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Kaiser Konstantin II. 337 - 340 * Febr. 316 † April 340 |
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Konstantin
II. Flavius Claudius
Constantinus * im Febr. 316 in Arles. Ältester S. u. N. von Kaiser Konstantin I. d. Großen u. Fausta, Tochter von Kaiser Maximianus. Bereits am 1. März 317 zum Caesar ernannt. Mitregent u. Nachfolger seit 336 über die gallischen Provinzen im Westen. Kaiser im Westen seit 9. Sept. 337 über Britannien, Gallien u. Spanien. Andere Thronkandidaten fanden den Tod, vor allem die Neffen Konstantin d. Gr., Dalmatius u. Hannibalianus. Beim Versuch seinen jüngeren Bruder Constans unter seine Vormundschaft zu bringen bzw. zu unterwerfen, marschierte er 340 in Italien ein, geriet in einen Hinterhalt u. wurde bei Aquileia besiegt u. erschlagen. † im März/April 340, gefallen im Kampf gegen seinen jüngeren Bruder Constans bei Aquileia. Sein Leichnam wurde im Fluß Alsa versenkt. |
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Kaiser Constans I. 340 - 350 * 320 † 18. 1. 350 |
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Constans Flavius
Julius Constans * 320. Jüngster S. u. N. von Kaiser Konstantin I. d. Großen u. Fausta. Bruder Kaiser Konstantin II. Von seinem Vater 333 zum Caesar ernannt. Er erhielt als Mitregent u. Nachfolger die Verwaltung in Italien u. 336 die Gebiete an der oberen Donau, Afrika u. Illyrien (das thrakische Mittelreich). Kaiser seit 9. Sept. 337 in Italien, Thrakien, Makedonien u. dem Donauraum. Sein älterer Bruder Kaiser Konstantin II., der die Vormundschaft über ihn beanspruchte, fiel 340 in einer Auseinandersetzung mit ihm. Damit übernahm er die Alleinherrscher im Westen. Mit der Verschwörung unter Magnentius wurde er am 18. Jan. 350 gestürzt. † am 18. Jan. 350, auf der Flucht vor seinen meuternden Truppen nahe der Pyrenäen vom Befehlshaber seiner Leibwache getötet. |
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Kaiser Constantius II. 350 - 361 * 7. 8. 317 † 3. 11. 361 Constantius II.
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Constantius Flavius
Julius Constantius * am 7. Aug. 317 in Sirmium. S. u. N. des Kaisers Konstantin I. d. Großen u. Fausta. Bruder von Kaiser Konstantin II. u. Kaiser Constans. Am 8. Nov. 324 zum Caesar erhoben. Er erhielt 336 als Mitregent u. Nachfolger im Osten die Verwaltung der orientalischen Provinzen. Als erster vor Ort leitete er die Begräbnisfeierlichkeiten seines Vaters. Auch danach übernahm er die Führung u. ließ die Halbbrüder des Vaters Julius Konstantius u. Delmatius mit seinen beiden Söhnen den Cäsaren Delmatius u. Hannibalianus, sowie die Gatten seiner Halbschwestern Anastasia u. Eutropia, beide Senatoren u. ehemalige Konsuln, hinrichten. Als männliche Nachkommen des Kaiserhauses überlebten nur aufgrund ihres zarten Alters Gallus u. Iulianus Apostata, Söhne des Julius Konstantius, sowie Nepotianus, Sohn der Eutropia. Alle drei traten später als Usurpatoren auf. Constantius als Kaiser des Ostens seit 9. Sept. 337 in Kleinasien u. Ägypten weigerte sich nach dem Tod seiner Brüder Magnentius im Westen anzuerkennen u. erfocht 351 bei Mursa u. 353 bei Aquileia siegreiche Schlachten. Seit 18. Jan. 350 Alleinherrscher im Römischen Reich. 351 erhob er seinen Vetter Gallus zum Cäsar u. ließ ihn 354 enthaupten. 355 ernannte er seinen Neffen Flavius Claudius Julianus (Julian Apostata) zum Caesar im Westen. Julianus setzte er zu seiner Unterstützung in Gallien ein. Unter seiner Regierung begann 354 die Feier zum Weihnachtsfest u. die Gleichstellung von Konstantinopel mit Rom. - 1. „byzantinischer“ Kaiser - Usurpatoren: Magnentius (350-353). Flavius Magnus Magnentius. Gegenkaiser des Westens. Heidnischer Offizier britischer Herkunft. Rebellengeneral. Seinen Bruder Decentius veranlaßte Kaiser Constans zur Selbsttötung. 351 wurde er bei Mursa in Pannonien besiegt, † 353 (Selbstmord). Nepotianus (350). Fl. Jul. Pop. Nepotianus Constantin. Sohn der Eutropia, Tochter des Kaisers Constantius I. Chlorus u. Theodora. Neffe von Kaiser Konstantin I. Vetranio (350) Decentius (351-353). Magnus Decentius. Bruder des Magnentius, Mörder des Kaiser Constans, † durch Selbstmord Maximianus
III. (355). Silvanus (355). Ehe mit Eusebia. Tochter: Constantia, Ehe mit Kaiser Gratian, Sohn von Kaiser Valentinian I. † am 3. Nov. 361, Tarsos in Kilikien |
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Kaiser Iulian 361 - 363 * 6. 11. 332 † 26. 6. 363
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Iulian Apostata Flavius Claudius
Iulianus (Apostat Û der Abtrünnige) * am 6. Nov. 332 in Konstantinopel als 3. Sohn der Griechin Basilina, † 332 u. des Flavius Julius Constantius, Sohn von Kaiser Constantius I. Chlorus u. Theodora. Ein Halbneffe von Kaiser Konstantin I. d. Großen. Griechischer Philosoph u. Mystiker. Seit 355 durch Kaiser Constantius II. zum Caesar erhoben, wirkte in Gallien mit guten Erfolgen als Feldherr u. in der Verwaltung. Julian ließ sich 360 von seinen Truppen zum Augustus ausrufen. Mit dem Tod Constantius II. kam es nicht zur Auseinandersetzung zwischen ihnen. Seit 3. Nov. 361 Kaiser im Osten. Der von Constantius II. begonnene Perserfeldzug wurde 363 wieder aufgenommen. Trotz eines Sieges vor den Mauern von Ktesiphon mußte der Rückzug wegen Mangel an Versorgung angetreten werden. Dort traf den Kaiser noch ein feindlicher Speer. Die Alleinherrschaft nach dem Tod Kaiser Constantius II. erreichte er nur für 20 Monate. Trotz seiner christlichen Erziehung war er als religiöser Fanatiker ein Verfechter des Heidentums u. setzte entschieden die alte Religion der heidnischen Götter wieder ein. Ehe mit Helena, † vor dem Gatten, Tochter von Kaiser Konstantin I. d. Gr. u. Fausta, Tochter von Kaiser Maximianus. † am 26. Juni 363, gefallen vor Ktesiphon in Mesopotamien, im Kampf gegen die Perser von einem Wurfspeer durchbohrt. |
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Kaiser Jovian 363 - 364 * 331 † 17. 2. 364 |
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Jovian Flavius
Jovianus * 331 in Singidunum (Belgrad). Befehlshaber der kaiserlichen Garde. Nach dem Tod Kaiser Iulian Apostata wurde er in Feindesland vom Heer zum Kaiser erhoben. Kaiser im Osten seit dem 27. Juni 363. Leitete unter ständiger Bedrohung den begonnenen Rückzug des Persienfeldzuges u. willigte in Friedensbedingungen mit dem Verzicht auf Mesopotamien u. Armenien (demütigend) ein. Er nahm sich wieder der Christen an, gab der Kirche Privilegien u. setzte Athanasius wieder in sein Amt als Bischof v. Alexandrien ein. Sein Sohn: Varronian, am 1. Jan. 364 als Säugling zum Konsul erhoben. † am 16. Febr. 364 in Dadastana, noch auf dem Rückmarsch zwischen Ankyra (heutiges Ankara) u. Nikäa, auf der Reise nach Konstantinopel (vermutlich nicht ermordet). - Endgültige Teilung des Reiches - |
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Kaiser Valentinian I. 364 - 375 * 321 † 17. 11. 375 |
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Valentinianus I. Flavius
Valentinianus * 321 in Pannonien. Sohn des Offiziers Gratianus d. Älteren u. ein Bruder des späteren Kaiser Valens. Analphabet. Ungehobelt, jähzornig u. Grausam. Aktiver Soldat in Afrika u. Britannien. 10 Tage nach dem Tod von Kaiser Jovian von Volk u. Heer zum Kaiser proklamiert. Seit 26. Febr. 364 Kaiser des Römischen Reiches. Kaiser im Westen seit 28. März 364 mit Illyrien u. den Westprovinzen u. der Hauptstadt Mailand. - 5. Reichsteilung - Im März 364 wurde Valens, * 329 u. Arianer, von seinem Bruder Valentinianus I. zum Augustus erhoben u. als Mitregent im Osten des Reiches mit dem Balkan eingesetzt. Im Frühjahr 365 gab Procopius, ein Vetter Kaiser Julians das Signal zum Aufstand. Valens floh in Panik nach Ankyra. Procopius verlor aber seine Anhänger, wurde im Mai 365 im thrakischen Philippopel (heutiges Plovdiv) gefangengenommen u. enthauptet. Valens rächte sich unter den Abweichlern grausam. 378 mußte er im Kampf gegen die Ostgoten eine vernichtende Niederlage hinnehmen u. fiel mit seinem ganzen Stab in der Schlacht am 9. Aug. 378. 1. Ehe mit Val. Marina Severa. Sohn: Gratian, * 359, sein Nachfolger, 367 zum Mitregenten berufen u. als Augustus anerkannt. 2. Ehe mit der sizilianischen Flavia Justina. Kinder: Valentinian II., * 371, seit 367 Mitregent, Mitkaiser unter seinem Stiefbruder. Galla, * um 373, Ehe mit Kaiser Theodosius I., Sohn des Feldherrn Theodosios. Tochter: Galla Placida, Ehe mit König Athaulf der Westgoten, † 415 u. in 2. Ehe mit Mitkaiser Flavius Constantius III., Kinder: Justa Grata Honoria Valentinian III. † am 17. Nov. 375, nach einem Schlaganfall |
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Kaiser Gratian 375 - 383 * 18. 4. 359 † 25. 8. 383 |
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Gratian Flavius
Gratianus * am 18. April 359 in Sirmium. S. u. N. von Kaiser Valentinian I. u. Marina Severa. Neffe von Kaiser Valens. Am 24. Aug. 367 von seinem Vater zum Augustus u. Mitregenten erhoben. Nach dem Tod seines Vaters Kaiser des Westens in Trier u. Vormund des Stiefbruders Valentianus Nach der vernichtenden Niederlage seines Onkels Valens im Kampf gegen die Goten 383 bei Hadrianopolis, erhob er am 19. Jan. 379 zur Verteidigung des Ostreiches seinen Offizier Theodosius I. zum Feldherrn u. nach erfolgreicher Bewährung zum Augustus. Trotz seiner Jugend war Kaiser Gratianus ein glänzender Feldherr. Mit der Erhebung seines Feldherrn u. Usurpators Magnus Clemens Maximus 383 in Britannien, der bei Paris dem Kaiser entgegentrat, verließ ihn sein Heer, wohl durch die Bevorzugung der nichtrömischen Soldaten u. geriet dadurch auf der Flucht in Gefangenschaft u. wurde auf einem Bankett in Lyon mit seinem Gefolge ermordet. Er legte als erster Kaiser 379 Amt u. Titel eines Pontifex Maximus nieder. Damit endete die Verantwortlichkeit des Kaisers für den Götterglauben. Der Kaiser aber war eifriger Christ, beherrscht vom Mailänder Bischof Ambrosius. Seit 381 christliche Staatskirche. Ehe mit Constantia, Tochter von Kaiser Constantius II. † am 25. Aug. 383, in Lyon vom Gegenkaiser Magnus Maximus ermordet - Beginn der Völkerwanderung - |
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Kaiser Valentinian II. 383 - 392 * 2. 7. 371 † 15. 5. 392 Valentinianus
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Valentinianus II. Flavius
Valentinianus II. * am 2. Juli 371 in Trier. S. u. N. des Kaisers Valentianus I. u. Flavia Justina. Valentinianus wurde von seinem Stiefbruders Kaiser Gratianus 375 zum Mitregenten erhoben u. regierte mit seiner Mutter unter Vormundschaft Gratianus in Mailand über Italien, Illyrien u. Afrika. Er mußte 387 vor Maximus nach Thessaloniki flüchten u. wurde von Kaiser Theodosius I. wieder eingesetzt. Mitkaiser im Westen seit 22. Dez. 375. Alleinherrscher im Westen seit 28. Aug. 383. Unverheiratet u. kinderlos. Usurpatoren: Arbogast (391-392). Bei Abwesenheit des Kaisers herrschte er in Gallien u. war nicht bereit die Macht wieder abzugeben. Als Nichtrömer u. Heide konnte er das Diadem nicht tragen. Er erdrosselte Kaiser Valentinianus II., rief Eugenius als Augustus aus u. stürzte sich nach verlorener Schlacht gegen Theodosius I. ins eigene Schwert. † am 15. Mai 392, ermordet (vom fränkischen Feldherrn Arbogast erdrosselt, dieser stürzte sich nach einer verlorener Schlacht gegen Kaiser Theodosius I. ins eigene Schwert). Mit ihm ist die valentinianische Dynastie erloschen |
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Gegenkaiser Merobaudes
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Merobaudes folgte in der legitimen Folge der Westregierung für kurze Zeit. Danach wurde Flavius Eugenius von dem Franken Arbogast zum Kaiser des West-Reiches erhoben. |
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Gegenkaiser Eugenius 392-394 * um 330 † 6. 9. 394 |
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Eugenius Flavius Eugenius * um 330. Prof. für Rethorik in Rom u. Hofbeamter. Usurpator. Eugenius wurde am 22. Aug. 392 durch Arbogast, fränkische Feldherr u. Mörder von Kaiser Valentinianus II., in Gallien zum Kaiser des Westreiches erhoben, von Kaiser Theodosius I. aber nicht anerkannt. In der Schlacht bei Wippach (Vipacco) am linken Nebenfluß des Isonzo am 5. Sept. 394 kam es zur Entscheidung, er wurde besiegt u. zusammen mit seinem Kaisermacher Arbogastes ermordet. Ließ in Rom die Wiederbelebung des Heidentums zu. † am 6. Sept. 394, enthauptet |
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Kaiser Honorius 395 - 423 * 9. 9. 384 † 26. 8. 423 Kaiser Honorius od. Valentinian III.
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Honorius Flavius Honorius * am 9. Sept. 384 in Konstantinopel. Jüngerer S. u. N. von Kaiser Theodosius I. u. Aelia Flaccilla, † 386. Honorius regierte als Augustus u. Mitkaiser seines Vaters im Westen seit 23. Jan. 393. Nach dessen Tod alleiniger Kaiser seit 17. Jan. 395 im Westen (sein Bruder Arcadius regierte im Osten des Reiches). In Norditalien brachen 401 die Westgoten unter König Alarich ein u. wurden von seinem Heermeister Stilicho Ostern 402 vor Polenzia (dem heutiges Dorf Polenzo) zurückgeschlagen. Die Völkerwanderung überschattete seine Amtszeit. 402 hatte er Ravenna zur Hauptstadt erkoren (bis 476). Mit der Beseitigung des Vandalen Stilichos 408 entlud sich der ganze Haß gegen alles barbarische. In allen Teilen des Reiches wurden die Garnisonen blutig gesäubert. Alle die sich retten konnte, flüchteten zu Alarich u. verstärkten sein Heer um 30.000 Mann. Alarich konnte 408 mit einer Entschädigung in utopischer Höhe abgefunden werden. 410 wurde Rom aber nach dreimaliger Belagerung von Alarich bereits geplündert. Die Rache war fürchterlich. Es war ein Meilenstein auf dem Weg in den Untergang. Es traten viele Gegenkaiser auf, die gestürzt wurden. Kaiser Honorius brandmarkte 405 in einem Dekret die Donatisten als Häretiker. Regent: Heeresmeister Flavius Stilicho, * um 360, Sohn eines Vandalen, regierte für den unmündigen Honorius bis 408. Unter Kaiser Theodosius I. war er Feldherr u. Minister, Generalissimus u. Hausmeier. Er erkämpfte mehrere Siege über den König der Westgoten Alarich, ließ ihn aber auch mehrmals unbedrängt ziehen. Er hegte für sich u. seinen Sohn Eucherios Großmachtansprüche u. paktierte Zeitweise mit König Alarich. Wurde dafür wegen erwiesenem Verrat festgenommen, angeklagt, schuldig gesprochen u. am 23. Aug. 408 hingerichtet. Ehe mit der Nichte u. Adoptivtochter von Kaiser Theodosius I., Serena, † 409, auf Geheiß des römischen Senats wurde sie stranguliert. Kinder: Eucherios, 408 Flucht nach Rom u. ermordet. Maria, Ehe 398 mit Kaiser Honorius, †. Thermantia, Ehe 408 mit Kaiser Honorius, nach dem Sturz des Vaters 408 verstoßen. Der Kaiser erhob 421 Constantius III., den Gatten seiner Halbschwester Galla Placidia, zum Mitregenten. Er war Förderer der christlichen Kirche. Gladiatorenspiele wurden 404 abgeschafft. Die Plünderung Roms durch Alarich am 24. Aug. 410 konnte nicht verhindert werden. Der Zerfall des Reiches war unaufhaltsam geworden. Usurpatoren: Gildo (397-398), afrikanischer Befehlshaber. Constantinus (407-411) in Britannien u. Gallien. Flavius Konstantin aus Naissos. Heeresmeister u. Mitregent unter Kaiser Honorius. Römer. Er läßt sich 407 zum Augustus ausrufen u. verläßt Großbritannien. Mußte dann vor Jovinus weichen. 411 wurde er unter dem befehl des Constantius, Gemahl der Galla Placidia, * 389, Tochter von Kaiser Theodosius, besiegt. Die Kapitulation schenkte ihm aber das Leben u. brachte ihn nach Ravenna. Auf Befehl des Kaisers wurde er mit seinem Sohn Julian im Sommer 411 † hingerichtet.. Attalus (409-410). Priscus Attalus, ionischer Grieche, als Germanenhäuptling in Italien. Vom Römischen Senat auf Druck von König Alarich zum Gegenkaiser gewählt u. von Alarich 410 wegen Unfähigkeit auch entsetzt. Flavius Aètius, 409 in Rom. Maximus (409-411) in Spanien. Jovinus (411-413), Teilkaiser in Gallien. Sebastian (412-413) Attalus (414-415), zum 2. Mal. Maximus (418-421), 2. Mal. Johannes (423-425). Jurist, Kaiser seit Dez. 423. Gegenkaiser. Letzte Erhebung durch den Senat von Rom (vermutlich um einen Abfall an die Herrschaft in Ost-Rom zu verhindern). 425 wurde er von Valentinianus III. bei Aquileia verhaftet u. † im Mai 425 (enthauptet). 1. Ehe 398 mit Maria, † um 404, Tochter von Konsul Stilicho u. Serena, Schwester der Thermantia. 2. Ehe 408 mit Thermantia, Tochter von Konsul Stilicho u. Serena, Schwester der Maria, nach dem Sturz des Vaters 408 verstoßen. Beide Ehen blieben kinderlos. † am 26. Aug. 423 in Ravenna an
Wassersucht. Beisetzung mit seinen
beiden Frauen im Mausoleum auf der Südseite der alten Peterskirche in Rom. |