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Kaiser Heinrich V. 1106 - 1125 * 8. 1. 1081 † 23. 5. 1125 |
* am 8. Jan. 1081. S. u. N. des König Heinrich IV. u. Bertha v. Susa, † 1087, Tochter des Markgrafen Otto v. Savoyen u. der Markgräfin Adelheid v. Turin. Auf dem Hoftag zu Mainz 1098 wurde sein älterer Bruder Konrad wegen dessen Empörung gegen den Vater abgesetzt u. Heinrich V. berufen. Ordinierung am 6. Jan. 1099 in Aachen. Empfang der Schwertleite am 21. April 1101. Empörung 1101 (Gegenkönig) gegen seinen Vater, da ein Gebannter nicht König sein konnte. Krönung zum Deutschen König 1102. 1104 nahm er mit den süddeutschen Fürsten den Kampf gegen seinen Vater auf. Nach der erhaltenen Vergebung durch seinen Vater, überlistete er diesen u. nahm ihn 1105 gefangen. Durch diesen Verrat brachte er den Thron an sich. Der Fluch über Kaiser Heinrich IV. auf dem Fürstentag zu Mainz 1105 wurde öffentlich verkündet, die Enthebung seines Vaters erpreßt. Seit 5. Jan. 1106 Deutscher König. 1111 hatte er Papst Paschalis II. u. 16 seiner Kardinäle in St. Peter gefangen genommen u. zur Kaiserkrönung am 13. April 1111 gepreßt. Er wurde gekrönt, aber ihm 1112 folgte der Bannfluch des Guido v. Vienne u. die Erneuerung durch Papst Kalixt II. auf dem Konzil zu Reims am 30. Okt. 1119. Mit dem Wormser Konkordat wurde der lange Streit zwischen Papst u. Kaiser 1122 beendet. 1. Italienzug 1110/11 begann mit der Musterung seiner 30.000 Ritter am Po, Erstürmung u. Verwüstung von Burgen u. der Städte Novarra u. Arezzo. Einzug in Rom am 12. Febr. 1111 u. Gefangennahme des Papstes (erpreßte Kaiserkrönung). 2. Italienzug nach Rom mit Heeresmacht. Einsetzung des spanischen Bischofs Burdinus als Papst. 3. Italienzug 1116, um die Güter der 1115 verstorbenen Markgräfin Mathilde v. Tuscien in Besitz zu nehmen. Verlobung mit der 8jährigen Adelheid in Utrecht, Tochter des Königs Heinrich I. v. England. Die Krönung zur Königin fand am 25. Juli 1110 in Mainz statt. Ehe am 7. Jan. 1114 in Mainz mit der nun 11jährigen Adelheid, in Deutschland genannt Mathilde, Tochter des Königs Heinrich I. v. England, in 2. Ehe 1129 mit Gottfried Plantagenet, Graf v. Anjou. Sohn: Heinrich. Bruder der Mathilde: Wilhelm, englischer Thronerbe, 1120 durch Schiffsunglück im Kanal ertrunken. † am 23. Mai 1125 in Utrecht, vermutlich an Krebs, kinderlos. Bestattet in Speyer, neben seinem Vater, Großvater u. Urgroßvater. Letzter Salier |
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Kaiser Lothar III. 1125 - 1137 * 1075 † 4. 12. 1137 |
Lothar III. v. Süpplingburg. * 1075. Sohn des Graf Gebhard v. Süpplingburg, † gefallen in der Schlacht bei Homburg gegen Kaiser Heinrich IV. am 9. Juni 1075, u. Gräfin Hedwig v. Formbach, Tochter des bayrischen Grafen Friedrich v. Formbach u. (Gertrud, nach dem Tod ihres Gatten in 2. Ehe mit dem Billunger Herzog Ordulf v. Sachsen). Die Billunger waren 1106 mit Herzog Magnus ausgestorben. Nachfolger des Kaisers Heinrich V. Lothar III. ist Großvater von Herzog Heinrich d. Löwen. Graf v. Süpplingburg. Seit 1106 Herzog v. Sachsen. Nach dem Tod des kinderlosen Kaiser Heinrich V. standen vier Kandidaten zur Wahl: 1. Graf Karl d. Gute v. Flandern (verzichtete noch während der Wahl). 2. Herzog Lothar v. Sachsen, der gewählte Nachfolger. 3. Herzog Friedrich II. v. Schwaben, Staufer (u. designierter Nachfolger). Rückgabe aller konfiszierten Ländereien wurden eingefordert, vermutlich 1125 geächtet. Zusammen mit seinem Bruder Konrad von Papst Honorius am 22. April 1128 exkommuniziert. 4. Markgraf Leopold III. d. Ostmark (v. Österreich), hatte als Alternativkandidat bei der Wahl verzichtet. Die Neffen Kaiser Heinrich V., die Brüder Friedrich II. v. Schwaben u. Konrad III. wurden bei der Wahl des Deutschen Königs übergangen. Zusammenkunft der Fürsten am 24. Aug. 1125 in Mainz. Gewählt wurde am 30. Aug. 1125 in Mainz auf Betreiben der Erzbischofe v. Köln u. Mainz, der Anführer der Erhebung von 1115 gegen Kaiser Heinrich V., Herzog Lothar III. v. Sachsen. Krönung am 13. Sept. 1125 durch Papst Honorius II. in Aachen u. Krönung der Gemahlin Richenza in Köln. Am 18. Dez. 1127 kam es in Nürnberg durch die staufische Partei zur Erhebung Konrad III. zum Gegenkönig. 1130 erfolgte die Doppelwahl eines Papstes. König Lothar entschied sich für nicht ordnungsgemäß gewählten Innozenz II. u. führte ihn nach dessen Flucht vor Anaklet II., zurück nach Rom. Kaiserkrönung am 4. Juni 1133 mit Richenza wegen der Besetzung durch Papst Anaklet II. nicht im Petersdom, sondern im Lateran durch Papst Innozenz II., den er gegen Papst Anaklet II. unterstützte. Führte Krieg gegen Friedrich v. Schwaben. Auf dem Reichstag am 17. März 1135 fügten sich Herzog Friedrich II. in Bamberg u. Konrad III. auf dem Hoftag Ende Sept. 1135 in Mühlhausen. König Magnus v. Dänemark bekannte sich 1134 in Halberstadt als Vasall des Kaisers. Im 2. Italienzug (1136-1137) erkämpfte er zusammen mit seinem Neffen Konrad u. seinem Schwiegersohn Herzog Heinrich d. Stolzen v. Bayern große Erfolge in Italien u. gegen König Roger II. v. Sizilien, der mit Papst Anaklet II. verbunden war. Kaiser Lothar III. genoß hohes Ansehen. Nach seinem Tod wurde aber nicht der von ihm stark gemachte Herzog Heinrich d. Stolze v. Bayern u. Sachsen, sondern Konrad III. gewählt. Ehe mit Richenza, † am 11. Juni 1141, Tochter des Heinrich d. Fetten v. Northeim u. Gertrud v. Braunschweig, Enkelin des Otto v. Northeim u. Urenkelin der Kaiserin Gisela, der Gemahlin des Kaiser Konrad II., einzige Tochter: Gertrud, * 1115, † am 18. April 1143. Ehe am 29. Mai 1127 als 12jährige mit dem 20jährigen Herzog Heinrich d. Stolzen v. Bayern u. Sachsen, † 1139. Seit 10. Mai 1142 in 2. Ehe zu Frankfurt a. Main mit Heinrich II. Jasomirgott, Herzog Heinrich XI. v. Bayern, † am 14. März 1176. † am 4. Dez. 1137 auf dem Rückweg seines 2. Italienzuges in einer Bauernhütte des Dorfes Breitenwang bei Reutte in Tirol. Überführung über Augsburg. Beisetzung auf seinem Erbgut in Königsluther, östlich von Braunschweig, am 31. Dez. 1137. Bestattung mit Richenza u. seinem Schwiegersohn Heinrich d. Stolzen. |
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König Konrad III. 1138 - 1152 * 1093 † 15. 2. 1152 |
* 1093. Sohn des Herzog Friedrich I. v. Schwaben, † 1105 u. Agnes, † 1143, Tochter des Kaisers Heinrich IV., Bruder des Herzog Friedrich II. v. Schwaben. Nachfolger des Kaisers Lothar III. Seit 1116 Graf im schwäbischen Kochergau. Vogt des Klosters Comburg bei Schwäbisch Hall. Besitz von herzoglichen Rechten in Schwaben u. Franken. Seit 1115 Stellvertreter des Kaisers Heinrich V. in Deutschland. Gegenkönig seit 18. Dez. 1127 bis zu seiner u. seines Bruders Friedrich II. Unterwerfung. Abdankung 1135. Vom Papst u. deutschen Bischöfen gebannt, doch Erzbischof Anselm v. Mailand krönte ihn am 29. Juni 1128 in Monza zum König von Italien. Nach dem Tod des Kaisers Lothar III. wurde nicht der so stark gemachte Herzog Heinrich d. Stolze v. Bayern u. Sachsen, sondern Konrad III. gewählt. Wahl am 5. März 1138 in Metz unter Mißachtung des angesetzten Wahltermins vom 22. Mai (Pfingsten) 1138. Erneut Deutscher König durch Erzbischof Albert v. Trier, der Wahl deutscher Fürsten, sowie der Zustimmung des Papstes gegen die Stimmen der zerstrittenen Welfen u. Staufen in Bayern u. Sachsen. Die Wahl am 7. März 1138 fand in Koblenz statt. Die Krönung u. Salbung am 13. März 1138 in Aachen durch Kardinalbischof u. Legat der Heiligen Römischen Kirche Theodewind zum König unter Assistenz der Bischofe v. Trier u. Köln konnte nicht mit der Reichskrone erfolgen, da dieselbe noch im Besitz des durch Kaiser Lothar III. designierten Schwiegersohnes Herzog Heinrich d. Stolzen v. Bayern war. Später erhielt er die Reichskrone u. gab sie von seinem Sterbelager an seinen Neffen Herzog Friedrich v. Schwaben. Dieser Vorwahl stimmten auch die Fürsten zu u. wählten 30 Tage später Friedrich zum Deutschen König. König Konrad III. unternahm mit König Ludwig VII. v. Frankreich den 2. Kreuzzug (1147-1149) nach Jerusalem. Er designierte seinen Neffen Herzog Friedrich III. v. Schwaben zum Nachfolger. Als er zur Kaiserkrönung in Rom rüstete, ereilte ihn der Tod. Seit Kaiser Otto I. ist er der 1. König u. designierte Kaiser, der nicht zum Kaiser gekrönt wurde. 1. Ehe mit Gertrud (1), Tochter des Grafen Heinrich v. Comburg. 3 Töchter: Tochter, † 1151, Ehe mit Graf Isjaslaw II. v. Kiew. Berta, † vor 1179. Gertrud. 2. Ehe mit Gräfin Gertrud (2 ), † am 14. April 1147, Tochter des Grafen Berengar v. Sulzbach. Kinder: Heinrich, * 1137, Deutscher König u. Mitregent (1147-1150), † 1150. Friedrich IV., * 1145, Herzog v. Schwaben. † 1167. Seine Halbbrüder: Otto, Abt v. Morimond, Bischof v. Freising. Heinrich Jasomirgott, Babenberger, Markgraf v. Österreich, Herzog v. Bayern. Ehe mit Gertrud, Witwe des Herzogs Heinrich d. Stolzen u. Tochter des Kaisers Lothar III. Schwager u. Schwägerin: Hermann v. Stahleck, Nachfolger des Heinrich Jasomirgott als Pfalzgraf zu Rhein. Gebhard v. Sulzbach, ein Bruder der Gertrud. Bertha v. Sulzbach, Schwester der Gertrud, Ehe mit Kaiser Manuel v. Byzanz. † am 15. Febr. 1152 in Bamberg, bestattet im Bamberger Dom |
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Kaiser Friedrich I. 1152 - 1190 * 1122 † 10. 6. 1190 Friedrich I.
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Friedrich I. Barbarossa, der Rotbart. * 1122. Sohn des Herzogs Friedrich II. v. Schwaben, † 1147 u. Judith, † 1130/31, Tochter des Herzogs Heinrich des Schwarzen v. Bayern, † 1126 u. Wulfhild, Tochter des Herzogs Magnus v. Sachsen u. Sophia, Tochter des Königs Bela I. v. Ungarn. Nachfolger seines Onkels König Konrad III. Hohenstaufe. Sein Vater war Bruder Kaiser Konrad III. Seit 1147 als Friedrich III. Herzog v. Schwaben. (Kyffhäuserdenkmal). Staufer. Friedrich I. hatte nach dem Ableben König Konrad III. die Aufsicht der Reichsinsignien u. über Friedrich, den Sohn König Konrad III., übernommen. Wahl zum Deutschen König als designierter Nachfolger am 4. März 1152 in Frankf. a. Main u. Krönung in Aachen am 9. März 1152. Krönung zum König v. Italien am 17. April 1155 in San Michele zu Pavia. Zur Krönung zum Römischen Kaiser am 18. Juni 1155 in der Peterskirche zu Rom durch Papst Hadrian IV. kam es, nachdem der Streit um die Oberhoheit beendet u. mit dem zuvor vom Papst geforderten Steigbügelhalten u. dem Friedenskuß besiegelt worden war. Da der Senat von Rom, der die Kaiserkrönung verhindern wollte, übergangen war, mußte Friedrich I. zu den Waffen greifen. Nach beiderseitigen Verlusten verließ Kaiser Friedrich I. zusammen mit dem Papst Rom, um einen größeren Schaden von seinem Heer durch sich ausbrechende Krankheiten abzuwenden. 1156 Abtrennung Österreichs von Bayern. 1158 Gründung von München. Erhob 1168 den Bischof v. Würzburg zum Herzog. Sardinien, Spoleto u. Tuscien wurden um 1170 durch Kaiser Friedrich I. von Herzog Welf VI. zurückgekauft. Von seiner ersten Gemahlin Adelheid ließ er sich vom Papst Scheiden. Werbung um Maria, Tochter des Isaak Sebastokrator, um sein Bündnis mit dem byzantinischen Kaiser gegen König Wilhelm I. v. Sizilien zu festigen, entsagte aber schließlich dieser Verbindung. Friedrich I. regte die Kanonisation von Kaiser Karl d. Gr. an, setzte aber auch Erzbischof Heinrich I., der in Opposition zu seiner Kaiserwahl stand, u. dessen Nachfolger Erzbischof Konrad v. Wittelsbach ab, der zu dem ihm feindlich gesinnten Papst Alexander III. hielt. 1160 wurde Friedrich I. gebannt. Am 29. Juli 1167 wurde Rom mit militärischer Gewalt erobert. Papst Alexander III. war geflohen, die Kirchen wurden zerstört, das Volk von Rom niedergemetzelt. Papst Alexander III. brachte 1176 zusammen mit dem Norditalienischen Städtebund Kaiser Friedrich I. bei Lugano eine entscheidende Niederlage bei u. den Frieden von Venedig im Aug. 1177 zustande. Kaiser Friedrich I. erkannte den Papst an u. wurde dafür vom Bann befreit. Es kam zur Versöhnung mit Herzog Heinrich d. Löwen v. Bayern u. Sachsen. 1179 folgte die Ächtung wegen Ungehorsam gegenüber dessen Reichspolitik u. als Folge 1180 die Aberkennung u. der Verlust der Lehen. Heinrich der Löwe unterwarf sich am 30. Nov. 1181 auf dem Reichstag in Erfurt, mußte aber in die Verbannung u. reiste 1182 ab. 1187 weist Friedrich I. die Bezeichnung „Deutschland - ein Lehen des Papstes“ zurück. König v. Burgund seit 30. Juli 1178. In Arles 1178 zum König gekrönt. Am 24. April 1189 Beginn seines Kreuzzuges nach Jerusalem mit seinem Sohn Friedrich. 1. Italienreise von Okt. 1154 bis 1155 mit Krönung zum König d. Lombarden in Pavia u. der Krönung in Rom durch Papst Hadrian IV., unter Teilnahme Heinrich d. Löwen. 2. Italienreise vom 8. Juni 1158 bis 1162. Wegen erheblicher Versorgungsmängel kam es 1159 zur Unterwerfung u. Zerstörung von Mailand. Genommen wurde Brescia u. Crema. Von Papst Alexander III. wurde Kaiser Friedrich I. gebannt. 3. Italienreise im Herbst 1163. Ohne sein Heer wurde der Kaiser mit Beatrix vertrieben. 4. Italienreise (1166-1168) mit Heeresmacht. Rom wurde erobert. Kaiserin Beatrix von Gegenpapst Paschalis III. gekrönt. Seine Berater, der Erzbischof v. Köln u. Kanzler Rainald v. Dassel, Herzog Friedrich IV. v. Schwaben u. Herzog Welf VII. fielen der Seuche zum Opfer. Durch den Ausbruch der Pest wurde der Krieg gegen Süditalien verhindert. Es blieb ein schmachvoller Rückzug. 5. Italienreise begann im Sept. 1174. Alessandria wurde nach halbjährlicher Belagerung am 12. April 1175 aufgegeben. Nach der verlorenen Schlacht vom 29. Mai 1176 bei Legnano u. der Aussöhnung mit Papst Alexander III. am 24. Juli 1177 im Dom S. Marco in Venedig unter Zugeständnissen des Kaisers, mit dem Steigbügelhalten u. einem Fußkuß, erreichte der Kaiser aber auch die Loslösung vom Bann. 6. Italienreise im Aug. 1184 war friedlich ohne Heer u. ein Triumphzug des Kaisers. Kaiser Friedrich I. ließ am 29. Dez. 1165 die in der Pfalzkapelle bestatteten Gebeine Kaiser Karl d. Gr. erheben u. in einen hölzernen Reliquienschrein umbetten. Zugleich wurde Karl d. Gr. vom Papst heiliggesprochen. Seitdem nannte Kaiser Friedrich I. Barbarossa seinen Herrschaftsbereich „Heiliges Römisches Reich.“ Sein Reichskanzler: Erzkanzler für Reichsitalien u. Erzbischof v. Köln, Rainald v. Dassel. 1. Ehe mit Adela v. Vohburg, Tochter des Markgrafen Diepold III. v. Vohburg (nach sieben Jahren verstoßen). 1153 Scheidung. 2. Ehe am 10. Juni 1156 zu Würzburg mit Beatrix, Erbin von Burgund, Tochter des Grafen Rainald III. v. Sankt Egidien in Burgund. Lange u. glückliche Ehe mit Beatrix bis zu ihrem Tod 1184. Das Grab von Beatrix u. das ihrer Tochter Agnes wurde 1900 im Dom zu Speyer gefunden. Kinder: Rainald, † vor 1164. Beatrix, † vor 1179. Wilhelm, † vor 1164. Agnes, † 1184, bestattet im Dom zu Speyer (ihr Grab u. das ihrer Mutter Beatrix im Jahr 1900 im Dom zu Speyer gefunden). Heinrich VI., * 1165, sein Nachfolger (1190-1197), † 1197. Friedrich, * 1167, seit 1168 als Herzog Friedrich V. v. Schwaben, † am 20. Jan. 1191 auf dem Kreuzzug seines Vaters an einer Seuche. Otto II. v. Hohenstaufen, * um 1170 (3. Sohn), Pfalzgraf v. Burgund, † 1200, Ehe mit Margarethe v. Blois. Konrad, Herzog v. Rothenburg/Schwaben, † 1196, Ehe mit der Tochter des Königs v. Kastilien. Sophia, † um 1187, Ehe mit Markgraf Wilhelm II. v. Montferrat. Philipp v. Schwaben, * 1176 (jüngster Sohn), seit 1195 Herzog v. Tuscien. Seit 1197 Deutscher König. Nach dem Tod seines Bruders Friedrich auch Herzog v. Schwaben, † 1208. Ehe zu Pfingsten 1197 in Augsburg mit Irene, genannt Maria (in 1. Ehe mit Roger III. v. Sizilien), Tochter des Kaisers Isaak II. Angelos v. Byzanz. † am 10. Juni 1190, auf der Rückkehr des 3. Kreuzzuges. Ertrunken in Anatolien (Türkei) beim Baden in dem kleinasiatischen Fluß Salopp, dem heutigen Gigs. Seine Gebeine ruhen an unbekannten Orten (Tirols od. Akkon). Seine Fleischteile wurden in der Peterskirche zu Antiochien am 21. Juni 1190 bestattet. |
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Kaiser Heinrich VI. 1190-1197 * im Herbst 1165 † 28. 9. 1197 |
* im Herbst 1165 in Nijmegen. S. u. N. des Kaisers Friedrich I. Barbarossa u. Beatrix, der Erbin von Burgund, Tochter des Grafen Rainald III. v. Sankt Egidien in Burgund. Hohenstaufe. Von Gestalt war er klein, unansehnlich u. schwächlich. In seinem Charakter hochfahrend, reizbar u. grausam. Einer der abscheulichsten u. blutdürstigsten Tyrannen aller Zeiten. Die Wahl zum Nachfolger u. Salbung zum Deutschen König erfolgte zu Himmelfahrt am 27. Juni 1169 in Bamberg. Krönung am 15. Aug. 1169 in Aachen durch Erzbischof Philipp v. Köln. 1184 empfing er zusammen mit seinem Bruder Friedrich die Schwertleite. König v. Italien seit 1186. Mit seinem faktischen Regierungsantritt am 10. Juni 1190 als Deutscher König unternahm er einen Italienzug zur Kaiserkrönung u. Unterwerfung König Tankred v. Sizilien. Zusammen mit Konstanze feierte er am Ostermontag 1191 seine Krönung zum Römischen Kaiser des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ im Petersdom mit Papst Cölestin III. Am 15. April 1191 verließ er Rom u. zog nach Apulien u. belagerte Neapel. Sein Heer wurde durch eine Seuche stark dezimiert. Am 2. Febr. 1194 kam es zur Freilassung des am 21. Dez. 1192 von Herzog Leopold v. Österreich gefangengenommen u. an Kaiser Heinrich VI. übergebenen König Richard Löwenherz v. England, nach dessen Huldigung u. Zahlung eines Lösegeldes von 150.000 Mark. Am 19. April 1194 Beginn seiner zweiten Italienreise u. Einzug in Palermo am 20. Nov. 1194. Krönung am 25. Dez. 1194 im Dom von Palermo zum König v. Sizilien (König des Normannenreiches) ohne seine Gemahlin Konstanze, die schwanger war u. die Reise in kleineren Etappen absolvierte, durch Erzbischof Bartholomäus Offamill. Im Febr. 1195 verließ Kaiser Heinrich VI. Siziliens als Grabräuber mit allen Schätzen der Insel, nahm das Kreuz u. rief Ostern 1195 in Bari zum Kreuzzug auf. Kaiser Isaak II. v. Byzanz wurde zur Wiedergutmachung des Schadens, den sein Vater Friedrich I. Barbarossa beim Durchzug des Kreuzzugsheeres auf byzantinischem Gebiet erlitten hatte, veranlagt u. die Rückgabe des von Sizilien eroberten Landstrichs zwischen Durazzo u. Thessalonike gefordert. Sein Erzkanzler war der Mainzer Erzbischof Konrad v. Wittelsbach. Verlobung in Augsburg im Okt. 1184 mit Konstanze v. Sizilien. Konstanze reiste Anfang 1186 nach Unteritalien u. wurde zu Rieti von Abgesandten Kaiser Friedrich I. empfangen. Papst Urban III., ehemals Erzbischof v. Mailand, weigerte sich, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Während der Hochzeit Krönung mit der Lombardenkrone. Mit seiner Ehe Erhebung zum Caesar (Mitkaiser). Ehe am 27. Jan. 1187 in Mailand mit Konstanze, * 1154 (kurz nach dem Tod des Vaters u. keine Schönheit), † am 28. Nov. 1198, Tochter des Königs Roger II. v. Sizilien u. Erbin des Südreiches (Unteritalien u. Sizilien). Erster u. einziger Sohn: Friedrich II. Roger, * am 26. Dez. 1194 auf dem Hauptplatz in Jesi/Mark Ancona (zum Zeichen u. für alle sichtbar eine Geburt der 40jährigen Konstanze), später Kaiser Friedrich II., † 1250, der erwählte Nachfolger als Deutscher Kaiser. † am 28. Sept. 1197 in Messina, auf seinem Italienfeldzug an Malaria od. der Ruhr. Beisetzung in Messina. Überführung des Sarkophags 1198 in den Dom von Palermo, neben König Roger II. |