(Quelle der Ordensbezeichnungen: Zeitschrift „L’Osservatore Romano“ in deutscher Sprache; mit freundlicher Genehmigung der Redaktion)
Unterscheidungen:
Gemeinschaft der Priester: Herren - „Don, Dominus“, Chorherren bzw. Domherren u. Kanoniker, (Augustiner).
Gemeinschaft der Mönche: in frühen Zeiten waren Mönche keine Priester, (Benediktiner).
Alte Orden(vier):
Augustiner.
Benediktiner.
Zisterzienser.
Kartäuser
Neue Orden:
Bettelorden: Barmherzige Brüder, Schulbrüder, Redemtoristen, Salesianer u. a. Kleinere Gemeinschaften (Mercedarier od. Nolasker, Serviten, Pauliner, Trinitarier, Wilhelmiten)
An der Spitze der klassischen Orden steht ein Generalabt, bei den Jesuiten der Ordensgeneral.
Heute gibt es zahlreiche Generaläbte u. Generaloberinnen, die in ihrem Generalatshaus, der „Casa Generalizia“, in Rom residieren. Die Funktion des Generalabtes wurde in Citeaux geschaffen.
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Augustiner |
OSA - Bettelorden - Abspaltung der DominikanerPapst Innozenz IV. gab dem Orden 1243 die Regel des hl. Augustin (354 - 430) mit den Pflichten u. Rechten der Bettelorden. 1287 erfolgte die Auszeichnung mit dem Amt der Seelsorge des Heiligen Vaters u. des Sakristans der päpstlichen Kapelle. Während der Reformation verzeichnete man bei den Augustinern den stärksten Abfall unter allen Orden, (Luther war bis zu seinem Verrat Augustiner). Die Kleidung der Augustiner ist eine Ableitung der umbrischen Hirten aus der Heimat des hl. Franz v. Assisi. Aurelius Augustinus, * am 13. Nov. 354 zu Thagaste in Numidien (Nordafrika), als Sohn des heidnischen Patricius, † um 370 u. der christlichen Monika, † um 388. Kam 15jährig nach Madaura zum Studium der Grammatik, Rede- u. Dichtkunst. Studium der Rhetorik in Karthago. Studium der Dialektik in Rom u. Mailand. 376 Rückkehr in seine Vaterstadt. Hier vollzog er den Übergang zu den Manichäern u. später zum Skeptizismus. Noch prägten ihn seine jugendliche Ausschweifung, u. a. Umgang mit einer Konkubine. Nahm eine Lehrtätigkeit in Rom u. in Mailand als Prof. für Rhetorik auf. Zusammen mit seinem Sohn Adeodatus Empfang der Taufe zu Ostern 387 durch Bf. Ambrosius v. Mailand. Rückkehr nach Thagaste. In Hippo wurde er 391 Priester und 395 Hilfsbischof des Valerius, dem er im Amt als Bf. 396 folgte. Bf. v. Hippo Regius in Nordafrika (396 - 430), lebte in Tagaste religiöse Gemeinschaft mit Augustinerregeln. Schrieb gegen die Manichäer, Pelagianer u. Donatisten. Die Auseinandersetzungen mit dem Pelagianismus trug ihm den Titel „Doctor gratiae“ ein. Fertigte eine Aufstellung aller 88 Häresien. Er hatte die Lehre von der Gnade u. ihrer Prädestination zur klaren Bestimmung gebracht. Er hatte den Verteidigungskrieg zum Schutz der Gläubigen - die Kreuzzugsidee gestattete. Aber er übte auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Geistesgeschichte des Abendlandes aus. Seine Größe liegt in der Beantwortung der Frage: wie verhält sich die Gnade Gottes zur Freiheit des Menschen. Lehrer der Gnade. Er wurde als Kirchenvater zum (lateinischen) Kirchenlehrer erhoben. † am 28. Aug. 430, in Hippo während der Belagerung durch die Vandalen unter Geiserich. Sein Leichnam wurde in der Stephanskirche zu Hippo bestattet u. 508 nach Sardinien verbracht. Von dort durch den langobardischen König Luitprand im 8. Jh. nach Pavia überführt. Hl.
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Augustiner-Chorherren |
Ein Leben nach der Augustinerregel in gemeinsamer Wohnung an Tisch mit gleicher Kleidung u. Gebet. Zu Beginn der Reformation bestanden 1600 Klöster.
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Augustiner Eremiten |
BettelordenZwangsweise Zusammenfassung älterer Eremitengruppen durch Kardinal Richard Annibaldi u. Papst Alexander IV. mittels einer Bulle von 1256 zu einem Orden unter Augustinerregel.
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Barmherzige Brüder |
Orden der „ Fatebenefratelli“, ein Orden der Krankenpflege. Gegründet um 1540 vom hl. Johannes von Gott zu Granada. Portugiese. Patron der Kranken. Seit 1. Jan. 1571 Umbildung zum selbständigen Oden nach der Augustinerregel. Die Anerkennung erfolgte 1586. Durch Papst Paul V. 1617 approbiert. Die Verwaltung untersteht einem auf sechs Jahre gewählten Generalprior in Rom. Die Klöster unterstehen unter einem Prior, Spitäler unter einem weltlichen Ordinarius. Spanische Kongregation mit brauner Kleidung. Italienische Kongregation mit schwarzer Kleidung. |
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Barnabiten |
B - Regularkleriker des hl. Paulus mit lokaler Bedeutung zur Volksseelsorge. Gegründet in Mailand 1530 vom hl. Antonio Maria Zaccaria (1502 - 1539) u. 1543 endgültige Anerkennung. Verehrung des Gekreuzigten, der Eucharistie u. marianische Frömmigkeit. Sie nannten sich anfangs Söhne des hl. Paulus, Barnabiten erst nach ihrer Niederlassung bei der Mailänder Kirche San Barbara. Antonio Maria Zaccaria, * 1502 in Cremona, Arzt, 1528 Priester-Weihe. † am 5. Juli 1539 in seiner Heimatstadt. Heiligsprechung 1897. Seine Reliquien werden in San Barbara aufbewahrt. Hl.
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Benediktiner |
Ein Orden mit den Regeln des Benedikt, welcher den ständigen Verbleib im Kloster, Eigentumsverzicht, Keuschheit u. Gehorsam vorschreibt, sowie zu Gottesdienst u. Handarbeit verpflichtet. Gegründet durch Benedikt von Nursia (480-547). Die hl. Scholastica, die Schwester Benedikts, sorgte für die Errichtung von Frauenklöstern. Ein erstes Kloster gab es um 499 von Subiaco. Zur Zeit des Konzils von Konstanz 1414 hatte der Orden 35 Päpste hervorgebracht. Die Kleidung besteht aus schwarzem Gewand, eine Ableitung nach der Kleidung der römischen Sklaven. Benedikt von Nursia (um 480-547) gab dem Benediktiner-Orden 529 in Monte Cassino die „Benediktregel“ nach dem Grundsatz „ora et labora“ (bete und arbeite) u. errichtete im gleichen Jahr das Mutterkloster, die Abtei von Monte Cassino. Abt, Patriarch des westlichen Mönchstums u. Schutzpatron von Europa. Auch Bruder der hl. Scholastika. Er lebte in der Umgebung Roms u. später (529-547 ) im Kloster von Monte Cassino, wo er auch bestattet ist. † am 11. Juli 547 in der Abtei von Monte Cassino. Hl.
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Bernhardiner |
So nannten sich die Zisterzienser in Frankreich, gestiftet vom hl. Norbert. |
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Birgittenorden |
Orden aus Nonnen u. Priesterbrüdern. Gründerin des Birgittenordens in Vadstena war die hl. Birgitta v. Schweden. * in Finstadt bei Uppsala. Ehe mit dem adligen Ulf Gudmarsson, acht Kinder, darunter die hl. Katharina v. Schweden. Nach gemeinsamer Wallfahrt zog sich Ulf Gudmarsson ins Zisterzienserkloster zurück, in dem auch sie nach seinem Tod lebte. 1372 Reise nach Jerusalem, seit 1359 lebte sie in Rom. † am 23. Juli 1373 in Rom. Hl.
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Cluniazenser |
Traditions - u. Reformmönchtum.
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Deutscher Orden |
Ritterorden 1190 aus einem Feldlazarett vor Akkon entstanden. 1198 erfolgte die Umwandlung in einen Ritterorden. Der Orden verlegte 1230 unter seinem Hochmeister Hermann v. Salza seine Tätigkeit nach Preußen u. vereinigte sich 1237 mit den Schwertbrüdern in Livland. Sitz des Hochmeisters wurde Marienburg. Seit 1525 präsentierte sich der Orden unter Hochmeister Albrecht v. Brandenburg als protestantisches Fürstentum.
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Dominikaner |
(Ordo Fratrum Praedicatorum) - Bettelorden u. Predigerorden Ein 1215 von Domenico di Guzma’n gegründeter u. von Papst Honorius am 22. Sept. 1216 bestätigter Prediger- u. Bettelorden zur Bekämpfung der Ketzerei in Frankreich. Seit 1532 übernahmen die Dominikaner die kirchliche Inquisition in Deutschland. 1489 erschien das Gesetzbuch der Hexenprozesse, -„der Hexenhammer“ - gegen die Aktivitäten Albigenser u. Waldenser. Die Hauptaufgabe des Ordens aber war Predigt u. Studium. Vorwiegend wurden akademische Lehrstühle besetzt. Die Scholastiker Albertus Magnus u. Thomas v. Aquino waren Dominikaner, wie die Mystiker Tauler, Seuse u. der Dominikanerpriester Johannes Eckhart, genannt Meister Eckhart, (1260-1327). Oberhaupt war ein General in Rom. Den Klöster des Landes war ein Provinzial u. den Klöstern ein Prior vorgesetzt. Dominikaner wurden auch als Marienbrüder bezeichnet, weil sie den Rosenkranz unter das Volk gebracht hatten. Ihre Kleidung besteht aus weißer Tunika mit schwarzem Umhang u. Kapuze. Domenico di Guzma’n, * 1170 im Dorf Kalaroga in Kastilien. Später Priester zu Osma (das Gebet des Rosenkranzes geht auf ihn zurück). Stifter des Ordens der Dominikaner. Heiligsprechung 1234. † 6.8.1221 in Bologna. Hl.
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Franziskaner |
BettelordenEin 1209 vom hl. Franziskus v. Assisi gegründeter u. von Papst Honorius III. am 29. Nov. 1223 bestätigter Minoriten - u. Bettelorden. Es wurde eine Verschärfung des Armutsgelübdes befolgt u. man widmete sich mehr der Nächstenliebe durch Predigt u. Seelsorge.
3 Ordenszweige: Franziskaner - Observanten OFM Franziskaner - Conventualen (Minoriten) OFMConv. Kapuziner - OFMCap
Oberhaupt war ein General in Rom. Ein Provinzial stand den Klöstern des Landes u. ein Guardian den einzelnen Klöstern vor. Es wurde ebenfalls nach der Besetzung akademischer Lehrstühle getrachtet. Übertragung der Inquisition über die Ketzer auf den Orden durch Papst Gregor IX. Franziskaner schenkten der Welt die Krippendarstellungen. 1264 bestanden bereits 8.000 Klöster. Ihre Kleidung besteht aus brauner Kutte mit Kapuze, einem Strick als Gürtel u. ohne Schuhwerk, es waren die ersten Barfüßer - Mönche. Gründer war der hl. Franziskus v. Assisi aus Umbrien (1181 - 1226). Er hieß eigentlich Giovanni Bernardone. Franziskus hieß er wegen seiner frühen Kenntnis der französischen Sprache, (auch Franz v. Assisi). Hl.
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Grammontenser |
Religiöse Genossenschaft der Armut, Demut u. Duldung. Gegründet von Stephan v. Thiers.
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Jesuiten |
SJ - Mönchsorden der Gesellschaft Jesu Eckpunkte der Regel: Predigt, Beichte u. Unterricht der Jugend. Aufnahme fanden nur gesunde u. geistig begabte Männer nach einem zweijährigem Noviziat. Der Orden war nur dem PP zu Gehorsam u. Rechenschaft verpflichtet. Maßgeblich haben die Jesuiten als Beichtväter u. Berater an Fürstenhöfen, als Lehrer an Schulen u. Universitäten gewirkt. Als Träger einer religiösen Kultur haben sie das kath. Glaubensgut u. die Treue zu Rom hingebungsvoll vermittelt. Als Missionar erscheint Franz Xaver 1542 in Indien, später in Japan u. stirbt in China. Die Jesuiten waren die wichtigste Kraft der Gegenreformation. Seit 1760 wurde der Orden, von Spanien ausgehend, in zunehmenden Maße von den Regierungen der absolutistischen Staaten bekämpft, (mehrfach durch staatliche Gewalt verboten, aber immer wieder zugelassen). Ihre Aufhebung erfolgte am 6.8.1762 durch das französische Parlament, aber am 15. 11. 1764 wurde der Orden durch König Ludwig XV. wieder bestätigt. Die Unterdrückung setzte sich fort 1759 in Portugal, 1764 in Frankreich, 1767 in Spanien. 1766 erging von König Karl III. v. Spanien ein Verbannungsdekret. 1767 schlossen sich Neapel (unter König Karl III. u. später unter seinem Sohn König Ferdinand IV.), sowie 1768 Parma u. Piacenza an. Papst Klemens XIII. lehnte die Aufhebung ab. Sein Nachfolger Papst Klemens XIV. musste zur Friedenserhaltung am 21. Juli 1773 das Breve „Dominus ac redemptor noster“ unterschreiben. Die Aufhebung wurde am 16. Aug. 1773 bekannt gegeben. Letzter Ordensgeneral war Lorenzo Ricci (1703-1775). Nach der Bekanntgabe des Breve wurde er sofort verhaftet u. als Gefangener in der Engelsburg verwahrt. In Preußen galt die Aufhebung nicht, wohl aber im streng katholischen Österreich. Eine Ansiedlung der Jesuiten in Russland erfolgte unter Zarin Katharina II. u. ihrem Sohn Zar Paul I. Die Wiedereinsetzung des Ordens wurde am 7.8.1814 von Papst Pius VII. veranlasst.
1. General Ignatius v. Loyola, Spanier, † 1556 2. General Lainez, Spanier 3. General Franz Borgia (2. Nachfolger), Spanier. Bekleidete vor seinem Eintritt in den Orden u. vor seiner Priesterweihe das Amt des Vicekönigs v. Katalonien. Mit dem Geld seiner Familie verwirklichte er die Pläne des Ignatius v. Loyola u. richtete die erste öffentliche Schule in Rom ein, † 1573 4. General Eberhard Mercurianus, † 1581 5. General Claudius Aquaviva, Neapolitaner. 38jährig u. selbstherrlich zum Amt. 6. Mutio Vitelleschi (1615-1645), mild, versöhnend 7. Vincenzo Caraffa, bis 1649, demütig 8. Piccolomini, bis 1651 9. Alessandro Gottofredi (Jan. - März 1651), reformwillig, deshalb verhasst. 10. Goswin Nickel, rücksichtslos, eigensinnig. Ihm wurde auf der gegen ihn 1661 einberufene Generalkongregation ein Vikar beigegeben, dem die volle Gewalt übertragen wurde, da man eine Amtsenthebung scheute. Letzter Ordensgeneral: Lorenzo Ricci, unbeugsam in seinem Handeln. In Frankreich wurde der Orden am 6. Aug. 1762 verboten. Der Papst protestierte zwar, aber auch nicht öffentlich. Die Verbote folgten zugleich in den Ländern von Spanien, Neapel u. Parma. 1773 wurden die Jesuiten aus Österreich vertrieben. Auf drängen des spanischen Königs mußte der Papst den Jesuiten-Orden am 21. Juli 1773 mit seinen 22.600 Mitgliedern (genötigt) aufheben, Verkündung des Breve am 16. Aug. 1773. Der Bekanntgabe des Breve folgte die sofortige Verhaftung u. die Verwahrung als Gefangener in der Engelsburg, wo er bis zu seinem Tode schmachtete. † 1775
Gründung des Ordens 1534 durch den Spanier Ignatius von Loyola, (1491-1556). * 1491 als der adlige Baske Don Inigo Lopez de Recalde, jüngster Sohn des Hauses Loyola auf Schloss Azcoitia in Guipuscoa. Aufgewachsen u. erzogen am Hof des Königs Ferdinand des Katholischen. Er war 1521 bei der Belagerung von Pamplona von den Franzosen schwer verwundet worden. Auf dem Krankenbett kommt es zu einem Bekehrungserlebnis. Er entsagt dem ritterlichen Leben, nahm das Gewand der Eremiten u. lebte abstinent. Mit dem Studium der Theologie in Paris 1534 legt er die ersten Gelübde ab. Im Ausland nannte er sich Ignatius v. Loyola. Dort bildete er den ersten Kreis von Anhängern. In Venedig nahm er die priesterlichen Weihen. Es folgte seine Reise nach Rom mit dem Gelübde des unbedingten Gehorsams gegenüber dem jeweiligen Papst. Er wurde Vorsteher des von ihm neugegründeten Ordens u. erhielt am 27. Sept. 1540 durch Papst Paul III. seine Bestätigung unter Vorbehalt. Die Anerkennung folgte 1543. Er war der erste General des Ordens u. wurde 1909 von Papst Paul V. seliggesprochen. 1622 Kanonisation durch Papst Gregor XV., Grabstätte in der römischen Kirche Il Gesù. † am 31.7. 1576, Grabstätte in der römischen Kirche Il Gesù. Hl. |
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Johanniter
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Geistlicher Ritterorden – (bezeichnet auch als Hospitaliter, Rhodesier, Malteser) Im 11. Jh. errichteten reiche Kaufleute aus Amalfi ein Hospital in Jerusalem bei der Johanneskirche, (nach Johannes dem Täufer) u. konstituierten 1099 im Hospitalviertel (Muristan) den Orden der Johanniter. Gerhard v. Amalfi leitete um 1100 das Hospital. Unter dem Nachfolger Raymund v. Puy (1120-1160) wurden die Johanniter zu einem Ritterorden, seit 1137 in Anlehnung an die Templer. Der Orden übernahm vorwiegend militärische Aufgaben u. beherrschte später Zypern, Rhodos u. seit 1530 Malta, daher auch Malteser - Orden. Durch die Französische Revolution verloren sie Besitz, durch Kaiser Napoleon 1798 die Insel Malta. Seit 1852 wieder in der Krankenpflege aktiv. Ordenswappen ist ein spitzes weißes Kreuz in rotem Feld.
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Kamillianer |
MI - Ordo Clericorum Regularium Ministrantium Infirmis. Regularkleriker zum Dienst an den Kranken. - Väter vom guten Tod. Gründung des Orderns 1584 in Rom durch den hl. Camillo de Lellis, 1586 von Papst Sixtus V. (1585-1590) bestätigt. Camillo de Lellis, * am 25. Mai 1550 zu Bucchiaico in den Abruzzen, Sohn eines Offiziers Kaiser Karl V. Selbst Soldat, verspielte sein Hab u. Gut. 1575 Handlanger beim Bau des Kapuzinerklosters in Manfredonia u. seine Bekehrung. Eintritt in den Kapuzinerorden, Krankenwärter u. Hospitalmeister. Gründung der Gemeinschaft für Krankenpflege 1582. Priester seit 1584. Leiter des Ordens der Kamillianer 1591 bis 1607. Patron der Kranken u. Spitäler seit 1886, zum Patron der Krankenpfleger 1930 u. Patron des italienisch militärischen Gesundheitsdienste 1974 erhoben. † am 14. Juli 1614 nach schwerer Krankheit in Rom. Sein Grab befindet sich in S. Maddalena. Heiligsprechung 1746. Sein Festtag ist der 14. Juli. Hl.
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Kapuziner |
OFMCap - Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum Aus den Franziskanern hervorgegangener u. seit 1209 bestehender, am Evangelium orientierter Mönchsorden. Seit 1517 mit Genehmigung Papst Clemens VII. (1523-1534). Gegründet 1525 vom Minoriten - Observanten - Matthäus Bassi. Mit Bestätigung durch Papst Klemens VII. hatte sich der Orden 1528 eigenständig reformiert hin zu äußerer Armut, strengem Eremitenleben, Handarbeit, Krankenpflege ohne wissenschaftliche Tätigkeit entwickelt. Die Kapuziner wurden benannt nach ihrer Tracht mit spitzer Kapuze. Sie gelten als barfüßige, bärtige Volksseelsorger mit starker Beteiligung an der Gegenreformation u. der katholischen Erneuerung. |
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Kamaldulenser |
Einsiedler - Orden. Gegründet von Romuald aus dem herzoglichen Geschlecht von Ravenna.
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Karmeliter |
OCD - Bettelorden Maria, ihre Patronin. Benannt nach dem Stammsitz auf dem Berg Karmel im Kalkgebirge Palästinas, in der Nähe der Höhle des Elias. Gründung als Einsiedlergenossenschaft im 12. Jh. vom Kreuzfahrer Berthold von Calabrien, † 1195. Unter seinem Nachfolger Brocardus, † 1231/34 gab Patriarch Albert v. Jerusalem, † 1241, dem Orden 1207 eine Regel mit den Schwerpunkten: Armut. Keuschheit, Gehorsam, Schweigen u. Fasten (ohne Fleisch), die 1226 von Papst Honorius III. bestätigt wurde. Durch den hl. Asketen u. Volksprediger Simon Stock (1165 - 1265) wurde der Orden umgestaltet (Volksseelsorge). Karmeliter tragen einen braunen Habit u. das Skapulier Û Schultertuch mit Kapuze. An Hochfesten einen weißen Mantel mit Kapuze. Ordensheilige: Hl. Teresa v. Avila (1515-1582). Mystikerin, Schriftstellerin u. als Kirchenlehrerin verehrt. Gründerin der neuen Kongregation der „Unbeschuhten Karmeliten“ Johannes v. Kreuz. Hl. |
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Kartäuser |
Benannt nach dem Gründungsort La Chartreuse bei Grenoble. Gegründet im Jahr 1084 von dem hl. Bruno von Köln (1035-1101), † am 6.10.1101. Der Eremiten-Orden hob sich hervor durch seine Strenge u. Schweigsamkeit. Seine Merkmale waren beten, studieren, Hausarbeit, ein Leben in völliger Abgeschiedenheit mit einem Großprior in Grande Chartreuse bei Grenoble. Der Orden ist größtenteils aufgehoben.
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Klarissinnen |
Der weibliche Franziskaner - Orden. Gegründet 1212 (1224 ?) durch die hl. Grafentochter Klara degli Scifi aus Assisi (um 1221 ? - 11. 8. 1253).
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Kluniazenser |
Gestiftet 910 in Burgund nach der Benediktinerregel
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Mechitaristen |
OMech - Armenischunierter Orden Gegründet von Petrus Manuk mit den Aktivitäten in der Erforschung u. Herausgabe armenischer Literatur, der Seelsorge, Jugenderziehung u. Erwachsenenbildung, sowie der Mission unter den Armen in Armenien. Nach dem Tod des Gründers kam es zur Spaltung in zwei Kongregationen. Die venezianischen Mechitaristen auf San Lazzaro brachten Gelehrte u. Schriftsteller hervor. Ältere Ordensangehörige gründeten 1773 in Triest ein Kloster mit einer Druckerei. Auflösung des Ordens 1805 durch Napoleon u. Flucht der Ordensleute 1810 nach Wien. Petrus Manuk, * am 7. 2. 1676 zu Sebaste (dem heutigen Sivas) in Stambul in Kleinarmenien. Mit seinem Eintritt ins Kloster in Sebaste 1691 nahm er den Namen „Mechithar“ (Tröster) an. 1696 Priesterweihe. Am 8. Sept. 1701 Gründung der Gemeinschaft in Istanbul nach abendländischem Muster u. Bestätigung durch Papst Clemens XII. nach der Benediktinerregel. Verlegung des Hauptsitzes 1717 nach San Lazzaro. † am 27. 4. 1749 in San Lazzaro, (eine Klosterinsel in der Lagune von Venedig).
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Minimiten - Paulaner |
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Oratorianer |
Dreifaltigkeitsbruderschaft zur Betreuung der armen Rompilger mit der Seelsorge als moralische Verpflichtung. Hl. Filippo (Philipp) Neri (1515-1595), * am 21. Juli 1515 in Florenz. Hauslehrer in Rom. 1521 Priesterweihe. Gegründete 1548 den Oratorianerorden, lehnte aber mehrmals die Kardinalswürde ab. Patron der Humoristen. Heiligsprechung 1622. † am 26. Mai 1595. Hl. |
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Pallotiner |
SACGesellschaft vom Katholischen Apostolat. Gründung durch Diakon Vinzenz Pallotti. † am 22. Jan. 1850, Märtyrer |
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Prämonstratenser |
Gründung durch den hl. Norbert von Xanten, (1082-1134) mit einem Leben nach der Augustinerregel zur Hebung des Weltklerus. Prèmontrè bei Laon in Frankreich war Mutterkloster u. erster Sitz. Weißes Gewand. Norbert von Xanten war Kraft seiner Geburt für die höhere kirchliche Laufbahn bestimmt, hatte aber als Inhaber höherer Pfründen auf die Einnahmen verzichtet. Wanderprediger. Seit 1126 Erzbf. v. Magdeburg. Am 25. Juli 1582 konsekriert. † am 6. Juni 1134, bestattet in der Abteikirche von Strahov in Prag. Hl. |
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Redemtoristen |
Gründer der männlichen Redemtoristen war der hl. Alfons Maria von Liguori. * am 27. 9. 1696 als erstes von acht Kindern in Neapel. Edelmann. Hatte am 21. Jan. 1712 zum Dr. jur. promoviert. Empfing am 21. Dez. 1726 die Priesterweihe. 1735 Gründung der Kongregation der männlichen Redemtoristen, der Kongregation des allerheiligsten Erlösers. Bestätigung am 25. 2. 1749 durch Papst Benedikt XIV. Seit 1762 Bischof v. St. Agata de’Goti. Durch schwerste Krankheit ging er mit 79. Jahren ins Kloster seiner Kongregation. 1839 heiliggesprochen. 1871 Ernennung zum Kirchenlehrer. † am 1. Aug. 1787 in Pagani bei Neapel. Hl.
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Salesianer |
Gründung durch den hl. Franz von Sales u. seiner Gehilfin Mére Chantal. Ein Orden der Krankenpflege. Franz von Sales, * am 21. Aug. 1567 auf Schloß Sales zu Thorens in Savoyen. Studium der Philosophie u. Theologie in Paris. 1594 Priester, Missionar am Genfer See. 1602 Bischof v. Genf. Mitbegründer der Salesianerinnen. Seit 1923Patron der Schriftsteller u. Journalisten. Heiligsprechung 1665. Erhebung zum Kirchenlehrer 1877 durch Papst Pius IX. † am 28. Dez. 1622 auf einer Reise nach Avignon. Hl.
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Salesianerinnen |
Gründung durch Don Bosco (1815-1888). Mitbegründerin des Ordens der „Schwestern von der Heimsuchung Mariä“ war die hl. Johana Franziska von Chantal.
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Salvatorianer |
Gesellschaft des Göttlichen Heilands.
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Servitenorden |
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Silvestriner |
Congregatio Silvestrina Kleine unabhängige Kongregation des Benediktinerordens. Gründung 1231 durch Abt Silvester Gozzolini im Kloster Monte Fano bei Fabriano.
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Somasker |
Regularkleriker mit lokaler Bedeutung zur Betreuung von Armen- u. Waisenhäusern in Venedig. Gründung 1532 durch den hl. Hieronymus Aemiliani, vornehmer Venezianer. Hl.
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Templer |
Ein 1119 gegründeter geistlicher, vorwiegend fränkischer Ritterorden in Jerusalem. Gestiftet von Hugo de Payens u. Gottfried de St. Omer zum Schutz des Heiligen Grabes unseres Herrn und zur Betreuung der Pilger und Kranken im Heiligen Land. 1128 gab Bernhard v. Clairvaux den Templern eine Regel. Seine Mitglieder waren in der Mehrzahl Franzosen. Neben dem Militärdienst unterhielten sie auch Hospitäler. Im 13. Jahrhundert erlangte der Orden großem Reichtum. 1307 wurden die Templer verhaftet, ihr Besitz durch die Krone eingezogen u. der Großmeister J. de Molay am 11. 3. 1314 mit vielen anderen in Paris verbrannt. Der in Avignon residierende Papst Klemens V. mußte durch den Druck der französischen Krone den Orden mit der Bulle vom 22. 3. 1312 auflösen. Die Verkündung erfolgte auf dem Konzil in Vienne am 3. 4. 1312. Die Güter wurden am 2. 5. 1312 den Johannitern übertragen. Der Temple, die Hauptniederlassung der Templer in Paris, diente als Staatsgefängnis während der französischen Revolution. Weißer Mantel mit rotem Kreuz. Hugo de Payens war 1. Großmeister der Templer u. bekam von König Balduin II. v. Jerusalem als Geschenk die Aqsa-Moschee in der Nähe des Tempels Salomons zugewiesen, daher der Name Templer.
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Theatiner |
OTheat Eine Regularkleriker-Gemeinschaft. Gründung 1524 in Rom von vier Priestern zur religiösen Erneuerung des Klerus durch Heranbildung eines neuen Typus von Weltpriestern. Ihre Gründungsmitglieder: Hl. Cajetan v. ThieneGianpietro Caraffa, Bischof v. Chieti (episcopus Theatinus), daher der Name des Ordens. Gianpietro Caraffa, der spätere Papst Paul IV. (1555-1559). |
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Trappisten |
OCSO - Ordo Cisterciensium Reformatorum oder Zisterzienser der strengen Observanz. Namengebende Abtei ist „La Trappe“Reformierter Zweig der Zisterzienser. Abspaltung u. 1892 zur Kongregation der Zisterzienser von der strengen Observanz zusammengefaßt. Gründung durch Abt Armand-Jean Le Bothillier de Rancé, † 1700. Hauptaufgabe des Ordens sind Chorgebet, Schriftlesung u. Betrachtung mit Handarbeit für den Lebensunterhalt. (Feierliches Chorgebet, strenges Schweigen u. harte Askese, daneben asketische Übungen u. keine Einzelzellen bestimmen den Tagesablauf). Das Ordenskleid besteht aus dem weißem Habit mit schwarzem Skapulier u. weißem Mantel. |
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Trinitarier |
OSST Orden der Heiligsten Dreifaltigkeit zum Loskauf der Gefangenen. Gründung durch den hl. Johannes v. Matha (um 1154-1213).
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Ursulinen |
Gründerin der Gesellschaft der heiligen Ursela 1535 in Brescia war die hl. Angela v. Merici. Benannt nach der Stifterin. - Eine religiöse Frauenvereinigung für Mädchenerziehung, Jugendunterricht u. Krankenpflege. * am 21. 3. 1474 in Desenzano am Gardasee. Jungfrau. Nach dem Verlust all ihrer Verwandten verzichtete sie auf ihr Erbe u. nahm das Kleid des Dritten Ordens des heiligen Franziskus. Nach Gründung des Ordens wurde sie erste Oberin. † am 27. 1. 1540. 1768 selig- u. 1807 heilig gesprochen. Hl. |
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Zisterzienser
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Orden der Zisterzienser von der allgemeinen Observanz mit 14 Kongregationen. Zur Familie zählen die Trappisten u. vier Kongegrationen von Bernardinerinnen. Die Zisterzienser gingen 1098 als Missionsorden aus dem Orden der Benediktiner hervor, als Robert von Molesme (1027-1111) aus der Diözese Langres zusammen mit 21 Mönchen das Kloster Molesme verließ u. in dem abgelegenen Cìteaux (lateinisch Cistercium) eine nach den Bendiktregeln streng asketisch lebende Abtei gründete. Er mußte aber zurück nach dem von ihm zuvor gegründeten Kloster Molesme u. übergab die Leitung in Cìteaux dem nachgewählten Alberich. Die Entwicklung zum Orden wurde eingeleitet unter dem Nachfolger Alberichs, dem dritten Abt Stephan Harding von Citeaux, der die als Grundgesetz dienende Charta Caritatis (Urkunde der Liebe) schrieb. Seine zisterziensische Auslegung der Benediktinerregel regelt das tägliche Leben der Einzelklöster mit einfacher Kleidung, bescheidener Ernährung, dem Erwerb des Lebensunterhalts durch Handarbeit u. Landwirtschaft, sowie die Verhältnisse der Klöster mit ihrem Visitationsrecht zu ihren Tochterklöstern. Stephan Harding kann als der eigentliche Gründer des Zisterzienserordens angesehen werden. Er leitete das Kloster in den Jahren 1109-1133. Das Stammkloster Citeaux bei Dijon wurde nach der Örtlichkeit benannt. Bernhards von Clairvaux verdanken die Zisterzienser die weltweite Verbreitung des Ordens. Bei seinem Tod bestanden 344 Zisterzen, i. J. 1300 waren es 700 Abteien u. im 13. Jh. bestanden ca. 2.000 Männer- u. 600 Frauenklöster. Zisterzen waren Bauernklöster. Im 9. Jh. setzte mit der Erlangung von Reichtum u. politischem Einfluss der Niedergang des Mönchstums ein. Im 16. Jahrhundert führte die Reformation zu einem schwerwiegenden Aderlass für Orden u. Kirche. England u. Nordeuropa fielen von Rom ab. Viele Konvente nahmen die Lehre Luthers an oder lösten sich auf. Deutsche Fürsten traten zum neuen Glauben über, um sich Kirchen- u. Klosterbesitz anzueignen. 1782 leitete Kaiser Joseph II. in Österreich die Aufhebung von 8oo Klöstern ein. Die Tendenz setzte sich während der Französischen Revolution u. unter Kaiser Napoleon fort. In Preußen brachte das Dekret von 1810 alle Klöster in weltlichen Besitz. 1892 führte die Abspaltung der Trappisten zur Schwächung des Ordens. Zisterzienserkirchen sind der hl. Maria geweiht. Der Orden der Zisterzienser strebt nach lauterem Gebet in Einsamkeit, Einfachheit u. Armut, in verantwortungsbewusster Arbeit u. demütiger Nachfolge Jesu. Weiße Tracht für Herrenmönche, braune Tracht für Laienmönche - Konversen. Bernhard de Fontaines von Clairvaux. * 1090 als Sohn des Ritters Tecelin auf Schloss Fontaines-Burgund u. Elisabeth. 1112 wurde er mit 30 Verwandten im Kloster von Cìteaux aufgenommen. 1115 wurde er vom englischen Abt Stephan Harding von Cìteaux mit der Neugründung des Ordens (in neuer Form) unter der Verwerfung aller Pracht in den Kirchen u. Klöstern betraut u. beauftragt, in der französischen Champagne zu Clairvaux als Abt ein Kloster zu gründen. Theologe u. Schriftsteller. Prediger u. theologischer Schriftsteller. Geistiger Führer des Ordens u. geschätzter Berater weltlicher u. geistlicher Würdenträger. 38 Jahre Abt seines Ordens. Kirchenlehrer durch päpstliche Bulle. Er predigte 1146 den zweiten Kreuzzug. † am 20. 8. 1153. Hl. seit 1173.
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Antoniusbrüder |
Orden der Antoniusbrüder. Spitalorden.
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Birgittinnen |
Kongregation der Klosterschwestern des allerheiligsten Erlösers nach Brigitta v. Schweden (1303-1373). Gründung 1911 von der schwedischen Konvertitin Elisabeth Hasselblad.
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Kamillianer |
Camillo de Lellis, † 1614, führte zusammen mit Philipp Neri seine Genossenschaft in neuzeitlich organisierter Diakonie an den Kranken u. Sterbenden.
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Lazaristen (Vinzentinerinnen) |
Die Bezeichnung der Gründung stammt vom Haus St.-Lazare in Paris. Sie wirkten mit ihrer Missionstätigkeit vor allem im osmanischen Reich u. in Übersee. Nach Aufhebung der Jesuiten nahmen sie teilweise deren Stellung ein. Mitbegründerin der „Filles de la Charité“ ,Vinzentinerinnen, ist die hl. Louise de Marillac. Vinzentinerinnen oder Barmherzige Schwestern trugen graue, später blaue Kleidung mit weißen Hauben. Vinzenz von Paul, * 1581 als Sohn armer Bauern mit sieben Geschwistern, erhielt 15jährig Weihe u. Tonsur der Franziskaner. Studium in Toulouse, empfing 20jährig seine Priesterweihe. Gründer der Vinzentiner (Lazaristen) u. Vinzentinerinnen. „Caritativer Vater“ Frankreichs. Charismatiker der Nächstenliebe u. Seelsorge. Missionar. Wurde 1737 heiliggesprochen u. seit 1885 Patron aller Einrichtungen der Barmherzigkeit. † am 27. Sept. 1660. Hl. |
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Visitandinnen, Salesianerinnen |
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Oblaten des hl. Franz v. Sales |
Franz v. Sales, * am 21. Aug. 1567 auf Schloss Sales zu Thorens in Savoyen. Studium der Philosophie u. Theologie in Paris. 1594 Priester, 1602 Bischof v. Genf. Mitbegründer der Salesianerinnen. Heiligsprechung 1665. Kirchenlehrer seit 1877 durch Papst Pius IX. u. Patron der Schriftsteller u. Journalisten seit 1923. † am 28. Dez. 1622 auf einer Reise nach Avignon. Hl. |
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Oblatinnen von Tor de’ Specchi |
† am 9. März 1440. Hl.
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Oblaten d. hl. Joseph |
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Orden U. Lieb.-Frau |
Orden von Unserer Lieben Frau Gründer der Chorfrauen Unserer Lieben Frau durch Petrus Fourerius aus Lothringen um 1600 nach der Regel des hl. Augustin. † am 9. 12. 1640, selig seit 1730. |
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Orden v. Foutévraud |
Gründung durch den Kreuzzugsprediger Robert v. Abrissel für die Verehrung der Jungfrau Maria.
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Piaristen |
Gründung durch Joseph von Calasanza. 1597 Eröffnung der ersten öffentlichen u. unentgeltliche Knabenschule in Europa. Gelübde der Jugenderziehung. Joseph von Calasanza, † 1648. Hl. |
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Passionisten |
Gründung 1725 durch den Piemonteser Paul vom Kreuz. (Predigt u. Beispiel).
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Salvatorianer und Salvatorianerinnen |
SDS - Salvatorianerschwestern Gründung 1881 durch Pater Franziskus Maria vom Kreuz Jordan. 1888 erfolgte die Gründung der weiblichen Linie in Zusammenarbeit mit der sel. Maria Theresia von Wüllenweber, † am 25. Dez. 1907 |
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Steyler Missionare, Verbiten |
Gründung 1875 im holländischen Steyl durch den sel. Arnold Janssen.
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Väter d. christlichen Lehre |
Gründung durch Jean Baptiste Romillon, Konvertit mit 26 Jahren.
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