Für die alte Kirche bildete das Konzil jenes Instrument, mit dem der Zwiespalt im Glauben überwunden werden konnte.
Der endgültige Bruch, (das Schisma zwischen der Ost - u. der Westkirche), vollzog sich offiziell 1054 unter dem machtbewussten Patriarchen Michael Kerularios zu dessen persönlicher Machterweiterung. Das Schisma des Protestantismus erfolgte 1521 mit dem Wormser-Edikt durch Martin Luther als Mittel zur Partikularisation in Deutschland u. der Machtausdehnung europäischer Mächte.
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48 - 49 |
Apostelkonzil. Anerkennung eines gesetzesfreien Glaubens. Konflikt der Beschneidung.
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Jerusalem 50 - 52 |
Apostelkonzil in Jerusalem, (unter dem Vorsitz des Apostel Jakobus u. nicht des hl. Petrus). Der hl. Jakobus ist 1. Bf. v. Jerusalem, (gesteinigt bzw. von den Zinnen gestürzt).
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Elvira
306 |
Konzil in Elvira in Spanien. Die ersten allgem. Konzilien wurden von den Kaisern mit Zustimmung der Päpste berufen, (von 325 in Nicäa bis 869 in Ct.). Die spanische Kirche hatte die Enthaltsamkeit als Rechtsnorm vorgeschrieben.
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Nicäa I.
325 |
Das 1. allgem. Konzil von Nicäa (dem heutigen Iznik) in Bithynien wurde vom 20. 5. - 25. 7. (19. Juni) 325 abgehalten. (allgemein Û ökumenisch Û die ganze Christenheit betreffend) Die Berufung erfolgte durch Kaiser Konstantin I. in Abstimmung mit Papst Sylvester I. Neben dem Kaiser waren ca. 300 Bischöfe anwesend. Erstmals taucht der Titel „Metropolit“ in den Akten auf u. um 1. Mal sind nur Bischöfe stimmberechtigt. Die Eröffnung durch Kaiser Konstantin d. Gr. beginnt mit Durchsetzung der Verurteilung des Arianismus. Für die Widerlegung der christologischen Häresie der Arianer traten als Wortführer der Großkirche die Bischöfe Eustathios von Antiochien, Alexander mit seinem Diakon Athanasios u. Markellos von Ankyra auf. Als Arianer traten in Erscheinung: Areios, der Hofbischof Eusebius von Nikomedien u. Eusebius von Cäsarea. Der Bischof von Rom war durch zwei Presbyter vertreten. - Die Irrlehre des Arianismus (in seiner Auffassung: Christus als Geschöpf Gottes, dem Vater ähnlich, aber nicht wesensgleich) wurde mit dem Anathem belegt, ihre Schriften verboten u. Areios mit zwei der eifrigsten Verfechter in die Verbannung nach Illyrien geschickt. Mit der Sanktionierung der Errichtung des Metropolitenverbandes wurde Rom, Alexandrien u. Antiochien als gleichberechtigt bestätigt. Ihre Metropoliten oder auch Exarchen genannt, erhielten die Oberhoheit über mehrere Provinzen. Alle Bischöfe in Cäsarea in Kappadocien, Ephesus u. Heraklea behielten ihre volle Selbstständigkeit, während dem Bf. v. Jerusalem ein Ehrenvorzug eingeräumt wurde.
1. dogmatische Formulierung der Kirche, das Glaubensbekenntnis von Nicäa
In Nicäa wurde der Glaube an das Geheimnis der Dreifaltigkeit der ganzen Kirche formuliert u. in Ct. bestätigt. Der Osterstreit wurde entschieden, indem der Ostefesttermin für die ganze Kirche einheitlich festgelegt wurde. Kleinasien feierte zwar weiterhin einen Sonntag später, es kam aber nicht zu Spaltung. |
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Antiochien
341 |
Teilnehmer dieses Konzils waren nur ca. 100 orientalische Bischöfe (Arianer). Diese Versammlung wurde auch als „Kirchweihsynode,“ Weihe der „Großen Kirche“ in Antiochien bezeichnet.
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Ct. I.
381 |
2. allgem. Konzil von Konstantinopel I. von Mai - Juli 381 Tagung unter Papst Damasus u. Kaiser Theodosius v. Byzanz, dem Beschützer der Orthodoxen Christen. Die Berufung erfolgte nur durch den oriental. Kaiser. Deshalb konnte es kein ökumen. Konzil sein, hatte aber sein Ansehen durch den hochgefeierten u. späteren Alleinherrscher - Kaiser Theodosius - behalten. In der Irenenkirche waren 150 orientalische Bischöfe (ohne Teilnehmer des Westens) anwesend. Der Bf. v. Ct. wurde der Jurisdiktion des Metropoliten von Heraklea enthoben u. nach Rom auf den zweiten Platz gesetzt. Der Metropolit von Ct. erhielt den Titel „ Patriarch“, der Bischof von Rom aber den Titel „Papa“. Der Arianismus u. alle Sekten wurden als Häresien verurteilt. Während des Konzils starb der Wortführer Bischof Meletios von Antiochien. Der erst zu Beginn des Konzils in seinem Amt als Bf. v. Ct. bestätigte Bf. Gregor von Nyssa legte noch während des Konzils sein Amt nieder. Gewählt wurde ein ungetaufter Laie, der Beamte Nektarios aus Tarsus. Zusammenfassung von Einheiten des Metropolitenverbandes zu Obermetropoliten Unterzeichnung der Beschlüsse am 9. Juli 381 u. Publizierung als Reichsgesetz durch Edikt.
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Karthago 390 |
Die Synode vom 16. Juni 390 schreibt Bischöfen, Presbytern u. Diakonen die Keuschheit vor. |
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Ephesus
431 |
3. ökumen. Konzil von Ephesus vom 22. 6. - 31. 7. 431 Von Kaiser Theodosius des Ostens in Übereinstimmung mit Kaiser Valentinianus III. des Westens u. der Zustimmung von Papst Cölestin I. wurde das Konzil einberufen und trat am 22. Juni 431 in der Marienkirche zu Ephesus zusammen. Mit der Widerlegung der christologischen Häresie der Nestorianer wurde diese Häresie mit dem Kirchenbann belegt. Der syrische Pt. Nestorius v. Ct. (428-431) wurde als Ketzer verdammt u. abgesetzt. Dessen schärfster Gegner war Patriarch Cyrillus von Alexandrien. Dieser versuchte in der Folgezeit, wie sein Nachfolger Dioskoros (444-451), Ägypten u. Ost-Rom in einen Kirchenstaat zu verwandeln. Dioskoros wurde auf dem Konzil von Chalkedon 451 seiner Pt.-Würde entkleidet. In Ephesus wurde über die gottmenschliche Identität Christi diskutiert u. ganz klar bestätigt, - dass die göttliche u. menschliche Natur Christi „unvermischt, unveränderlich, ungetrennt u. unteilbar“ in einer einzigen göttlichen Person des Wortes vereinigt ist. - Christus ist wahrer Gott u. wahrer Mensch. - Dieses Dogma wurde während des Konzils von Chalkedon bestätigt. - Auf dem Konzil wurde der seligsten Jungfrau Maria der Titel: „ Mutter Gottes“ zuerkannt. Die Basilika „Santa Maria Maggiore“ wurde nach dem Konzil von Ephesus (mit der Verkündung der Gottesmutterschaft Mariens) unter Papst Sixtus III. 432 errichtet. Beginn der Marienverehrung. Erlass einer Verordnung für Mönche.
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Ephesus
449 |
Räubersynode von Ephesus, von Kaiser Theodosius II. einberufen. Sowohl der Versammlungsort wie die Auswahl der Synodalen ermöglichten dem Bischof Dioskoros v. Alexandrien, vom Ks. zum Vorsitzenden bestellt, eine unbeschränkte Willkür. Gegenüber der Anerkennung durch Kaiser Theodosius II. wurde die Synode von Papst Leo I. verworfen.
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Chalkedon
451 |
4. ökumen. Konzil von Chalkedon bei Ct. vom 6. 10. - 1. 11. 451 Von Papst Leo I. d. Gr., Kaiser Marcian u. dessen Gemahlin Pulcheria einberufen. Am 8. Okt. 451 versammelten sich in der Basilika der Märtyrerin Euphemia (St. Euphemia in Chalkedon) die Teilnehmer der 1. Sitzung beidseitig der leitenden Hofbeamten streng nach Parteien gruppiert. Anwesend waren 600 Bischöfe. Am 10. Okt. fand die 2. Sitzung, am 13. Okt. die 3. Sitzung statt. Am 22. Okt. 451 im Verlauf der 5. Sitzung drohten die päpstl. Legaten mit der Abreise, denn es sollte auf drängen des Kaisers eine neue Glaubensformel angenommen werden. Am 28. Okt. wurde auf der 6. Sitzung die päpstl. Lehre allgemein anerkannt. Papst Leo I. bestätigte die Beschlüsse erst 453. Der große Kirchenstreit mit der
Häresie der Nestorianer wurde behandelt u. entschieden. Nestorius, sowie der Archimandrit (Erzabt) Eutyches von Ct. wurden mit ihren Lehren verdammt u. abgesetzt. Ein neuer Glaubensartikel wurde mit der chalkedonensischen Formel aufgesetzt, nach der die Lehren des Nestorius u. Eutyches verworfen wurden. Christus war fortan nur eine Person mit zwei Naturen, die er unvermischt, unveränderlich, unteilbar u. untrennbar in sich vereinigte; ganz Gott u. ganz Mensch. Die Bildung nestorianischer Kirchen konnte aber nicht verhindert werden. Pt. Dioskoros von Alexandria wurde wegen seiner Bestrebungen, Ägypten u. Ost-Rom in einen eigenen Kirchenstaat zu verwandeln, seiner Pt.-Würden entkleidet. Der Bf. v. Rom erhielt den Titel „Patriarch“. Die Vorrechte von Ephesus, Cäsarea in Kappadocien u. Heraklea wurden an Ct. gegeben. Der Titel „ Pt.“ kam nun auch für die Bischöfe v. Ct., Alexandrien u. Antiochien in Gebrauch.
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Ct. II.
553 |
5. ökumen. Konzil von Ct. II. vom 5. 5. - 2. 6. 553 Von Papst Vigilius u. Kaiser Justinianus I. einberufen in die Hagia Sophia in Ct. unter dem Vorsitz des Pt. v. Ct. Eutychios. Papst Virgilius boykottierte das Konzil durch Abwesenheit. 166 Bischöfe waren anwesend, aber nur ein Duzend aus dem Abendland. Papst Virgilius wurde wegen irrgläubiger Ansichten laut der orthodox. Kirche verurteilt u. auf eine Insel im Marmarameer verbannt.
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Ct. III.
680 - 681 |
6. ökumen. Konzil von Ct. III. vom 7. 11. 680 - 16. 9. 681 Von Kaiser Konstantin IV. Pogonatus u. Papst Agatho einberufen, benannt als das Konzil-Trullanum, da es im Muschelförmig gewölbten Kuppelsaal im kaiserlichen Schloss unter Vorsitz des Kaisers stattfand. Die Aufzeichnung der Synode erfolgte in griechischer Sprache. Widerlegung der christologischen Häresie der Monophysiten. Papst Honorius, laut der orthodoxen Kirche wegen seines Bekenntnisses zum Monophysitismus, wurde als Häretiker verurteilt. Anwesend waren 174 Bischöfe. Exkommunikation des Pt. v. Antiochien wegen monotheletischer Irrlehren.
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Byzanz
691 |
2. Trullianisches-Konzil (das sogenannte Quinisextum). Beschluss der Patriarchatsverfassung im Kaiserpalast von Byzanz. Reihenfolge: Rom, Ct., Alexandrien, Antiochien, Jerusalem.
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Nicäa II.
787 |
7. ökumen. Konzil u. 2. von Nicäa II. vom 24. 9. - 23. 10. 787 Einberufung des Konzils von Kaiserin Irene, der Regentin für ihren Sohn Konstantin VI., in Übereinstimmung mit Papst Hadrian I. 786 in der Kirche der heiligen Apostel nach Ct. zur Verwerfung des Ikonoklasmus. Nach eintretenen Störungen durch das revolutionäre Militär wurde das Konzil nach Nicäa verlegt u. entschied über die Grundsätze der Bilderverehrung. Es verwarf die Dekrete der Pseudosynode von 754 in Ct.; die Schlusssitzung wurde am 23. Okt. 787 im Magnaurapalast in Ct. unter dem Vorsitz von Kaiserin Irene u. ihrem Sohn abgehalten. Die endgültige Entscheidung fiel auf der von Kaiserin Theodora einberufen Synode von 843 zu Gunsten der Bilderverehrer. Festschreibung des Glaubensbekenntnisses (lt. orth. Kirche). Letztes Konzil der ungeteilten Kirche Für die orthodoxe Kirche das bisher letzte ökumenische Konzil
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Ct. IV. 869 - 870 |
8. ökumen. Konzil von Ct. IV. 5. 10. 869 - 28. 2. 870 Von Papst Hadrian II. einberufen
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Brixen 1080 |
Die Synode in Brixen von Kaiser Heinrich VI. im Jahr 1080 einberufen, ließ den suspendierten u. exkommunizierten Erzbf. als Gegenpapst Klemens III. wählen.
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Lateran I.
1123 |
9. ökumen. Konzil zu Rom - Lateran I. vom 18. 3. - 6. 4. 1123 1. abendländisches Konzil von Papst Calixtus II. einberufen. Das 1. Konkordat (Calixtinisches oder Wormser - Konkordat) wurde zwischen dem apostol. Stuhl u. der Staatsgewalt bestätigt. Kaiser Heinrich V. verzichtete auf die Investitur mit Ring u. Stab, versprach die Rückerstattung der geraubten kirchl. Besitzungen, durfte aber weiterhin Abgeordnete zu den Bischofswahlen entsenden. - Ende des Investiturstreites. -
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Lateran II.
1139 |
10. ökumen. Konzil zu Rom - Lateran II. vom 4. 4. - 30. 4. 1139 Verkündet wurde das Ende des großen Schismas u. der eingetretene Kirchenfriede. Es wurde aber ein Kreuzzug gegen die Normannen beschlossen, die Anhänger des verstorbenen Gegenpapstes Anaklet II., an deren Spitze der Papst Innozenz II. trat. König Roger II. v. Sizilien wurde erneut gebannt u. alle Akte Papst Anaklet II. für ungültig erklärt. Alle Ehen von Bischöfen, Priestern, Diakonen u. Mönchen mussten geschieden werden. Um das Zölibat war es schlecht bestellt.
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Lateran III.
1179 |
11. ökumen. Konzil zu Rom - Lateran III. vom 5. 3. - 22. 3. 1179 Anwesend waren 300 Bischöfe. Die Irrtümer der Albigenser wurden verworfen. Von großer Wichtigkeit war das Dekret über die Papstwahl. Eine 2/3 Mehrheit der Kardinalstimmen wurde festgelegt. Das Dekret von Papst Nikolaus II. von 1059 wurde aufgehoben. Es enthielt das Zustimmungsrecht von Kaiser u. Volk.
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Lateran IV.
1215 |
12. ökumen. Konzil zu Rom - Lateran IV. vom 11. 11. - 30. 11. 1215 Von Papst Innozenz III. einberufen u. von 61 Primaten u. Erzbischöfen sowie 412 Bischöfen besucht. Unter ihnen orientalische Patriarchen oder ihre Stellvertreter. Teilnahme von 800 Äbten u. Prioren, sowie vielen Fürsten u. Gesandten. Beratung über den 5. Kreuzzug. Beschluss wichtiger Disziplinarvorschriften, (wie die dogmatisierte Transsubstantiationslehre, die Zeichengebung mit der Schelle u. Glocke bei der Elevation in der Hl. Messe, der Schutz vor Verunreinigung der Hl. Kommunion unter einer Gestalt, die Durchführung der Beichte mindestens einmal im Jahr, der Bußpflicht u. des Bußgeheimnisses). Die Häresie der Albigenser wurde verworfen u. politische Streitigkeiten entschieden (so der Streit Otto IV. mit Friedrich II. um die dt. Krone). Die Anerkennung neuer Reliquien wurden dem Papst vorbehalten. Neue Ordensbildungen wurden untersagt, um einer Zersplitterung vorzubeugen.
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Lyon I.
1245 |
13. ökumen. Konzil von Lyon I. vom 28. 6. - 17. 7. 1245, (1.Konzil von Lyon) Der zweimal exkommunizierte u. gebannte Kaiser Friedrich II. wird für abgesetzt erklärt. Ein erneuter Kreuzzug wird angemahnt. Papst Innozenz IV. war vor der Streitmacht des Kaisers Friedrich II. nach Lyon geflohen u. hatte das Konzil nach seinem Aufenthaltsort einberufen.
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Lyon II.
1274 |
14. ökumen. Konzil von Lyon II. vom 7. 5. - 17. 7. 1274, (2. Konzil von Lyon) Von Papst Gregor X. einberufen. Unter den 1.500 anwesenden Personen befanden sich von den geladenen kath. Monarchen nur König Jakob I. v. Aragon u. die drei Gesandten Kaiser Michael VIII. Palaiologos v. Byzanz. Die Union mit den schismatischen Griechen wurde am 6. Juni geschlossen, welche aber schon unter dem Nachfolger Kaiser Michael VIII. v. Byzanz, dessen Sohn Andronikos II., zerfiel. Es erging die Anregung eines neuen Kreuzzuges. Disziplinar- u. Sittenvorschriften wurden erlassen.
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Vienne
1311 - 1312 |
15. ökumen. Konzil zu Vienne vom 16. 10. 1311 - 6. 5. 1312 Von Papst Klemens V. einberufen. Der noch im Grab verlästerte Papst Bonifatius VIII. wurde von den wider ihn erhobenen Beschuldigungen entgegen dem Willen des französischen Königs Philipp IV. freigesprochen.
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Konstanz
1414 - 1418 |
16. ökumen. Konzil zu Konstanz am Bodensee vom 5. 11. 1414-22. 4. 1418 Von Papst Johannes XXIII. als Reformsynode einberufen. Anwesend waren 700 Geistliche, 700 Fürsten, Grafen u. Ritter. Unter ihnen der Pisaner-Papst Johannes XXIII. u. Kaiser Siegmund. Das Schisma der drei Päpste wurde beseitigt. Johannes XXIII. versuchte sich im Frühjahr 1415 sich dem Konzil zu entziehen u. floh am 20. März 1415 mit Hilfe des Friedrichs v. Österreich u. in Begleitung von acht Kardinälen, wurde verhaftet u. am 29. 5. 1415 für abgesetzt erklärt u. unterwarf sich später. Papst Gregor XII. verzichtete am 4.7.1415. Die Verhandlungen zwischen Kaiser Siegmund u. Papst Benedikt XIII. im Herbst u. Winter 1415 blieben erfolglos. Benedikt XIII. de Luna
weigerte sich beharrlich u. zog sich in seine Residenz in Peniskola wie in eine Arche, zurück. 1417 rang sich das Konzil zu einer förmlichen Absetzung durch u. machte eine Neuwahl möglich. Das Konklave begann am 8. 11. 1417. Papst Martin V. wurde gewählt, die Einheit der Kirche war wieder hergestellt. Die Lehren von Wiclif u. Hus, wie auch Hieronymus wurden verurteilt. Am 6. April 1415 wurde das Dekret „Haec sancta“ verfasst, welches die Superiorität des Konzils, dessen Autorität direkt von Gott komme, über den Papst festschrieb. Eine umfassende Reform kam wegen Uneinigkeiten nicht zustande. Es wurden nur die Beschlüsse über regelmäßige Berufung allgemeiner Synoden u. Schutzmaßnahmen gegen den Wiederausbruch eines Schismas veröffentlicht. Die Bestätigung der Bf.-Wahlen durch den Papst wurde anerkanntes Recht.
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Basel - Ferrara - Florenz
1431 - 1449 |
17. ökumen. Konzil zu Florenz - Basel - Ferrara vom 23. 7. 1431 - 25. 4. 1442 Von Papst Martin V. zum 20. 2. 1431 nach Basel einberufen. Wegen Kompetenzanmaßung des Konzils über den Papst wurde das Konzil nach einigen Monaten am 18. Dez. 1431 mit päpstlicher Bulle aufgelöst u. bisherige Entscheidungen für ungültig erklärt. Der Papst musste diese Entscheidung 1433 zurücknehmen. 1437 erfolgte die Umverlegung u. am 8. 1. 1438 die Eröffnung des päpstlichen Unionskonzils zu Ferrara. Anwesend waren Papst Eugen IV. u. Kaiser Johannes VIII. Palaiologos v. Byzanz. Strittige Protokollfragen zwischen Papst u. Kaiser mussten behandelt werden. Europäische Monarchen fehlten. Wegen der Pest u. finanzieller Vorteile erreichte der Papst eine Verlegung nach Florenz, aber dort wurde Papst Eugen IV. 1439 abgesetzt u. Felix V. zum Gegenpapst erhoben. Der „Konzilpapst“ Felix V. wurde 1449 durch Papst Nikolaus V. zur Resignation veranlasst. 1439 wurde zwischen Papst Eugen IV. u. den Griechen über eine Union verhandelt, am 5. Juli 1439 das griech. u. lat. verfasste Dokument unterzeichnet u. am 6. Juli im Dom zu Florenz verkündet. In der Ostkirche fand die Vereinbarung keinen Widerhall. Einige Unterschriften wurden bald, manche schon während der Heimreise zurückgezogen. Bei den Patriarchen von Jerusalem, Alexandria u. Antiochia stießen die Beschlüsse des Konzils auf Ablehnung, ihre Delegierten, die das Schlussdekret unterzeichnet hatten, wurden vertrieben. Die Synode löste sich nach der 45. Sitzung am 16. 5. 1443 auf. Die Schismatiker der in Basel verbliebenen Kleriker schlossen ihre Synode erst im Jahr 1449.
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Lateran V.
1512 - 1517 |
18. ökumen. Konzil zu Rom - Lateran V. vom 10. 5. 1512 - 16. 3. 1517 Von Papst Julius II. wurde die Synode für Juli 1511 nach Rom einberufen u. am 19. 4. 1512 eröffnet. Später wurde sie von Papst Leo X. fortgeführt u. am 16. 3. 1517 geschlossen. Behandelt wurde der Türkenkrieg, der Friede mit den christlichen Fürsten, sowie die Reformation der Kirche. Die Reform blieb aus, dafür kam die Reformation
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Trient
1545 - 1563 |
19. ökumen. Konzil von Trient vom 13. 12. 1545 - 4. 12. 1563 1. Periode 1545-1549, 2. Periode 1551-1552, 3. Periode 18. 1. 1562-4. 12. 1563. Das Tridentiner Konzil war heftig gefordert, lange vermieden, zweimal aufgelöst, in Eintracht der kath. Kirche am 4. Dez. 1563 beendet. Krönung der Reformbestrebungen u. Ausdruck der inneren Festigung der kath. Kirche, aber auch Antwort auf die Herausforderung der Reformation. Einberufung trotz Ablehnung durch die Protestanten. Nach einigen Hindernissen hatte Papst Paul III. 1537 eine ökumen. Synode nach Mantua ausgeschrieben, die am 23. Mai 1537 eröffnet werden sollte. Da sie aber weder in Mantua noch in Vicenza (1538) eröffnet werden konnte, da sie von den prot. Reichsfürsten u. Theologen abgelehnt wurde, berief der Papst das Konzil nach Trient (1542), konnte dort aber wegen des Krieges zwischen Kaiser Karl V. u. dem König v. Frankreich erst am 13. 12. 1545 abgehalten werden konnte. Eröffnung ohne Teilnahme der Protestanten u. ohne französische Teilnehmer. Eigentlich sollte mit der Einberufung dieses Konzils in deutschen Landen die Abspaltung des Protestantismus verhindert werden. Gefasst wurden wichtige Beschlüsse über die Auslegung der Hl. Schrift, der Lehre von der Erbsünde, von der Rechtfertigung, den Sakramenten, der Hl. Eucharistie, der Kommunion unter beiden Gestalten, vom Hl. Messopfer, der Priesterweihe, der Ehe, den Dogmen vom Fegefeuer, der Anrufung der Heiligen, die Verehrung von Bildern u.
Reliquien, den Fasten, Ablässen u. Feiertagen. Die lateinische Übersetzung der Heiligen Schrift durch Hieronymus (im Auftrag von Papst Damasus I.) wurde 1546 für verbindlich erklärt. Am 1. Mai 1551 wurde das Konzil von Papst Julius III. wiedereröffnet. Fürsten des protestantischen Lagers waren anwesend. Aber die einzig bedeutungsvolle Handlung der Protestanten war der „Protest“. Die Irrtümer der „sogenannten. Reformation“ wurden verworfen. Die Väter des Konzils begnügten sich aber nicht nur mit der Verwerfung der Irrlehren, sondern erließen auch die heilsamsten Reformdekrete. - Neuordnung der Disziplin des Klerus. - Erneute Fixierung des päpstlichen Primats. - Präzisierung der kirchlichen Doktrin, (Einfachheit der Kleidung, Überwachung ihrer Diözesen, der Unsitte der Duelle, der Missbrauch der Exkommunikation, Ausarbeitung des Katechismus u. Verbesserung des Breviers). Nach der 25. Sitzung wurde die Trienter-Synode, mit zweimaliger Unterbrechung u. 20jähriger Dauer, am 4. 12. 1563 geschlossen. Die Beschlüsse wurden von Italien, Portugal, Polen u. Spanien sofort verkündet. In Deutschland u. Frankreich gab es erhebliche Schwierigkeiten.
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Vatikan I.
1869 - 1870 |
20. ökumen. Konzil zu Rom - Vatikanum I. vom 8. 12. 1869 - 18. 7. 1870 Das Konzil wurde von Papst Pius IX. 1864 intern u. 1867 öffentlich angekündigt, von Papst Pius IX. mit der Bulle „Aeterni-Patris“ 1868 einberufen u. am 8. 12. 1869 feierlich eröffnet. Anwesend waren von 1050 Teilnahmeberechtigten 774 Bischöfe. Generalsekretär des Konzils war Bischof Freßler von St. Pölten, seit 27. April 1867 (Vorbereitung). Ergebnisse des Konzils: - Billigung der päpstlichen Unfehlbarkeit als Dogma u. Bestätigung des Glaubenssatzes über die höchste Jurisdiktionsgewalt auf dem ganzen Erdkreis (Universalepiskopat). - Die volle u. höchste Jurisdiktionsgewalt des Papstes über die ganze Kirche in Sachen des Glaubens, der Sitten, der Disziplin u. der Regierung. - Grundlagen des katholischen Glaubens (Gott als Schöpfer aller Dinge, vom Glauben, der Offenbarung u. dem Verhältnis zwischen Glauben u. Vernunft). Der Schlussabstimmung am 18. Juli 1870 blieben 88 Konzilsväter fern (sie waren mit Erlaubnis abgereist). Der Beschluss wurde mit 3 Gegenstimmen angenommen u. vom Papst bestätigt. Am Tag der Verkündung der Unfehlbarkeit brach der Deutsch-Französische Krieg aus. Die Piemontesen besetzten Rom, das Konzil wurde am 20. Okt. 1870 vertagt.
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Vatikan II.
1962 - 1965 |
21. ökumen. Konzil zu Rom - Vatikanum II. vom 11. 10. 1962 - 7. 12. 1965 Die spontane Konzilsankündigung von Papst Johannes XXIII. am 25. Jan. 1959, dem Festtag der Bekehrung des heiligen Paulus, in der Basilika „St. Paul vor den Mauern“ war auch für die anwesenden Kardinäle gänzlich unerwartet. Hauptmotiv war die Einheit der Christen, insbesondere mit den Orthodoxie. Der Papst legte am 5. Juni 1960 den Namen für das in Aussicht genommene Konzil fest. Er berief am Weihnachtstag 1961 im Petersdom das II. Vatikanische-Konzil u. konnte es am 11. Okt. 1962 um 08 h eröffnen. Zur Patronin des II. Vatikanischen Konzils wurde mit „Concilii caelestis patrona“ vom Papst Maria, die Mutter Jesu, ausgerufen. Teilnahme von sieben orthodoxen Kirchen, den Altkatholiken, der anglikanischen Kirche, neun protestantischen Kirchen u. Gemeinschaften, kirchliche Hierachen zusammen 2.908. Latein galt als Verhandlungssprache, eine Zweidrittelmehrheit als Entscheidungsinstanz. 1. Session vom 11. Okt. 1962 - 8. Dez. 1962. Während der ersten Tagungspause am 3. Juni 1963 starb Papst Johannes XXIII. Sein Nachfolger Papst Paul VI. setzte das Konzil fort. 2. Session vom 19. Sept. 1963 - 2. Dez. 1963. 3. Session vom 14. Sept. 1964 - 21. Nov. 1964. 4. Session vom 14. Sept. 1965 - 7. Dez. 1965 u. seine Beendigung. Am selben Tag hoben Papst u. der ökumenische Patriarch Athenagoras die 1054 gegenseitig ausgesprochene Exkommunikation auf. Am folgenden Tag, dem 8. Dez. 1965, wurde das II. Vatikanische-Konzil als Weltereignis auf dem Petersplatz geschlossen.
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