen. 4 Kinder: Johannes V. Palaiologos, Ehe mit Helena Kantakuzena. 5 Kinder. Michael, Despot. Irene, Ehe mit Michael Asen. Maria, Ehe mit Francesco I. Gattilusio. Manuel Anna, 1. Ehe mit Thomas von Epiros. 2. Ehe mit Nikolaus Orsini. Theodor Swetoslaw, Ehe mit Theodora (in 2. Ehe mit Michael III. Sisman). Konstantin, Despot. 2. Ehe mit Jolante-Irene von Montferrat. 3 Söhne und 1 Tochter. Konstantin, rebellierte gegen seinen Bruder und † 1304 im Kerker, Ehe mit Irene. Sohn: Johannes, Despot, Ehe mit Irene Metochites. Theodor Irene, Ehe mit König Johann III. Asen von Bulgarien. (6 Söhne und 1 Tochter). Anna Eudokia, Ehe mit Johannes II. von Trapezunt. Natürliche Kinder: Euphrosine, Ehe um 1272 mit dem Mongolen Khan-Nogay. Maria, Verlobung 1265 mit dem Mongolen Ilkhan-Hulagu, † vor der Ehe. Die Ehe wurde mit dessen Sohn Abagu vollzogen, † 1281 (von seinem Bruder Ahmet ermordet), danach Rückkehr und Nonne in Konstantinopel. † am 11. Dezember 1282, auf einem Feldzug. Als Gebannter stand ihm kein kirchliches Begräbnis zu. Um den Leichnam vermutlich vor Übergriffen zu schützen, wurde er in entlegenem Gebiet ohne jede Zeremonie bestattet und erst viele Jahre später in einem Kloster zur Ruhe gebettet. |
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Kaiser Andronikos II. 1282 - 1328 * 1260 † 13. 2. 1332 |
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Andronikos II. Palaiologos. * 1260. S. u. N. des Kaisers Michael VIII. von Nicäa und Konstantinopel u. Theodora. Mitregent seines Vaters seit 8. November 1272. Von Papst Martin IV. exkommuniziert. Kaiser von Nicäa und Konstantinopel seit 11. Dezember 1282. Kündigte sofort die Union mit Rom formell auf, ließ die Kirchen reinigen, entsetzte den romfreundlichen Patriarchen und rehabilitierte alle des Glaubens wegen Verurteilten. Mit den laufenden Angriffen der Venezianer gegen die Genuesen in Konstantinopel mußte der Kaiser die Niederlage seines Sohnes Michael im Kampf gegen die Türken in Anatolien verkraften. Mit nichts vergleichbar sind die Schrecken, die von dem Namen des Osman ausgingen. Um 1305 wurden die Gebiete Anatoliens allerdings von einigen katalanischen Söldnern verwüstet, die eigentlich zum Kampf gegen die moslemischen Türken zu Felde ziehen sollten, aber mehr ihre eigenen Interessen verfolgten. Byzanz wurde von mehreren Seiten bedrängt und Kaiser Andronikos mußte Zugeständnisse machen. Seit 1304 drangen die Türken in Anatolien vor. Ephesus ging verloren. 1309 fiel die Insel Rhodos an den Johanniterorden. Das Reich schrumpfte täglich. Von seinem Enkel Andronikos III. wurde der Kaiser bekämpft und verdrängt. Abdankung (Absetzung) am 24. Mai 1328. Seit 1230 lebte der Kaiser im Kloster unter dem Namen Antonios. 1. Ehe mit Anna, † 1281, Tochter des Königs Stephan V. von Ungarn. 2 Söhne: Michael IX. Palaiologos, * 1277, sein eigentlich Nachfolger. Mitregent seit 1281. Kaiser seit 21. Mai 1295, mußte 1302 bei Magnesia eine demütigende Niederlage von den Türken hinnehmen (untalentiert als Soldat aber tapfer), † am 12. Oktober 1320 in Thessalonike. Ehe mit Rita-Maria von Armenien, † 1333. 4 Kinder: Andronikos III. Palaiologos, Nachfolger in Nicäa und Konstantinopel. 1. Ehe mit Irene-Adelheid von Braunschweig-Grubenhagen. 1 Sohn. 2. Ehe mit Anna von Savoyen. 4 Kinder: Anna, † 1320, 1. Ehe mit Thomas von Epiros, † 1318 ermordet von Nikolaus Orsini (Anna in 2. Ehe 1318 mit Nikolaus Orsini). Theodora, Ehe 1307 mit Theodor Swetoslaw, † (seit 1327 in 2. Ehe mit Michael III. Sisman, † 1330). Manuel, † 1320, durch Andronikos III. aus Eifersucht gegen eine Buhlin ermordet. Konstantin, Despot 2. Ehe 1284 mit Jolanthe-Irene von Montferrat, † am 18. Januar 1305, Tochter des Markgrafen Wilhelm V. von Montferrat und Schwester des Aledramiden Johann I., 3 Söhne und 1 Tochter: Theodor I. Palaiologos, Markgraf von Montferrat (1305-1388), † am 21. April 1338. Simonis, * 1294, Ehe 1299 mit Stephan Urosch II. Milutin von Serbien, * um 1260, † vor 1332. † am 13. Februar 1332 |
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Kaiser Andronikos III. 1328 - 1341 * 1297 † 15. 6. 1341 |
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Andronikos III. Palaiologos. * 1297. Sohn des Kronprinzen Michael IX. von Nicäa und Konstantinopel u. Rita-Maria von Armenien, † 1333. Nachfolger und Enkel des Kaisers Andronikos II. von Nicäa und Konstantinopel. Jugendlicher Verschwender, als Kaiser arbeitsam, energisch, gewissenhaft. Seit 1316 Mitkaiser, nach dem Mord an seinem Bruder Manuel wurde er 1320 enterbt. Es kam zum Bürgerkrieg. Der Sohn kämpfte gegen seinen Vater und verdrängte ihn. Am 23. Mai 1228 zog er ohne Gegenwehr in Konstantinopel ein. Es gab kein Plündern und kein Morden. Nur die Abdankung wurde dem Großvater abverlangt. Krönung und Mitregent seit 2. Febr. 1325. Kaiser von Nicäa und Konstantinopel seit 24. Mai 1328. Am 2. März 1331 fiel die ehemalige byzantinische Hauptstadt Nicäa den osmanischen Türken in die Hände, 1337 folgte Nikomedeia. Der Kaiser wurde genötigt, die Eroberung von byzantinischen Gebieten den Osmanen zu bestätigen und Tribut zu leisten. 1334 ging Makedonien an Serbien verloren. Sein einflußreichster Freund und Berater war Johannes VI. Kantakuzenos. 1. Ehe 1317 mit Irene-Adelheid von Braunschweig-Grubenhagen. 1 Sohn: früh †. 2. Ehe mit Anna von Savoyen, Tochter des Grafen Amadeus V., 4 Kinder: Johannes V. Palaiologos, sein Nachfolger in Konstantinopel (1341-1346), Ehe mit Helena Kantakuzena. 5 Kinder: Michael, Despot. Irene, Ehe mit Michael Asen. Maria, Erbin von Lesbos, Ehe mit Fürst Francesco I. Gattilusio aus Genua. Manuel † am 15. Juni 1341 im Kloster Hodegon an der Seemauer, östlich der Hagia Sophia |
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Kaiser Johannes V. 1341 - 1346 * 18. 6. 1332 † 16. 2. 1391 |
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Johannes V. Palaiologos, * am 18. Juni 1332. S. u. N. des Kaisers Andronikos III. von Nicäa und Konstantinopel und Anna von Savoyen, Tochter des Grafen Amadeus V. Vormund und Regent: Johannes VI. Kantakuzenos, Mitkaiser seit 21. Mai 1346. Als Johannes 9jährig zum Thron kam, war die Nachfolge nicht geregelt gewesen. Es brach ein Bruderkrieg aus, da Kantakuzenos, der 13 Jahre die Regierung ungekrönt geleitet hatte, die Regierung im Interesse des Staates weiter zu führen gedachte. Er wurde von Kaiserin Anna, dem Patriarchen in Abwesenheit zum Staatsfeind erklärt, aber das Heer stellte sich geschlossen hinter ihn. Danach wurde er vom Patriarchen von Konstantinopel gebannt, verhielt sich aber nach wie vor jovial zu dem jungen Kaiser Johannes V., trotzdem mußte er um Beistand des türkischen Emirs bitten. Regentschaftsrat: Führung unter Alexios Apokaukos, † am 11. Juni 1345, während einer Inspektion von Gefangenen erschlagen. Kaiser von Konstantinopel seit 15. Juni 1341. Krönung am 19. November 1341 in der Hagia Sophia. Im April 1353 wurde er aufgrund seiner Bündnisse mit Bulgarien, Venedig und Serbien gegen Byzanz von seinem Schwiegervater Johannes VI. Kantakuzenos als Mitkaiser entsetzt und mit seiner Familie auf die Insel Tenedos verbannt. Absetzungen 1341, 1346, 1376 und 1390. Ehe mit Helena Kantakuzena. 5 Kinder: Andronikos IV., Kaiser in Konstantinopel (1376-1379). Manuel II., seit 25. September 1373 zum Mitkaiser berufen. Michael, Despot. Theodor I., † 1407, Despot von Morea (1384-1407). Natürliche Tochter, Ehe 1409 mit Sultan Suleiman I. der Türkei. Irene, 10jährig Ehe mit Halil, Sohn des Emir Orhan. siehe unten |
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Mitkaiser Johannes VI. 1347 - 1354 * 1296 † 15. 6. 1383 |
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Johannes VI. Kantakuzenos. * 1296. Usurpator. Unter Kaiser Andronikos III. die graue Eminenz, Großdomestikus und Rebell. Überragender Feldherr, weiser Staatsmann, Gelehrter, nur Reichsverweser, kein Kaiser. Vormund des Kaisers Johannes V. von Konstantinopel seit 1341. Im Bürgerkrieg Gegenkaiser. Wurde vom Heer am 26.
Oktober 1341 zum Kaiser ausrufen und zog mit osmanischer Hilfe 1347 in
Konstantinopel ein. Mitkaiser seit 21. Mai 1346. Krönung am 21. Mai 1346 mit
Kaiserin Irene in Adrianopel durch den Patriarchen von Jerusalem. Am 2.
Februar 1347 rückte er in Konstantinopel ein. Abermalige Krönung am 21. Mai
1347 in der Blachernenkirche zu Konstantinopel durch Patriarch Isidor
Bucharis, der auch den Bann von ihm nahm. Am 6. März 1349 mußte eine
schmähliche Niederlage durch die Genuesen hingenommen werden. Im April 1353
entsetzte er Mitkaiser Johannes V. von seiner Funktion und besetzte das Amt
mit seinem Sohn Matthäus. Nach der Rückkehr Johannes V. am 22. November 1354
wurde ein Vergleich ausgehandelt, aber durch die verschlechternden Umstände
legte er zusammen mit Kaiserin Irene sein Diadem in der Blachernenkirche am
4. Dez. 1354 nieder und ging als Mönch Joasaph ins Kloster, blieb aber
weiterhin die Stütze der Regierung. Ehe mit Irene Asen, seit 1354 Nonne. Söhne: Matthäus, Mitkaiser (1354-1357) und Despot von Morea, Ehe 1341 mit Irene Palaiologina. Manuel, Despot von Morea in Misithra (1348-1380). Andronikos, † 1347 an der Pest. Maria, Ehe mit Nikephoros von Epiros. Theodora, Ehe 1146 in Selymbria mit dem türkischen Sultan Orhan. Helena Kantakuzena, Ehe am 28. Mai 1347 mit Kaiser Johannes V. Palaiologos in der Blachernenkirche von Konstantinopel. † am 15. Juni 1383 in Mistral siehe oben |
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Kaiser Johannes V. 1354 - 1376 * 18. 6. 1332 † 16. 2. 1391 |
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Nach seiner Rückkehr aus der Verbannung am 22. November 1354 wurde mit Johannes VI. Kantakuzenos ein Vergleich ausgehandelt mit dem Ergebnis der Einsetzung in seine alten Rechte als Mitkaiser. Krönung am 15. Dezember 1354. Seinen Sohn Manuel II. nahm er zum Mitregenten. Mit dem Zerfall der serbischen Großmacht 1356 wurde nichts mehr zur Rückgewinnung der byzantinischen Gebiete unternommen. Mit dem Zerfall des serbischen Reiches und der Schwäche von Byzanz gab es in Europa keine Macht mehr, die das Vordringen der moslemischer Heere hätte aufhalten können. Kaiser Johannes V. bat Papst Innozenz VI. um militärischen Beistand mit der Aussicht auf massenweise Konversionen und einem Anschluß an die Römische Kirche, eine damalige Illusion. Eine Zusammenkunft mit Papst Urban V. in Rom gelingt 1369. Mit allen Zugeständnissen des Kaiser wurde die Union der Kirchen besiegelt, aber von der Ostkirche in Konstantinopel abgelehnt. Die militärische Unterstützung von Rom für den Kaiser blieb damit aus. In Ungarn geriet der Kaiser auf seiner Bittstellungsreise 1366 in bulgarische Gefangenschaft und mußte 1371 in Venedig wegen Zahlungsunfähigkeit ausgelöst werden. 1369 unterwarf er sich der Römischen Kirche im Petersdom zu Rom feierlich, woraus er für den Staat keinen Nutzen ziehen konnte. Seit 1373 wurde er Vasall des türkischen Sultans Murad. Sein Sohn Andronikos wurde nach der „Verschwörung der Prinzen“ (mit Saudschi, dem Sohn des Sultans Murad I.) gegen den byzantinischen Kaiser und den türkischen Sultan vom Vater geblendet und der Thronfolge entzogen. Krönung seines Sohnes Manuel zum Mitregenten. Zusammen mit seinem Sohn Manuel II. wurde er am 12. August 1376 von seinem Sohn Andronikos abgesetzt und eingekerkert. Für ihre Wiedereinsetzung durch den Sultan mußten die letzten byzantinischen Vorposten abgetreten werden. Erneut auf dem Thron seit 1. Juli 1379. |