Zu den Hauptkirchen der römischen Christengemeinde gehören vier Patriarchalbasiliken, sieben Pilgerkirchen, insgesamt 28 Titelkirchen des höheren Klerus u. 18 Diakonatskirchen.
Hauptkirchen
|
San Pietro in Vaticano (Sankt Peter) St. Peter u. Paul Patriarchalbasilika Pilgerkirche Hauptkirche
Messe auf dem Petersplatz
|
Die Balustrade der Kolonnaden auf dem Petersplatz trägt 162 Heiligenfiguren. Der Eingang der Säulen-Fassade ganz rechts wirkt als „Porta Sancta“, die Heilige Pforte. Beisetzungen im Dom von 44 Päpsten, (1. Papst war Leo I. d. Gr.). In der alten u. neuen Peterskirche wurden 147 Päpste bis 2003 beigesetzt. |
|
San Giovanni in Laterano (St. Johann im Lateran) Patriarchalbasilika Pilgerkirche Hauptkirche Stationskirche Pfarrkirche
Lateran
Baptisterium |
Erzbasilika, Kathedrale von Rom u. Mutter aller Kirchen von Rom. Kathedrale des Papstes u. Bischofskirche Roms. Gelegen nahe der „Porta Asinaria“ u. der „Porta San Giovanni“ am Beginn der Via Appia Nuova. Als Haupt- u. Mutterkirche der Stadt Rom trug sie seit der Gründung den Titel: - „Santo Salvatore e Santi Giovanni Battista ed Evangelista in Laterano.“ - Später war sie Kirche der Titelheiligen Johannes des Täufers u. Johannes des Evangelisten. Sie wurde von Kaiser Konstantin d. Großen auf dem Grund der niedergerissenen Kaserne (Standort einer Elitetruppe, die im Kampf an der Milvischen Brücke 312 n. Chr. offensichtlich auf der falschen Seite gekämpft hatte) als erste christliche Kirche Roms zwischen 311 u. 314 errichtet. Ein Gedenktag der Weihe der Lateranbasilika zur Kathedrale Roms wird am 9. Nov. jeden Jahres gefeiert. Im Inneren der Kathedrale befindet sich die Palastkapelle „Sancta Sanctorum“ mit der Heilige Stiege „Scala Sancta“, aus dem Jerusalemer Palast des Pilatus; ein Ziborium über dem Hauptaltar zur Aufbewahrung der Häupter der Apostelfürsten des Petrus u. Paulus, sowie einige Grabstätten früherer Päpste, u.a. von Papst Innozenz III. Papst Pius V. bestätigte 1569 die Privilegien von St. Johann im Lateran, (der Wortlaut im Eingangsbereich der Basilika in Stein gemeißelt) u. die Heilige Pforte ganz rechts.
|
|
San Paolo fuori le Mura (St. Paul vor den Mauern) St. Paul an der Via Ostiense PatriarchalbasilikaPilgerkirche Hauptkirche Stationskirche
|
Unmittelbar am Tiberufer, an der Ausfallstraße nach Ostia gelegen. Begräbnisstätte des Völkerapostels Paulus. Über einer Kapelle mit dem Grab des hl. Paulus, († um 67 n. Chr., enthauptet), wurde 386 mit dem Bau begonnen u. im Jahr 400 vollendet. Die fünfschiffige Säulenbasilika mit romanischem Kreuzgang war bis ins 16. Jahrhundert das größte Gotteshaus der Christenheit bis zum Bau von St. Peter. 1823 ausgebrannt. Weihe von St. Paul vor den Mauern am 10. Dez. 1854. Seit dem 10. Jh. im Besitz der Mönche mit der Benediktinerregel. Den Innenraum beherrschen chronologisch angeordnete Papstbildnisse im Mittel- u. Querschiff in Medaillonform. Ein 5m hoher Osterleuchter u. einer der schönsten Kreuzgänge abendländischer Baukunst. Konzilsankündigung von Papst Johannes XXIII. am 25. Jan. 1959, dem Festtag der Bekehrung des heiligen Paulus, in der Basilika „St. Paul vor den Mauern.“ Am 18. Jan. 2000 beteiligten sich erstmals in der Kirchengeschichte Vertreter von 23 christlichen (orthodoxen u. protestantischen) Kirchen an der Zeremonie der Öffnung der Heiligen Pforte zu St. Paul vor den Mauern in Rom zusammen mit Zelebrant Papst Johannes Paul II. |
|
Santa Maria Magiore (Marienkirche) Patriarchalbasilika Pilgerkirche Hauptkirche Stationskirche
|
Größte u. ehrwürdigste der rund 80 Marienkirchen der Stadt Rom. Sie ist die erste der Gottesmutter in Rom geweihte Kirche u. war immer die „Marianische Basilika der Päpste in Rom.“ Der Standort wurde laut Legende nach wunderbaren Schneefall vom 4. zum 5. Aug. 352 auf dem Esquilin angewiesen u. erhielt den Namen „Santa Maria ad nives“ (zum Schnee). Der Bau zur feierlichen Liturgie des Weihnachtsfestes über der Grotte zur Verehrung von Reliquien der Krippe Jesu als „La Sacra Culla“ wurde von Papst Liberius (352-366) geweiht. Nach alter Tradition brachta Kaiserin Helena (248-328) eine Reliquie der Krippe aus Palästina mit nach Rom. Das römische Volk verehrte diese in einer Grotte auf dem Eaquilin, die zur Kapelle ausgebaut wurde. Die heutige Basilika wurde nach Verkündung der Gottesmutterschaft Mariens auf dem Konzil von Ephesus 431 unter Papst Sixtus III. (432-440) mit Titel „Santa Maria Maggiore“ als bedeutendste Marienkirche des Abendlandes geweiht. Hier wurde auch die erste Christmette gefeiert. Der Neupriester Eugenio Pacelli (später Papst Pius XII.) hielt in der Marienkirche Santa Maria Magiore 1899 seine Primiz u. konnte 1950 an der gleichen Stelle die Glaubenswahrheit verkünden: „Maria ist mit Leib u. Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen worden.“ Ausstattung der Kathedrale mit Reliquien der Krippe von
Bethlehem u. Mosaiken an der Hochwand aus dem 5. Jahrhundert (die nur mit
Fernglas zu betrachten sind) u. der Heiligen Pforte. Grablege von acht Päpsten (u. a. Honorius III., Paul V., Pius V. u. Klemens VIII.).
Hauptportal Luftbild Apsis
Der Triumphbogen in „Santa Maria Maggiore“ in Rom ist noch immer monumentale Bestätigung des Konzils von Ephesus u. die Verkündung des Sieges über Nestorius. |
|
(Sankt Lorenzo vor den Mauern) Pilgerkirche Hauptkirche Stationskirche
|
Doppelbasilika. Sie ist der Verehrung des unter Kaiser Valerian I. auf einem Feuerrost zu Tode gemarterten Diakons der römischen Gemeinde gewidmet. Papst Pelagius I. (556-561) ließ die Grabkapelle aus konstantinischer Zeit freilegen u. errichtete eine dreischiffige Kirche, die von Papst Honorius III. umgebaut wurde. Grablege in der Unterkirche von Papst Pius IX., † 1878 u. Kardinal Fieschi, † 1256. Ausstattung mit Heiligen- u. Märtyrerreliquien (der hll. Laurentius, † 258 u. Stefan). Kreuzgang
|
|
Santa Croce in Gerusalemme (Heiligkreuzkirche) zum hl. Kreuz von Jerusalem Pilgerkirche Hauptkirche Stationskirche
|
Klosterkirche der Zisterzienser. In Nähe der Porta Maggiore (eines monumentalen Stadttors von Rom), an der Innenseite der Aurelianischen Mauer. Das Fundament stammt aus dem 4. Jahrhundert (erbaut vom 1. christlichen Kaiser des Römischen Reiches Konstantin d. Großen). Die Kirche beherbergt die Kapelle der hl. Flavia Helena, Kaiserin u. Mutter von Konstantin d. Großen (306-337). Sie ist Aufbewahrungsort von Reliquien, welche Kaiserin Helena im 4. Jahrhundert aus Jerusalem nach Rom brachte (Holz u. Nägeln des Kreuzes (vom Wahren Kreuz, des heilbringenden und lebenspendenden Kreuz) Jesu u. das Basaltgrabmal der hll. Caesarius u. Anastasius). Die päpstlichen Feiern der Karfreitagsmessen werden hier gehalten.
|
|
San Sebastiano fuori le Mura (Sankt Sebastian) Pilgerkirche Hauptkirche Stationskirche |
Mit Heiligen- u. Märtyrerreliquien. Die Kirche war erst den Aposteln Petrus u. Paulus geweiht u. in der 1. Hälfte des 4. Jh. entstanden. Hier wurde der christliche Prätorianer-Offz. Sebastiano unter Kaiser Diokletian hingerichtet u. begraben. Nach Auffindung des Leichnams 990 wurden die Gebeine des hl. Sebastian in dieser Kirche Bestattung u. zugleich die Umbenennung der Kirch. Umbau im 13. Jh. Im Innern der Basilika befindet sich der Zugang zu den Katakomben, dem einzigen frühchristlichen Friedhof Rom`s.
|
Stationskirchen
|
Santo Stefano Rotondo Stationskirche |
(Sankt Stephan) „Santo Stefano Rotondo in Monte Celio“, nahe der Via Navicella auf dem Celiohügel. Klassische Rundkirche zum Gedenken an den hl. Erzmartyrer Stephanus. Architektonisches Schmuckstück. Erbaut unter Papst Simplicius (468-483). Feier der Messe am Stefanstag Û 2. Weinachtstag.
|
|
San Clemente Stationskirche
|
Sankt Klemens, benannt nach dem 3. Nachfolger auf dem Stuhl Petri. Erbaut vor dem Jahr 385 u. geweiht zu Ehren des hl. Papstes Clemens I. (88-97) auf den Bauten einer Kapelle aus dem Urchristentum. Erwähnung findet die Kirche 392 n. Chr. vom hl. Hieronymus. Die Unterkirche von 200 v. Chr. war einst Mithrastempel u. ist durch einen Abstieg zum freigelegten Wohnhaus mit Mithras - Heiligtum seit 1861 zugänglich. Gezeigt wird eine Schatzkammer romanischer Wandmalerei, ein Osterleuchter, Bf.-Stuhl, ein viersäuliges Tabernakel u. eine Choreinfassung aus dem 6. Jahrhundert. Grabstätte des Hl. Kyrillos, dem Apostel der Slawen u. ökumenischer Wallfahrtsort der orthodoxen Christen. Hier fanden zwei Konzile (417 u. 499) statt. Basilika an der Via San Giovanni zwischen Lateran u. Kolosseum.
|
|
San Giorgio in Velabro Stationskirche |
Ein Gotteshaus aus dem 5.-6. Jahrhundert, geweiht dem hl. Sebastian von Papst Leo II., später dem hl. Georg von Papst Zacharias. Seit 1088 bis heute wird sie genutzt als Kardinaldiakontitelkirche.
|
|
Santa Sabina Stationskirche
|
Basilika u. Kardinaltitelkirche. Stationskirche am Aschermittwoch. Konvent der Dominikaner. Älteste Kirche auf dem Aventin-Hügel, nahe dem Tiberufer auf einem hohem Steilhang. Baubeginn war 425 auf den Resten einer älteren Anlage, Haus der hl. Sabina (Titulus Sabinae), † 120 od. 125, sie wurde unter Kaiser Hadrian mit dem Schwert enthauptet. Mehrmals umgebaut, im 10. Jahrhundert kaiserliche Festung. Durch Papst Honorius III. seit 1222 Besitz des Dominikaner-Ordens.
|
|
San Pietro in Vincoli
(St. Peter in Ketten) Stationskirche für den ersten Montag der Fastenzeit |
Kardinalpriestertitelkirche. Basilika bei den Kaiserforen, in der Nähe vom Kolosseum. Ausgestattet mit den 20 dorischen Marmorsäulen aus antiken Tempeln. Zu erreichen von der Via Cavor, (früher: Via Scelerata), mit steiler Treppe unter einem Türbogen. Eine der ältesten Kirchen Roms, (Baubeginn 431). Gründung 442 durch Kaiserin Eudoxia der Jüngeren, Gemahlin Kaiser Valentinian III., um die Ketten des Apostels Petrus aufzunehmen. Grabmal von Papst Julius II. (bestattet im Petersdom) mit der Figur des Moses von Michelangelo u. den zwei flankierenden Frauengestalten, Lea u. Rachel u. des deutschen Kardinals Nikolaus (Cusanus), † 1464. Kirche der Augustinerchorherren vom Lateran, klein u. bescheiden mit den Reliquien der Ketten des Petrus.
|
Stadtkirchen
|
Sant’ Agnese |
Erbaut an der Stelle des Märtyrertodes der heiligen Agnes, an der Piazza Navona, auf den Resten des antiken Domitian-Stadions (Circus Agonalis).
|
|
Sant‘ Agnese fuori le Mura |
In der Via Nomentana. Geweiht der hl. Agnes, erbaut über dem Grab der Märtyrerin. Konstantia, die Tochter Kaiser Konstantins, ließ über ihrem Grab um die Mitte des 4. Jahrhunderts einen Kultraum errichten. Erneuerung unter Papst Honorius I. (624-638). Unter der Kirche befinden sich Katakomben des 3. u. 4. Jahrhunderts, ein steinerner Bf.-Stuhl u. ein Apsismosaik des 7. Jahrhunderts.
|
|
Sant’ Agostino |
An der Piazza Sant’ Agostino im ehemaligen Marsfeld. Grabeskirche der hl. Monika, der Mutter des Kirchenpatrons Augustinus. Erbaut 1420, geweiht dem hl. Augustinus. 1430 wurden die sterblichen Überreste der hl. Monika aus Ostia in die Kirche Sant’ Agostino überführt.
|
|
Sant’ Alfonso all’ Esquilino |
An der Via Merulana zwischen „Santa Maria Maggiore“ zum Lateran. Die Kirche der Redemptoristen mit der weltweit verehrten Ikone von der „Immerwährenden Hilfe“
|
|
St. Anastasia |
Am Aventin
|
|
Sant`Andrea al Quirinale |
Nimmt die Seitenfront des Palazzo del Quirinale ein. Hofkirche, heut für Hochzeiten beliebt.
|
|
Sant’ Andrea della Valle
|
Klosterkirche der Theatiner am Corso Vittorio Emanuele. Verehrung der hl. Apostel Andreas u. Sebastian. Titelkirche von Joseph Kardinal Höffner. Erbaut als Kuppelkirche von 1591-1663. Wandgräber der Piccolomini-Päpste Pius II. (1458-1464) u. dessen Neffen Pius III. (1503).
|
|
SS. Annunziata |
Mit Heiligen- u. Märtyrerreliquien.
|
|
SS. XII Apostoli Stationskirche in der Fastenzeit |
Basilika mit dem Grabmahl von Papst Klemens XIV. Zwölfapostelkirche. Kloster-, Kardinaltitel- u. Stationskirche in der Fastenzeit. Einst Familienkirche der Colonna u. als Bauwerk in deren Palazzo eingefügt. Gelegen an der Piazza S.S. Apostoli, in der Nähe des Trajansforum u. der Piazza Venezia. |
|
San Benedetto in Piscinula |
Gelegen in Trastevere auf Höhe der Tiberinsel zwischen dem „Ponte Cestio“ u. „S. Cecilia“. Kein touristischer Höhepunkt, aber die kleinste Basilika (12. Jh..) mit dem niedrigsten Turm. Verbunden mit dem Leben des hl. Benedikt.
|
|
San Carlo alle Quattro Fontane |
Römische Altstadtkirche. Barockes Kleinod, errichtet um 1600. Die Kuppel ist Orientierungspunkt über die Altstadt von Rom, gelegen gegenüber dem Mauseleo di Augusto Imperatore.
|
|
S. Cecilia in Trastevere
|
Geweiht der hl. Jungfrau u. Märtyrerin Cäcilia. Sie entstammte nach Überlieferung aus dem altrömischen Adelsgeschlecht der Cäcilier u. wurde mit ihrem Verlobten Valerianus u. dessen Bruder Tiburtius enthauptet. Drei Tage vor dem Aufschub ihres Märtyrertodes stiftete die römische Jungfrau u. Märtyrerin Cäcilia ihr Vermögen den Armen u. ihr Haus der römischen Gemeinde. Ihre Gebeine wurden 821 aus den Calixtuskatakomben durch Papst Paschalis I. (817-824) mit den Reliquien anderer Heiliger zur Titelkirche „S. Cecilia in Trastevere“ überführt, dem Haus, das als Stiftung im 3. Jahrhundert in den Besitz der römischen Gemeinde übergegangen war. 1599 ließ Kardinal Sfondrato den Sarkophag öffnen. So wie der unverweste Leichnam aufgefunden wurde, war er in Marmor von Stefano Maderno (1576-1636) nachgebildet worden.
|
|
Santa Constanza |
Gelegen in der Via Nomentana. Besonders schöner Kirchenraum (Rundbau). Grabeskirche für Constanzia u. Helena, Töchter Kaiser Konstantin I. (306-337).
|
|
Domine quo vadis „Herr, wohin gehst du?“ |
Die Kirche „Domine quo vadis“ oder „Santa Maria in Palmis“ finden wir an der Via Appia Antica. „Domine quo vadis,“ die Frage des hl. Petrus an einen Fremden auf der Flucht. Der Fremde antwortet: „Ich komme, um mich ein zweites Mal kreuzigen zu lassen.“ Petrus erkennt Jesus u. entschließt sich zur Umkehr, damit sich seine Bestimmung erfülle. An der Stelle der Begegnung der Bau einer Kapelle. Ein Umbau erfolgte im 17. Jh.
|
|
Santa Francesca Romana |
Ein Oratorium des Tempels der Venus u. Roma, nachdem die Kirche Santa Maria Antiqua geschlossen worden war. Weihe nach der röm. hl. Francesca, Patronin der Autofahrer im 15. Jahrhundert.
|
|
San Giovanni a Porta Latina
|
Sankt Johann an der Lateinischen Pforte, nahe Porta Latina, entstanden im 5. Jahrhundert.
|
|
San Giovanni e Paolo |
Nahe dem Kolosseum. Basilika, benannt nach zwei Märtyrern. Sie wurden beide 362 als Beamten unter dem heidnischen Kaiser Julian Aposta in ihrem Haus enthauptet u. bestattet. Gründung des Kirchenbaus im Jahr 398 durch Kaiser Konstantin. 410 von Alarich u. 442 durch ein Erdbeben zerstört. 1084 von den Normannen geplündert. Unter Papst Paschalis II. wieder aufgebaut u. später mehrfach umgebaut. Im rechten Seitenschiff befindet sich der Zugang zu den Untergeschossen mit der Grablege der Märtyrer der hll. Johannes u. Paulus.
|
|
Il Gesù |
Erste römische Jesuitenkirche. Hauptkirche des Jesuitenordens, gelegen an der Piazza del Gesù. Baubeginn 1568. Grabaltar des hl. Ignatius von Loyola.
|
|
Sant‘ Ignatio |
Bei der Via del Corso. Einst das Kolleg des Jesuitenordens in Rom. Verbunden mit dem Palast Collegio Romanum an der gleichnamigen Piazza.
|
|
San Lorenzo in Lucina |
Gedächtniskirche für den Märtyrer des hl. Laurentius. Gelegen innerhalb der antiken Stadtmauern im Zentrum Roms nahe der Via del Corso. In Lucina, (lucus, bezeichnet ein sakrales Wäldchen), benannt nach einem früheren heidnischen Hain. Erbaut im 4./5. Jahrhundert. Umbauten erfolgten im 12. u. 17. Jh.
|
|
San Lorenzo in Damaso |
In Damaso, benannt nach Papst Damasus (366–384). Geweiht dem hl. Laurentius.
|
|
San Luigi die Francesi |
Nationalkirche der Franzosen, östlich der Piazza Navona.
|
|
San Marcello |
Kardinaltitelkirche. An der Via del Corso, dem hl. Papst Marcellus I. (307/308-309) geweiht. Überführung seiner Gebeine aus den Priscillakatakomben in die Kirche „San Marcello“ um 800. Erwähnung der Kirche erstmals um 418, erbaut vermutlich schon im vorhergehenden Jahrhundert. Die Kirche birgt das bekannte „wunderbare“ Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Das Kreuz wurde in Heiligen Jahren zur Verehrung in den Petersdom gebracht (zur Fastenzeit im Jahr 2000).
|
|
San Saba
|
Die heutige Kollegskirche des „Collegium Germanicum et Hungaricum“ San Saba in Rom auf dem Aventinhügel wurde dem Vater des palästinensischen Mönchstums, dem hl. Abt Sabas geweiht.
|
|
Santa Maria degli Angeli |
Erbaut in den Diokletiansthermen von 1561-1566. Geweiht den Engeln u. christlichen Märtyrern. Konzipiert von Michelangelo. Grabmahl von Papst Pius IV. Nutzung für Feierliche Gottesdienste u. offizielle Anlässe der Republik.
|
|
Santa Maria del Popolo |
Neben dem Stadttor, (heut nur noch eine Durchfahrt). An ihrer Stelle stand einst eine Kapelle. Der Bau der Marienkirche erfolgte 1099 durch Papst Paschalis II. zum Dank der Befreiung des Hl. Grabes auf Kosten der Bevölkerung, (daher ihr Name). Das der Kirche angeschlossene Augustinerkloster war der Aufenthaltsort Luthers in den Jahren 1510-1511.
|
|
Santa Maria dell’ Anima |
Nationalkirche der Deutschen, nordwestlich der Piazza Navona. Keine Kardinal-Titelkirche. Kirchweihe am 25. Nov. 1542. Grabmahl v. Papst Hadrian VI. (1522-1523), dem letzten Nichtitaliener vor Papst Joh. Paul II., † am 14. Sept. 1523 in Rom. Seine sterblichen Überreste wurden am 11. Aug. 1522 in die noch nicht vollendete Kirche S. Maria dell’ Anima in Rom überführt. Grabmahl von Kardinal Willlem van Enkenvoirt, einziger von Hadrian ernannter Kardinal, Bf. v. Utrecht u. Erbauer der Kirche, sowie sechs weiteren Kardinälen. Unter ihnen der deutsche Kard. u. Konzilstheologe Johannes Gropper, * am 24. Febr. 1503 in Soest in Westfalen, seit dem 20. Dez. 1555 Kardinal (nicht angenommen), † am 13. März 1559 in Rom. |
|
Santa Maria della Concezione |
Kapuzinerkirche an der Via Vittorio Veneto. In fünf unterirdischen Kapellen liegen u. hängen Skelette, Schädel u. Knochen von ca. 4000 Kapuzinermönchen.
|
|
Santa Maria della Vittoria |
An der Piazza San Bernardo. Altar der hl. Theresa v. Avila, mit der Marmorgruppe „Die Verzückung der hl. Theresa v. Avila“ von Bernini.
|
|
Santa Maria di Monserato |
Grabstätte der Päpste Alexander VI. (1492-1503) u. Kalixtus III. (1455-1458), beide waren ursprünglich begraben in den Grotten des Vatikan. |
|
Santa Maria „Ara Caeli“ (Aracoeli Û Sankt Marienkirche zum Himmelsaltar). |
Auf dem Kapitolshügel mit „himmelstürmender“ Treppe, von der Piazza d`Aracoeli zum Hauptportal über 124 Stufen. Erbaut auf dem Fundament eines Tempels der altrömischen Göttin Juno Moneta. Der Ursprung der Kirche geht bis in das 6. Jh. zurück, war im 8. Jh. griechisches Kloster, danach Kloster der Benediktiner, 1250 wurde das Grundstück mit Kirche u. Kloster von Papst Innozenz IV. an die Franziskaner übergeben (Restaurierung der Reiterstatue des Marc Aurel, den Palästen u. der Prachttreppe zum Jahr 2000). Ziegelsteinfassade. Im Hauptschiff mit der von antiken Säulen getragenen Balkendecke, einer Stiftung zur Erinnerung des Seesieges von Lepanto. Reliquien der hl. Kaiserin Helena, Mutter von Kaiser Konstantin d. Großen u. einer anbetungswürdigen Figur, des „Bambi Gesù“ der Kinderverehrung. Grabmal von Papst Honorius IV. u. seiner Mutter.
|
|
Santa Maria in Cosmedin
|
Glanzpunkt römischer Kirchen am Tiber gelegen. Erbaut in den Jahren 772-1124. Steinmaske, (Bocca della Verità Û der Mund der Wahrheit).
|
|
Santa Maria in Domnica |
Auf dem Caelius-Hügel an der Via Claudia. Existenz seit dem 7. Jahrhundert, als Basilika seit 820.
|
|
Santa Maria in Trastevere
|
Älteste der Gottesmutter geweihte Gebetsstätte in Rom, gegründet im 3. Jahrhundert. Papst Julius I. (337-352) ließ über einer von Papst Calixtus I. (217-222) gegründeten Kirche (Oratorium) einen Neubau als Basilika errichten. Der in Trastevere geborene Papst Innozenz II. (1130-1143) ließ die Kirche erneuern u. mit herrlichen Mosaiken ausschmücken, unter Verwendung von Granitsäulen aus einem Tempel der Isis u. Marmorplatten aus den Caracalla-Thermen. Mosaiken des 12. Jahrhunderts. Grabstätte von Papst Julius I. (337-352).
|
|
Santa Maria sopra Minerva |
Dreischiffige gotische Pfeilerbasilika. Benannt nach dem Tempel der Minerva Chalcidica, auf dessen Grundmauern ein Vorgängerbau des heutigen Gotteshauses stand. Sie war Austragungsort zweier Konklave mit der Wahl der Päpste Eugen IV. 1431 u. Papst Nikolaus V. 1447, der Ort der Prozesse gegen den Dominikaner und Philosophen Giardano Bruno u. den Naturwissenschaftler Galileo Galilei. Seit 1275 Dominikanerkirche. Einzige reingotische Kirche Roms. Grabeskirche der: Hl. Katharina v. Siena, Sel. Frà Angelico, Papst Urban VII., † 1590, Papst Clemens VII., † 1534, Papst Leo X., † 1521, Papst Paul VI., † 1978, Papst Benedikt XIII., † 1730. In einer Seitenkapelle befinden sich Grabdenkmäler der Eltern von Papst Clemens VIII., des Silvestro Aldobrandini, † 1558 u. Lesa Dati, † 1557.
|
|
Pantheon
|
Auf der Piazza della Rotonda unter Kaiser Hadrian errichtet. Nunmehr Symbol zur Huldigung der hl. Jungfrau Agnes u. aller Märtyrer. Grabstätte von Viktor Emanuel II., Humbert I. u. Raffael.
|
|
San Pietro in Montorio |
Erbaut auf dem Gianicilo im 9. Jahrhundert an dem Ort, an dem Petrus mit dem Kopf nach unten gekreuzigt wurde.
|
|
Santa Prassede |
Schwesterkirche zu Santa Pudenziana nahe Santa Maria Maggiore an der Via di San Martino. Säulenfragment der Säule, an der Christus zur Passion gegeißelt wurde.
|
|
Santa Pudenziana |
Schwesterkirche zu Santa Prassede in der Via Urbane nahe Santa Maria Maggiore. Eine der ältesten Kirchen Roms. Erste Bauausführung 384-399 mit Unterkirche, die Säle mit Mosaikfußböden. (Der hl. Petrus hat hier im Haus des Senators Pudens den Senator u. seine Töchter Pudentiana u. Praxedis zum christlichen Glauben geführt).
|
|
Santi Quattro Coronati Die heiligen Viergekrönten |
Am Abhang des Caelius-Hügel, nahe dem Kolosseum. Hervorzuheben sind Fresken, die Krypta u. der Kreuzgang.
|
|
Santissima Trinità die Monti |
Dreifaltigkeitskirche. Abschluss der Achse der Via Condotti, eine der elegantesten Einkaufsstraße, mit der Spanischen Treppe.
|
|
Basilika di Porta Maggiore |
In der Via Prenestina Nr. 17 (der Straße nach Palestrina). Ein antiker Bau 14m unter der Erde aus dem 1. Jh. n. Chr.
|
|
Abtei San Paolo alle Tre Fontane |
Mit den drei Brunnen. Ort der Enthauptung des Paulus.
|
|
Taufkapelle |
Baptisterium San Giovanni in Fonte. An der Piazza di San Giovanni in Laterano, erbaut um 440.
|