Die Stadt bestand schon als kleine griechische Siedlung seit 600 v. Chr.
Neu erbaut wurde sie durch Kaiser Konstantin d. Großen mit der Verlegung seiner Hauptstadt von Trier an den Bosporus. Die Entscheidung dafür wurde vermutlich 324 getroffen. Rom war längst nicht mehr der Mittelpunkt der Welt. Rom war intellektuell, wirtschaftlich u. politisch im Niedergang.
Die Einweihung der Stadt wurde astrologisch auf den 4. Nov. 328 festgelegt. Namengebungsfeierlichkeiten fanden offiziellen am 11. Mai 330 statt u. dauerten 40 Tage. Das Volk opferte zum Abschluss in den für sie errichteten Tempeln, der Kaiser aber feierte das Hochamt in der Irenen-Kirche.
- Mit dieser Messe am 11. Mai 330 n. Chr. beginnt die eigentliche Geschichte der Stadt von Konstantinopel u. damit auch des Byzantinischen Reiches. - Byzanz - das Neue Rom.
Das Zentrum der Neuerbauung war ein Million, bestehend aus vier Triumphbögen um einen Platz, überwölbt durch eine Kuppel, auf deren Spitze die heiligste christliche Reliquie, das echte Kreuz Christi, montiert worden war. Das Kreuz hatte Kaiserin Helena kurz vorher aus Jerusalem herbeischaffen lassen. Es folgte die Errichtung der ersten großen christlichen Basilika, geweiht dem heiligen Gottesfrieden. Einige Jahre später wurde in unmittelbarer Nähe, noch größer u. prächtiger, die Hagia Sophia oder Kirche der heiligen Weisheit erbaut. Ihre erste Entstehung wurde von Kaiser Konstantin entworfen u. unter der Herrschaft seines Sohnes Constantius um das Jahr 360 errichtet. Nach der Verbannung des hl. Johannes Chrysostomos brannte die Kirche i. J. 404 nieder. Die zweite Kirch wurde 415 von Kaiser Theodosius II. gesegnet. Der Neubau, der im Volksaufstand von 532 völlig zerstörten Sophienkirche (Hagia Sophia), von Kaiser Justinian wich vom ursprünglichen Bauplan ab; es wurde das größte christliche Bauwerk des Abendlandes. Einweihung am 27. Dez. 537.
Zugleich wurde das Hippodrom mit Palast, Kaserne, Wirtschafts- u. Verwaltungsräumen, sowie ein ovales Forum errichtet.
Der Bau der Blachernen-Kirche wurde um 520 (am Südende des Hippodroms) an der Stelle errichtet, wo die Theodosianische Mauer hinunter zum Goldenen Horn führt.
726 hatte Kaiser Leo III. d. Isaurier die Zerstörung der goldenen Christusikone über den bronzenen Türen des Chalketors, dem Haupteingang des Kaiserpalastes befohlen. Mit Kaiser Leo III. u. besonders mit seinem Sohn Konstantin V. begann der Bilderstreit u. Vernichtung wertvollen Kulturgutes. Durch Kaiserin Irene wurde dem Wüten ein Ende bereitet.
Konstantinopel galt als uneinnehmbare Festung. Die Theodosianische Mauer, benannt nach Theodosios II., zieht sich gut sechs km vom Marmarameer bis zum Goldenen Horn u. schottet die Stadt vollständig vom Land ab. Sie ist nur einmal gefallen u. dies bedeutete das Ende des Byzantinischen Reiches.
Belagerungen von Byzanz:
626 durch die Perser,
674 durch die Sarazenen,
718 bis 719 durch die Sarazenen,
813 durch das bulgarische Heer unter Khan Krum,
821 u. 822 durch den Usurpator Thomas d. Slawen (als Konstantin VI.),
1422 wurde Konstantinopel durch Sultan Murad II. belagert. Nach der erfolglosen Erstürmung am 24. Aug. 1422 wurde die Belagerung aufgegeben.
Erstürmungen:
1203 fielen in Konstantinopel erstmalig im Verlauf des 4. Kreuzzuges von der Seeseite her fremde bewaffnete Kräfte in die befestigte Stadt ein.
1204 wurde unter ähnlichen Umständen Konstantinopel eingenommen.
Im Jahr 1347 wütete nach zwei Bürgerkriegen die Pest. Das Reich war auf die Stadt Konstantinopel u. Thrakien zusammengeschrumpft.
Bauwerke:
- Hagia Sophia oder Kirche der heiligen Weisheit.
Ihre erste Erbauung wurde von Kaiser Konstantin d. Gr. eingeleitet. Nach der Verbannung des hl. Johannes Chrysostomos wurde die Kirche i. J. 404 aus Protest niedergebrannt. Die zweite Kirch wurde 415 von Kaiser Theodosius II. gesegnet. Der Neubau von Kaiser Justinian, der im Volksaufstand von 532 völlig zerstörten Sophienkirche (Hagia Sophia), wich vom ursprünglichen Bauplan ab und es wurde das größte christliche Bauwerk des Abendlandes. Die Einweihung wurde am 27. Dez. 537 gefeiert.
Wegen der Gefahr des Einsturzes ihrer Mauern auf der Ostseite stand die Hagia Sophia i. J. 1347 nicht für die Krönungs- u. Trauungsfeierlichkeiten zur Verfügung. Bis zum Sturm des Islams auf Konstantinopel 1453 war sie elfhundert Jahre die Hauptkirche der Stadt. Seit über neunhundert Jahren hatte das vergoldete Kreuz über der Kuppel den Glauben der Stadt u. des Reiches sichtbar gemacht.

Hagia Sophia
- Blachernenkirche, Ersatz für die Hagia Sophia für die Feierlichkeiten 1347.
- Theodosianische Mauer

Theodosianische mauer
Erbaut wurde sie während der Herrschaft Kaiser Theodosios II. u. vollendet im Jahr 413. Die Planung sowie die Ausführung lag in den Händen des Prätorianerpräfekten Anthemios, der in den ersten sechs Jahren die Regentschaft für den noch minderjährigen Kaiser ausübte. Durch ein Erdbeben wurden 447 nicht weniger als 57 Türme der Mauerbefestigung zerstört. Durch die Bedrohung der Stadt durch Attilas wurden die Schäden innerhalb von zwei Monaten behoben, das Festungswerk wurde durch eine Außenmauer verstärkt u. mit einem Festungsgraben versehen, der mit seiner Breite von 18 Metern im Notfall auf eine Höhe von 9 Meter geflutet werden konnte. Die Außenmauer hatte eine Stärke von 2 Metern bei einer Höhe von 9 Metern in regelmäßigen Abständen mit 96 Türmen bestückt. Die große innere Mauer, die am Fuß über 5m dick war u. sich bis zu einer Höhe von 12 Metren über die Stadt erhob, war das Hauptelement der Befestigung. Auch sie verfügte über 96 Türme, die versetzt zur Außenmauer angeordnet waren.
- Kaiserpalast, erbaut durch Kaiser Konstantin d. Großen.
- Blachernenpalast.