Augusti im Westen
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Kaiser Maximianus 286 - 305 * um 250 † 310 |
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Maximian Imperator
Caesar Marcus Aurelius Valerius Maximianus Pius Felix Invectus Augustus Maximianus. * am 21. Juli um 250 in Sirmium. Sohn eines Händlers aus Illyrien. Sein Beiname war Herculius. Offizier. Von Kaiser Diocletian 285 zum Caesar u. am 1. April 286 zum Augustus u. Mitregenten für den Westen mit Sitz in Mailand erhoben. - Doppelherrschaft - Kaiser Maximianus respektierte Kaiser Diokletian stets als eigentlichen Herrscher u. war ihm ergeben. Am 1. März 293 adoptierten u. beförderten beide Kaiser ihre Gardepräfekten Constantius im Westen (für Gallien u. Britannien) u. Galerius (für den Balkan u. die Donauprovinzen) im Osten, als jeweilige Juniorpartner zu Caesaren um die Nachfolge zu regeln. Sie unterschätzten dabei die familiären Bindungen, was sich schon mit der Erhebung seines Sohnes Maxentius 307 u. Constantinus (später Konstantin d. Große) zeigt. Maximian dankte gezwungenermaßen zusammen mit Kaiser Diokletian am 1. Mai 305 ab. Der abgedankte Kaiser Maximian greift aber nochmals zugunsten seines Sohnes 307 in die Nachfolgekämpfe ein, ließ in Gallien Legionen gegen Konstantin während dessen Abwesenheit aufstellen u. wurde 310 in Gallien von seinem Mitregenten Konstantin I. d. Gr. besiegt. Konstantin I. d. Gr. war seit 293 Cäsar und Mitregent. Maximianus wird 310 in Marseille zum Selbstmord getrieben (vermutlich Hinrichtung auf Befehl Kaiser Konstantin I. d. Großen). Ehe mit Eutropia (in 1. Ehe mit Afranius Hannibalianus, Tochter. Theodora). Kinder: Marcus Valerius Maxentius, * um 280, Gegenkaiser, † 312. Fausta, † 326, Selbstmord, Ehe mit Kaiser Konstantinus I. d. Gr. Stieftochter: Theodora, Ehe mit Kaiser Constantius I. Chlorus (305-306). Vollständiger Titel zur Zeit seines Todes: Imperator Caesar Marcus Aurelius Valerius Maximianus Pius Felix Invictus Augustus, Pontifex maximus, Herculius, Germanicus maximus V., Sarmaticus maximus III., Persicus maximus II., Britannicus maximus, Carpicus maximus, Armenicus maximus, Medicus maximus, Adiabenicus maximus, Tribuniciae potestatis XXI., Consul IX., Imperator XX., Pater patriae, Prokonsul. † 310, Selbstmord |
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Kaiser Constantius I. 305 - 306 * 31. 3. 250 † 25. 7. 306 Kaiser Constantius
Hl. Helena
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Constantius Chlorus Imperator Caesar Gaius Flavius Valerius Constantius Augustus Gaius Flavius Valerius Constantius I. Chlorus (der Blasse). * am 31. März um 250 in Illyrien. Sohn des Afranius Hannibalianus u. Eutropia, Gemahlin in 2. Ehe mit Kaiser Maximianus. Heerführer. Statthalter in Dalmatien. Gardepräfekt. Mit der Adoption durch Kaiser Maximianus am 1. März 293 auch Caesar für Gallien u. Britannien mit der Residenz in Trier bis 305. Die Wiedergewinnung von Britannien gelang ihm 297. Durch die Abdankung der Kaiser Diokletian u. Maximian wurde er am 1. Mai 305 zum Kaiser Augustus im Westen des Reiches berufen. Führte 305 einen erfolgreichen Feldzug gegen die Pikten. Nach seinem Tod wurde vom Heer nicht Caesar Severus, sondern sein Sohn Konstantinus zum Augustus ausgerufen, von Kaiser Galerius aufgrund vollendeter Tatsachen aber nur als Caesar anerkannt. Constantius hielt sich bei der Chr.-Verfolgung zurück. Mußte als Kaiser aus politischen Gründen die Ehe mit Helena aufgeben u. Theodora ehelichen. 1. Ehe als junger Offizier mit Flavia Julia Helena, * 255, Tochter eines Schankwirtes aus Bithynien in Kleinasien, aus politischen Gründen geschieden u. verbannt, † in Rom am 18. Aug. 329, bestattet in der römischen Hauptkirche Marias (sie hatte der Tradition zufolge 327 die Kreuzreliquien gefunden u. aus dem Heiligen Land nach Rom gebracht, 330 hl. gesprochen). Von ihrem Sohn zur Kaiserin erhoben. Sohn: Gaius Flavius Valerius Constantinus (Kaiser Konstantin I. d. Gr. 307-337), * am 27. Febr. 272, † am 22. Mai 337. 2. Ehe 289 mit Flavia Maxima Theodora, die adoptierte Stieftochter des Westkaisers Maximian. Kinder: Eutropia, Ehe mit Konsul Popilius Nepotianus, 337 ermordet. Sohn: Usurpator Nepotianus. Anastasia, Ehe mit Konsul Flavius Opatus, 337 ermordet. Constantia, Ehe 313 in Mailand mit Kaiser Licinius. Flavius Julius Constantius, 1. Ehe mit Galla. (3 Söhne u. 1 Tochter): Sohn: Gallus, † 354, enthauptet 2. Ehe mit der Griechin Basilina, † 332. Sohn: Iulianus Apostata, * am 6. 11. 332,
Kaiser (.361-363), † am 26. 6. 363. Flavius Delmatius, seit 335 Oberbefehlshaber in Griechenland u. der unteren Donau. Söhne: Dalmatius,
seit 335 Cäsar, † 337, ermordet Hannibalianus, seit 335 König v. Pontus, † 337, ermordet, Ehe mit Constantia, Tochter Kaiser Konstantin d. Großen. † am 25. Juli 306, auf dem Feldzug gegen die Pikten u. Skoten in Eboracum am Ärmelkanal, dem heutigen York. |
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Kaiser Severus II. 306 - 307 † 16. 9. 307 |
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Severus II. Imperator Severus Pius Felix Augustus * in Illyrien. Von Kaiser Constantius I. u. Kaiser Galerius am 1. Mai 305 zum Caesar für den Westen des Reiches ernannt (Maximinus Daia u. Severus wurden 305 die neuen Juniorpartner). Durch die Nachfolgeregelung Kaiser seit 25. Juli 306. Vom Heer wurde aber Konstantin d. Gr. ausgerufen, der von Kaiser Galerius aber nur als Caesar anerkannt wurde. In Rom wurde von Volk u. der Prätorianergarde Maxentius zur Nachfolge bestimmt. Daraufhin zog er mit einem Heer vor Rom, verlor seine Truppen, mußte nach Ravenna fliehen u. geriet in Gefangenschaft. April 307 wurde er zur Abdankung gezwungen u. schließlich ermordet. Ehe mit (unbekannt). Sohn: Severus. † am 16. Sept. 307, in Tres Tabernae bei Rom, gefallen bei Machtkämpfen (Mord oder Selbstmord). |
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Kaiser Maximianus 307 - 308 * um 250 † 310 |
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Maximian (2. Reg.). Imperator
Caesar Marcus Aurelius Valerius Maximianus Pius Felix Invectus Augustus Maximianus. * am 21. Juli um 250 in Sirmium. Sohn eines Händlers aus Illyrien. Sein Beiname war Herculius. Offizier. Regierte zuvor (286-305) zusammen mit Kaiser Diocletian. Kaiser seit Febr. 307. Auf einem Treffen im April 308 in Carnuntum zwischen dem betagten Diokletian u. Kaiser Galerius wurde Licinus als Augustus im Westen eingesetzt u. Konstantin als Caesar bestätigt. Maximian wurde gezwungen, den wiederangenommenen Kaiser-Titel abermals abzulegen. Er dankte im April 308 ab, versuchte aber 310 erneut den Thron zu gewinnen, indem er den Tod seines Schwiegersohnes Konstantin d. Gr. während dessen Abwesenheit verkünden ließ. Schließlich wurde er in Marseille gefangen gesetzt u. beging Selbstmord. † 310, beging Selbstmord |
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Gegenkaiser Maxentius 306 - 312 * um 283 † 28. 10. 312 Maxentius
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Maxentius Marcus Aurelius Valerius Maxentius Marcus Aurelius Valerius Maxentius Pius Felix Invictus Augustus * um 283 (vermutlich in Syrien). Sohn von Kaiser Maximian u. Eutropia. Gegenkaiser. Der in der Thronfolge von Galerius übergangene Maxentius wurde von Volk u. Prätorianergarde am 28. Okt. 306 in Rom zum Kaiser ausgerufen, aber durch Kaiser Galerius abgelehnt. Im April 307 erklärte sich Maxentius selbst zum Augustus über Italien, Sizilien, Korsika, Sardinien u. die nordafrikanischen Provinzen. Mit der Unterstützung seines ins Amt zurückkehrenden Vaters, den Siegen über Kaiser Severus u. später gegen Kaiser Galerius, sowie der Ehe seiner Schwester Fausta mit Konstantin I. d. Gr. hatte er seine Macht in Italien gefestigt. 309 muß er sich des Rebellen Domitius Alexander in Afrika erwehren. Unterlag aber schließlich Kaiser Konstantin I. d. Gr. 312 in der Schlacht an der Milvischen Brücke bei Rom u. ertrank auf der Flucht im Tiber. Rebell, Domitius Alexander (308-310), Statthalter in Afrika. Gegenkaiser. Geriet 310 in Gefangenschaft u. wurde ermordet. Ehe mit Valeria Maximilla, Tochter von Kaiser Galerius u. Galeria Valeria (sie wurde vermutlich mit dem Tod ihres Gatten 312 beseitigt). Zwei Söhne: Valerius Romulus, † 309, 9jährig (unbekannt) † am 28. Okt. 312, bei der Milvischen Brücke ertrunken |
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Kaiser Konstantin I. 307 - 337 * 27. 2. 274 ? † 22. 5. 337 Kaiser Konstantin
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Konstantin I. d. Große Gaius Flavius Valerius Constantinus. * am 27. Febr. 274 ? als Constantinus in Naissus, in der römischen Provinz Dakien (heutiges Nis). Sohn des Kaisers Constantius Chlorus u. der hl. Helena, Tochter eines Schankwirtes aus Bithynien. Trotz Scheidung seiner Eltern aus politischen Gründen wurde er am Hof des Kaisers erzogen. Constantinus diente unter Kaiser Diocletian u. Kaiser Galerius als hochrangiger Offizier im Heer. Nach Ernennung der neuen Cäsaren floh er vom Hof des Galerius zu seinem Vater nach Boulogne um sein Leben zu retten, denn er wurde für eine Nachfolge nicht berücksichtigt. Nach dem Tod seines Vaters wurde aber nicht Caesar Severus, sondern Constantinus von den Truppen zum Augustus ausgerufen. Von Kaiser Galerius wurde Constantinus 306 nur aufgrund der vollendeten Tatsachen lediglich als Caesar bestätigt. Er nahm seine Hauptstadt in Trier u. beherrschte seit 306 die Provinzen von Britannien, Spanien, Gallien u. Germanien. Nach der Abdankung von Kaiser Severus II. im April 307 übernahm er die Herrschaft im Westen, entmachtete 310 Maximianus u. holte seine Mutter Helena 306 aus der Verbannung nach Trier zurück u. erhob sie zur Augusta. 312 rückte er mit einem kleinen Heer über die Alpen vor, eroberte Italien, schlug Maxentius bei Turin u. Verona. Nach seinem Sieg über Kaiser Maxentius am 28. Okt. 312 bei Saxa Rubra, nördlich des Ponte Milvio, an der Milvischen Brücke des Tiber bei Rom unter christlichen Feldzeichen u. dem Tod Kaiser Maximinus Daia, war er Alleinherrscher im Westen (Errichtung des Konstantinsbogens). 312 vom Senat zum Augustus erhoben. Er nahm Italien u. Nordafrika in seinen Machtbereich auf, zeigte sich aber bereit die Macht mit Licinius zu teilen, der die östlichen Provinzen behielt. 316 folgte auch der Bruch mit Licinius u. die Eingliederung des Balkan (ohne Thrakien) in seinen Machtbereich. Am 3. Juli 324 besiegte er den nach der Alleinherrschaft strebenden Mitkaiser Licinius bei Adrianopel (heutiges Edirne) u. am 18. Sept. 324 bei Chrysopolis (ehemals Skutari) entscheidend. Damit war er Alleinherrscher des Imperium Romanum. 326 folgte die Verlegung seiner Hauptstadt Trier nach dem Neurom (Byzanz), die am 11. Mai 330 als Konstantinopel geweiht wurde u. mit „Byzantinischer Reichsgründung“ gleichzusetzen ist. Er setzte im Altrom (Rom) vermutlich den Papst zu seinem Erben ein. Zwischen 317 u. 333 erhob er seine Söhne Konstantin II., Constans u. Constantius II. u. zu Caesaren, Mitregenten u. künftigen Teilherrschern u. vollzog damit die erneute Neugliederung des Reiches in vier Präfekturen. 328 siegte er gegen die Alemannen u. war 332 siegreich gegen die Goten. Mit dem Toleranzedikt von Mailand 313 wurde das Christentum als gleichberechtigte Religion anerkannt. Schon 314 schritt der Kaiser gegen eine drohende Kirchenspaltung in Nordafrika durch die Donatisten ein, indem er ein Konzil nach Arles für die Bischöfe des Westens einberief. Der Sonntag wurde 321 zum staatlichen Feiertag erklärt. Der ungetaufte Kaiser berief u. leitete 325 das 1. ökonomische Konzil von Nicäa, wo der Arianismus als Ketzerei verdammt u. das Glaubensbekenntnis der orthodoxen Lehre festgeschrieben wurde. Die Rückgabe von Kircheneigentum wurde eingeleitet, jegliche Gladiatorenspiele untersagt u. die rituelle Prostitution verboten. Kaiser Konstantin war ein Förderer des Christentums u. Erbauer vieler Kirchen. Die Wirkungsstätten Christi wurden mit herrlichen Kirchen versehen. Erbaut wurden die Gotteshäuser „Santa Croce in Gerusalemme“ u. „S. Giovanni in Laterano“ in Rom. Zu Ehren des hl. Petrus erbaute er 325 eine Basilika an den Hängen des Vatikanischen Hügels. Dem Bischof v. Rom schenkte er den Kaiserpalast auf dem Palatin als offizielle Residenz. Kurz vor seinem Tod empfing er in der kaiserlichen Villa von Ankyrona durch Bischof Eusebius von Nicomedia in Caesarea die Taufe. Als Neuerung im Militärwesen wurde die Armee in Grenztruppen u. eine Hauptarmee unterteilt. Die Prätorianergarde wurde aufgelöst. Abgeschafft wurde die Exekution der Kreuzigung. Seit 326 wurde Ehebruch als Straftat der Frau mit der Todesstrafe bedroht. Sklavenfamilien durften bei Erbteilung nicht mehr getrennt werden. Constantin war ein geschickter Heerführer, Propagandist, entschlossener Demagoge u. Gründer der neuen Hauptstadt Konstantinopel. Das Christentum war zur Staatsreligion erklärt worden. Die Anerkennung als Konstantin „der Große“ erwarb er sich wie kein anderer Herrscher durch seine epochale Entscheidung der Einsetzung des Christentums als offizielle Religion des Römischen Reiches u. der Verlegung des Zentrums seines Imperiums von Rom nach Byzanz, erbaut als Konstantinopel „Stadt Konstantins“. - 1. christlicher Kaiser - Seinem Tod folgte
der Machtkampf unter seinen Söhnen. Alle drei nahmen am 9. Sept. 337 den
Augustustitel an. Usurpatoren: Periode (330-346). Dalmatius
(335-337). Neffe von Kaiser Konstantin I. d. Großen. Ihm waren Reichsteile
bestimmt. Nach dem Tod von Kaiser Konstantin I. wurde er sofort erschlagen. Hannibalianus (335-337). Neffe von Kaiser Konstantin I. d. Großen. Ihm waren Reichsteile bestimmt. Nach dem Tod des Kaiser Konstantin I. wurde er sofort erschlagen. 1. Ehe mit Zoe Minervina, ehemals Nonne, 307 verstoßen. Sohn: Gaius Flavius Julius Crispus, * um 300, seit 1. März 317 Caesar u. 324 Herrscher im Westen, † am 1. März 326, hingerichtet (angeblich Ehebruch mit seiner Stiefmutter Fausta). Ehe mit Helena. 2. Ehe 307 ? mit Flavia Maxima Fausta, 325 zur Augusta erhoben, † 326, von ihrem Gatten ermordet, Tochter von Kaiser Maximian u. Eutropia. Fünf Kinder: Flavius Claudius Constantinus (Konstantin II.), * 317 ? Caesar seit 1. März 317, Mitregent u. Nachfolger im Westen seit 336, † 340. Flavius Julius Constantius (Constantius II.), * 317. Caesar, Nachfolger im Osten seit 336, Mitregent, † 361. Flavius Julius Constans (Constans I.), * um 320. Caesar, Mitregent u. Nachfolger in Italien u. an der oberen Donau seit 336, † 350. Constantia, Ehe mit Hannibalianus, in 2. Ehe mit dem Usurpator Constantius Gallus, Sohn der Galla u. des Constantius, Sohn des Kaiser Constantius I. Chlorus u. Theodora. Helena, Ehe mit Kaiser Iulianus Apostata, Sohn der Basilina u. des Constantius, Sohn des Kaiser Constantius I. Chlorus u. Theodora. Seine Mutter: Flavia Julia Helena, * um 248 zu Drepanum in Bythinien in England als Mädchen aus dem Volk. Scheidung ihrer Ehe aus politischen Gründen u. Verbannung. Vom Sohn nach seiner Thronbesteigung zurückgeholt u. zur Kaiserin erhoben. Sie hatte der Tradition zufolge 326 die Kreuzreliquien gefunden u. aus dem Heiligen Land nach Rom gebracht. † am 18. Aug. 329 in Rom. Bestattet in Rom „Santa Croce in Gerusalemme“ Mariens Hauptkirche, 330 hl. gesprochen. Vollständiger Titel zur Zeit seines Todes: Imperator Caesar Flavius Constantinus Maximus Pius Felix Victor Augustus, Pontifex maximus, Germanicus maximus IV., Sarmaticus maximus II., Gothicus maximus II., Dacicus maximus, Tribuniciae potestatis XXXIII., Imperator XXXII., Consul VIII., Pater patriae, Prokonsul. † am 22. Mai 337, am Pfingstsonntag als Neugetaufter, auf dem Weg zu einem Feldzug gegen die Perser in Ankyrona bei Nikomedia, bestattet in der Apostelkirche von Konstantinopel. Die „Konstantinische Schenkung“ an den Papst (eine im 8. Jahrhundert formulierte Fälschung) erzählt von dem „Ereignis“ der „Sylvester - Legende.“ Nach der Erzählung soll der erkrankte Kaiser von Papst Sylvester I. (314-335) getauft worden sein u. auf diese Weise Heilung vom Aussatz erlangt haben. Als Dank habe der Kaiser dem Papst die kaiserlichen Insignien u. den Westen des Reiches übergeben. |
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Mitkaiser Licinius 308 - 324 * um 265 † 325 Kaiser Licinius
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Licinius Imperator Caesar Gaius Valerius Licianus Licinius Pius
Felix Invictus Augustus Valerius Licinianus, genannt Licinius. * um 265 in der Provinz Dacia Nova, aus Dakien von bäuerlicher Herkunft. Offizier, Zechkumpan von Kaiser Gallerius. Von Kaiser Galerius 308 in der Nachfolge von Kaiser Severus II. zum Mitregenten u. Caesar erhoben. Kaiser seit 11. Nov. 308 im Westen. Kaiser im Osten seit 313. Hatte nach dem Tod Kaiser Galerius den Teilherrscher Maximinus Daia, der nach dem Tod Galerius die asiatischen Provinzen besetzt hatte, am 30. April 313 in einer Schlacht entscheidend bezwungen u. seinen Sieg mit einem Blutbad unter der Verwandtschaft seiner ehemaligen Gegner gefeiert. Er verbündete sich zeitweise mit Kaiser Konstantin I. d. Großen u. stimmte dem Toleranzedikt von Mailand für die Christen zu. Nach dem Bruch 314 verlor er das Balkangebiet an Konstantin, nahm ab 320 die Chr.-Verfolgung auf u. erstrebte die Alleinherrschaft mit der Wiederzulassung des Heidentums an. Der Krieg mit seinem Schwager Kaiser Konstantin d. Gr. war damit unvermeidlich. Licinius unterlag am 3. Juli 324 bei Hadrianopolis u. am 18. Sept. 324 bei Chrysopolis ganz entscheidend. Abdankung am 19. Dez. 324, später wurde er wegen Konspiration mit den Goten hingerichtet. Auch seine „Hilfskaiser“ Valens, Befehlshaber der Donaulegionen 316 u. Martius Martianus, Kommandant der Leibwache 324 hingerichtet. Ehe 313 in Mailand mit Constantia, Tochter von Kaiser Constantius I. Chlorus u. Theodora. Sohn: Valerius Licinianus d. Jüngere, * 315, seit 1. März 317 Caesar, † 325, von Kaiser Konstantin ermordet. † 325 (in seinem Exil in Thessaloniki hingerichtet) |