Deutsche Kaiser

 

                                         

 

 

 

 

 

Unter Kaiser Karl d. Großen (771-814) wuchs das Reich der Franken zum Weltreich heran.

Aus ihm ging Anfang des 10. Jahrhunderts das deutsche Reich hervor.

Im Norden erstarkte das dänische Königtum, seit 789 wurden alle Obotriten und Wilzen (von den Deutschen u. Franken) Wenden genannt. Sie wurden von Karl d. Gr. tributpflichtig gemacht u. waren seitdem von deutschen, fränkischen u. dänischen Herrschern abhängig. Versuche der Unabhängigkeit wurden auch durch innere Unruhen unmöglich (fast 100 Jahre tobten ständig Schlachten).

Die Wenden lebten in Dörfern (Städte waren weitgehend unbekannt) rund um einen Platz erbaut u. in der Mitte gepflanzte Linden, der Lieblingsbaum der Wenden. Betrieben wurde vorwiegend Ackerbau, vereinzelt Fischfang. Gastfreundschaft war dringendes Gebot, Feinden gegenüber aber sehr grausam. Kriegsgefangene wurde dem Hauptgott Radegast geopfert. Erntegöttin war Siwa.

Das Ostfrankenreich entwickelte sich seit 840 als Nachfolgestaat des Frankenreiches, seit 900 war es unteilbares „regnum Theotonicorum.“

Nach 962 im Verbund mit Burgund u. dem Römischen Kaiserreich das „sacrum imperium.“

1806 Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II.

 

 

 

 

 

 

Karolinger Û Arnulfinger od. Pippiniden

 

Kaiser

Karl I. d. Gr.

(768) 800 - 814

* 2. 4. 742.

28. 1. 814

 

Karl I. d. Gr.

 

Karl I. d. Gr.

 

Flavius Anicius Carlus. * am 2. April 742. Ältester natürlicher S. u. N. des Königs Pippin III. d. Jüngeren, 768 u. Bertrada, 783. Karolinger. Groß an Geist u. Körper.

Seit 9. Okt. 768 Teilkönig der Franken. Fürst, Staatsmann, Mensch. 745 in Rom von Papst Stephan II. zum König Gesalbt u. mit dem Titel „Patricius Romanorum“ belehnt. 1165 von Gegenpapst Paschalis III. (1164-1168) umstritten hl. gesprochen.

- 1. Kaiser des West-Römischen Reiches -

Karl I. übernahm als Erbe Austrasien u. Neustrien. Er war nach dem Tod seines Bruders Karlmann seit dem 4. Dez. 771 Alleinherrscher im Reich. Die Witwe König Karlmanns, Gerberga, floh mit ihrem einjährigen Sohn nach Norditalien zu ihrem Vater Desiderius, dem König der Langobarden. 773 wurde sie von Karl I. d. Gr. in ein Kloster verbannt. 773 hatte er den Sieg über die Langobarden in Oberitalien errungen. Eroberung von Pavia, der Krönungsstadt der Langobarden. Krönung mit der „eisernen Krone“ in der Kathedrale des hl. Michael u. Annahme des Titels „Rex Langobardorum“. Seit Anfang Juni 774 König v. Italien in Monza. (König Desiderius wurde kahl geschoren u. ins Kloster verbannt). Schlug 776 den Aufstand im Herzogtum Friaul nieder. 776, 782, 797 u. 804 folgten die Siege über die Sachsen, 778 über die Bayern. Der Aufstand des König Widukind wurde (782-785) niedergeschlagen, dessen Erhebung brach nach 30 Jahren zusammen u. endete 785 mit der Taufe des Herzogs Widukinds. Mit dem endgültigen Sieg über die Sachsen legte Karl d. Gr. den Grundstein zur Errichtung des Deutschen Reiches. Die Araber wurden an den Ebro zurückgeworfen. Damit schuf er das große Karolinger Frankenreich (mit dem Christentum sind die Franken u. Sachsen ein Volk geworden). 794 trat er auf der Synode in Frankf. a. Main im Bilderstreit gegen den Papst auf u. erreichte im Jahr 800 das Bestätigungsrecht der Papstwahl. Er unternahm vier Italienzüge:

1. Italienzug 773

Sieg über die Langobarden u. Antritt zur Nachfolge als König v. Italien.

2. Italienzug 780

Salbung seiner Söhne in Rom.

3. Italienzug 787

Sieg gegen Herzog Arichis v. Benevent u. Salerno.

4. Italienzug 800

Krönung im Jahr 800 zum Kaiser des Weströmischen- Reiches.

Kaiserkrönung, ohne die heilige Salbung, am 25. Dez. 800 in der Konstantinischen Basilika durch Papst Leo III. in Rom zu St. Peter. Errichtet wurde die Kirche in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts über dem Grab des Heiligen Petrus. Mit dieser Krönung war das christliche Abendland vereint. Seinen väterlichen Hof in Aachen ließ er zu einer Pfalz im Rang einer Reichsresidenz umbauen. Neben seiner Residenz erbaute er eine Kirche. 805 Gründung des Bistums Paderborn. 812 erfolgte die nachträgliche Anerkennung seiner Kaiserwürde in den westlichen Gebieten mit dem Vertrag von Aachen durch den byzantinischen Kaiser mit dem Titel „Imperator Augustus.“ Seit dem Tod des Kaiser Otto II. 983 wurde der Titel „Römischer Kaiser“ geführt. - Kaiser des Weströmischen Reiches -

Gründung des Karolinger Kaisertums. Karl d. Gr. schuf die Voraussetzung zur Bildung eines Deutschen Staates. Er erhob die Benediktinerregel zum Reichsgesetz. Die Pippinische Schenkung an den Papst wurde bestätigt. Für Notre-Dame wurde der Grundstein gelegt, das Bauwerk später von König Philipp August vollendet.

Insgesamt 4 Ehen u. 5 Konkubinen:

Vor seiner 1. Ehe hatte er mit Himiltrud um 768 einen natürlichen Sohn:

Pippin d. Bucklige, * um 770, 811 (seit 792 nach der Erhebung gegen seinen Vater Mönch im Kloster Prüm), sein Erzieher war der Abt Waldo v. Reichenau. Sohn:

Bernhard, 818.

1. Ehe um 769 mit Desiderata (Adalhardi), Tochter König Desiderius der Langobarden. Er wurde dadurch Schwager des Herzog Tassilo v. Bayern, gab aber nach einem Jahr Desiderata an ihren Vater zurück.

2. Ehe vor 30. April 771 mit Hildegard, * 758, am 30. April 771, Tochter des schwäbischen Grafen Gerold u. der Alemannin Imma.

3. Ehe im Okt. 783 mit Fastrada, am 10. Aug. 794, Tochter des Grafen Rudolf aus ostfränkischem Grafengeschlecht. Kinder:

Ludwig I. d. Fromme, * am 16. April 778, sein Nachfolger, am 20. Juni 840. Krönung zum König v. Aquitanien 781. Kaiser (814-840).

Theodrada, * um 785, am 9. Jan. 844/853, seit 814 Äbtissin v. Argenteuil.

Hiltrud, * 787, nach 800, vermutlich nach 814.

4. Ehe im Herbst 794/796 mit Liudgard v. Alemannien, am 4. Juni 800.

Kinder:

1. Pippin d. Bucklige, * um 770, 811 (seit 792 nach der Erhebung gegen seinen Vater Mönch im Kloster Prüm). Sohn:

Bernhard, 818.

2. Karl, * 772/773, am 4. Dez. 811, König Neustrien.

3. Adelheid, * Sept. 773/Juni 774, am Juli / Aug. 774.

4. Rotrud (Hruodtrud), * um 775, am 6. Juni 810, durfte als seine Tochter nicht heiraten. Die Verlobung (781-786) mit dem Sohn der byzantinische Kaiserin Irene, Konstantin VI. Porphyrogenetos, wurde 786 aufgelöst. Seit ca. 800 Verbindung mit Grafen Rorico, um 840. Sohn:

Ludwig, * um 800, am 9. Jan. 867, seit Okt 840 Abt v. Denis, Erzkanzler des Königs Karl d. Kahlen (840-867).

5. Karlmann (seit 15. April 781 Pippin), * 777, am 8. Juli 810, Unterkönig der Langobarden, König v. Italien (781-810). Taufe u. Krönung zum König der Langobarden durch den Papst 781. Ehe seit ca. 795 mit ?, Kinder:

Bernhard, unter dem Vormund von Abt Wala v. Corbie, am 8. Juli 810.

Fünf Töchter.

6. Ludwig I. d. Fromme, * am 16. April 778, sein Nachfolger, am 20. Juni 840,

Krönung zum König v. Aquitanien durch den Papst 781, Kaiser (814-840).

7. Lothar (Zwillingsbruder des Ludwig), 779/780.

8. Berta, * 779/780, am 14. Jan. 823, durfte als seine Tochter nicht heiraten, seit ca. 795 Verbindung mit Angilbert, Abt v. St. Riquier, am 18. Febr. 814. Kinder:

Nithard (800-845.).

Hartuid, 800-?

 9. Gisela, * vor Mai 781, nach 800, vermutlich nach 814.

10. Hildegard, * nach 8. Juni 782, am 8. Juni 783.

11. Ruodheid, * um 784, nach 800, vermutlich nach 814.

12. Theodrada, * um 785, am 9. Jan. 844/853, seit ca. 814 Äbtissin v. Argenteuil.

13. Hiltrud, * 787, nach 800, vermutlich nach 814.

14. Ruothild, * ?, am 24. März 852, seit Okt. 840 Äbtissin v. Faremoutiers.

15. Adalthrud, * ?.

16. Theodora, * ?.

17. Drogo, * am 17. Juni 801, am 8. Dez. 855, seit 818 Kleriker, seit 820 Abt v. Luxeuil, seit 28. Juni 823 Bischof v. Metz, Erzbischof, Erzkaplan u. päpstlicher Vikar.

18. Hugo, * 802/806, am 14. Juni 844, seit m818 Kleriker, Mönch im Kloster Charroux, 822/823 Abt v. St. Quentin, 836 Abt v. St. Bertin, Erzkanzler des Kaisers Ludwig d. Frommen (834-840).

19. Theoderich, * 807, nach 818, seit 818 Kleriker.

Karl I. d. Gr. hielt sich nach seinen vier Ehen drei Nebenfrauen:

1. Konkubinat mit Madelgard. Tochter:

Ruothild, * ?, am 24. März 852, seit Okt. 840 Äbtissin v. Faremoutiers.

2. Konkubinat mit der Sächsin Gerswind. Tochter:

Adalthrud.

3. Konkubinat mit Regina. Söhne:

Drogo, * am 17. Juni 801, am 8. Dez. 855, seit 818 Kleriker, 820 Abt v. Luxeuil, seit 28. Juni 823 Bischof v. Metz, Erzbischof, Erzkaplan u. päpstlicher Vikar.

Hugo, * 802/806, am 14. Juni 844, seit m818 Kleriker, Mönch im Kloster Charroux, 822/823 Abt v. St. Quentin, 836 Abt v. St. Bertin, Erzkanzler des Kaisers Ludwig d. Frommen (834-840).

4. Konkubinat mit Adallind. Sohn:

Theoderich, * 807, nach 818, seit 818 Kleriker.

am 28. Jan. 814, 9h in seiner Pfalz in Aachen. Trauerzug von Babylon nach Alexandrien.

Bestattet im Aachener-Münster (Marienkirche, Wallfahrtsstätte, Krönungsstätte des Deutschen Reiches über 600 Jahre). Hl., durch Vermittlung Kaiser Friedrich I. 1165 von Gegenpapst Paschalis III. hl. gesprochen.

vergl. Langobarden

 

 

Kaiser

Ludwig I.

814 - 840

* 16. 4. 778

20. 6. 840

Ludwig I. d. Fromme. * am 16. April 778 in Chasseneuil bei Poitiers in Aquitanien. S. u. N. des Kaiser Karl I. d. Gr. u. Fastrada, am 10. Aug. 794, Tochter des Grafen Rudolf aus ostfränkischem Grafengeschlecht. Karolinger.

Salbung u. Krönung zum Unterkönig v. Aquitanien durch den Papst am 15. April 781 in Rom. Seit Aug. 813 Mitkaiser. Kaiserkrönung ohne Mitwirkung des Papstes am 11. Sept. 813 im Münster zu Aachen, Karl I. d. Gr. hieß seinem Sohn sich selbst die Krone vom Altar zu nehmen. Seit 28. Jan. 814 König der Franken u. Römischer Kaiser. Krönung mit seiner Gemahlin Irmengard durch Papst Stephan IV. in Reims. Die Krönungswiederholung, die Befugnis der Krönung wurde dem Papst wieder zugestanden, erfolgte mit der aus Rom mitgebrachten Krone Konstantins im Sept. 816 in Reims. Reichsteilung 817 unter seinen Söhnen. Ludwig wurde mehrfach von seinen Söhnen gestürzt. Mußte sich am 30. Juni 833 auf dem Rothfeld bei Colmar im Elsaß seinen Söhnen ergeben. Absetzung vom 30. Juni 833 bis 1. März 834).

Erzkanzler Hugo (834-840), Sohn von Kaiser Karl I. d. Gr. u. der Konkubine Adallind. * 802/806, am 14. Juni 844, seit m818 Kleriker, Mönch im Kloster Charroux, 822/823 Abt v. St. Quentin, 836 Abt v. St. Bertin.

Vor seiner Ehe mit Ermengard unterhielt Ludwig ein Konkubinat mit ?. Kinder:

1. Alpais (Elpheid), * um 794, am 23. Juli 852, Ehe 806 mit Graf Bego, 28. Okt. 816, später Äbtissin v. St. Pierre-le-Bas in Reims.

2. Arnulf, Graf v. Sens, * um 794, nach 841.

1. Ehe 794 mit Ermengard (Irmgard), am 3. Okt. 818, Tochter des Grafen Ingram. Kinder:

3. Lothar I. Herzog v. Mittelfranken. * 795, sein Nachfolger (840-855). Erhielt laut Vertrag v. Verdun 843: Elsaß, Lothringen, Italien, Belgien u. die Niederlande, am 29. Sept. 855.

4. Pippin, König v. Aquitanien (814-838), * um 797, am 13. Dez. 838.

5. Rotrud, * um 800, ?, Ehe mit Graf Rather v. Limoges od. Graf Gerhard v. Auvergne, am 25. Juni 841.

6. Hildegard, * 802/804, nach Okt. 841 bzw. nach dem 23. Aug. 860 ?, Ehe mit Graf Rather v. Limoges od. Graf Gerhard v. Auvergne, am 25. Juni 841. Später Äbtissin bis Okt. 841 des Klosters Notre-Dame in Laon.

7. Ludwig II. d. Ältere, d. Deutsche, * um 806, am 28. Aug. 876 in Frankfurt a. M., Herzog v. Bayern, erhielt 843 laut Vertrag v. Verdun die ostrheinischen Gebiete u. den slawischen Südwesten. 3 Söhne:

Karlmann, * um 830, Erbe von Bayern, Panonien, Kärnten, Böhmen u. Mähren, am 22. März bzw. 29. Sept. 880 an Nervenlähmung, bestattet in Alt-Ötting am Inn.

Ludwig III. d. Jüngere, * um 835, Erbe von Nieder- u. Mitteldeutschland, mit Ostfranken, Sachsen, Thüringen, Friesland u. Lothringen, am 20. Jan. 882 in Frankfurt a. M., bestattet im Kloster Lorch.

Karl III. d. Dicke, * 839, Erbe von Schwaben (Alemannen) u. einigen Städten von Lothringen, Kaiser (877-887), am 13. Jan. 888 in Neudingen an der Donau, bestattet in Reichenau, Mittelzell.

8. Gisela, * Ende 819/822, nach dem 1. Juli 874, Ehe um 836 mit Eberhard v. Friaul, 866. Sohn:

Markgraf Berengar I. v. Friaul, König v. Italien (888-923).

2. Ehe im Febr. 819 mit der welfischen Prinzessin Judith in Aachen, am 19. April 843, Tochter des schwäbischen Grafen Welf I. u. der Sächsin Heilwich. Sohn:

9. Karl II. d. Kahle, * am 13. Juni 823, am 13. Okt. 877 in den Alpen. Herzog v. Westfranken, erhielt 843 laut Vertrag v. Verdun Frankreich.

am 20. Juni 840 auf einer Rheininsel bei Ingelheim in der Pfalz, kurz vor bevorstehender Entscheidung gegen seinen aufständischen Sohn Lothar, bestattet in St. Arnulf in Metz.

 

 

Kaiser

Lothar I.

840 - 855

* 795

29. 9. 855

* 795. Ältester S. u. N. des Kaisers Ludwig I. d. Frommen u. Ermengard (Irmgard), am 3. Okt. 818, Tochter des Grafen Ingram. Karolinger. Enkel Kaiser Karl I. d. Gr.

Seit 1. Aug. 814 Unterkönig in Bayern. Seit Juli 817 Mitregent u. 818 Krönung in Aachen. König v. Italien (818-844). Krönung zum König der Langobarden 822 zu Monza mit der Eisenkrone, ein Geschenk von Papst Gregor d. Großen an die soeben geweihte Basilika in Monza. Lothar I. richtete Italien als Unterkönigreich ein.

Kaiser seit 30. Juni 833 bis 1. März 834 u. seit 20. Juni 840. Kaiserkrönung am 5. April 823 durch Papst Paschalis I. in Rom zum Mitkaiser. König der Franken seit 840. Im Kampf um die Alleinherrschaft mit seinen Brüdern Ludwig II. d. Deutschen u. Karl II. d. Kahlen ist Lothar 843 klar unterlegen u. mußte dem Teilungsvertrag von Verdun zustimmen. Mit dem Vertrag von Verdun vom 10. Aug. 843 wurde die Reichsteilung 843 besiegelt. Ludwig d. Deutsche erhielt das Ostreich (Bayern u. die heutige Schweiz); Karl d. Kahle erhielt das Westreich (Neustrien mit Flandern u. Bretagne, Aquitanien); Lothar Mittelfranken (das austrasische Land) mit dem Elsaß, Lothringen, Italien, Belgien u. der Niederlande. Von ihm bzw. seinem Sohn Lothar II. erhielt das Land seinen Namen „Lothringen.“

Lothar I. blieb nach der Reichsteilung Kaiser u. König v. Italien. Der Vertrag von Verdun 843 war das Dokument zur Bildung der nationalen Reiche von Frankreich u. Deutschland. Seit der Teilung des fränkischen Großreiches wechselten die Herrscher u. Träger des Titels „Kaiser“ zwischen westfränkischen, französischen, ostfränkisch-deutschen Herrschern u. italienischen Königen. Das Kaisertum verfiel immer mehr u. verschwand bis 962.

Ostern 850 ließ Lothar I. noch seinen Sohn Ludwig II. v. Papst Leo IV. zum Kaiser krönen. Nach seinem Tod zerfiel Mittelfranken in Lothringen (Austrasien mit Friesland an Lothar II.), Burgund (Provence u. Burgund an Karl) u. Italien (an Ludwig II.). Abdankung mit dem Eintritt ins Kloster Prüm in der Eifel im Sept. 855.

Ehe 821 mit Ermengard, am 20. März 851, Tochter des Grafen Hugo v. Tours. Kinder?

Ehe 822 mit Ringart, Tochter des Grafen Teudbert v. Madrie. Kinder:

1. Ludwig II., * um 825, sein Nachfolger, König v. Italien seit 844. Kaiser (850-875), am 12. Aug. 875, Ehe mit Engelberga (Angilberga), keine Söhne. Einzige Tochter:

Irmengard, um 900, Ehe mit König Boso v. Burgund, am 11. Jan. 887, Sohn des Grafen Buwin. Sohn:

Ludwig III., * 880, 928, Kaiser (899-905).

2. Lothar II., * um 835. Herzog v. Lothringen u. König 855-869, am 8. Aug. 869.

3. Karl, * um 845. König v. Provence 855-863, Herzog v. Burgund, 863.

Seit April 851 Konkubinat mit Doda.

am 29. Sept. 855 im Kloster Prüm.