Sachsen - Meißen

 

Seit 1089 Markgrafschaft Meißen, seit 1247 Landgrafschaft Thüringen, seit 1423 Kurfürstentum u. Herzogtum Sachsen.

Kurfürstentum - Sachsen

Albertinische - Linie

Königreich - sachsen

 

 

Im 1. Jh. n. Chr. erfolgte der Einbruch der Chauken über See in das Land an Unterelbe u. Unterweser. 100 Jahre später ging das Volk der Chauken im Volk der Sachsen auf. Die nach Süden vordringenden Sachsen wurden auch Nordalbingier genannt. Sie rückten auch in den von den Langobarden freigezogenen Raum in Norddeutschland nach. Zurückbleibende Langobarden werden ebenfalls in das sächsische Stammestum eingegangen sein. Auseinandersetzungen mit den Thüringern folgte, die ebenfalls das verlassene Gebiet der Langobarden beanspruchten. Die Friesen ließen sich nicht verdrängen. Im 3. Jh. wurden Raubzüge zur See gemeinsam mit den Saliern an der gallischen Küste unternommen, (vermutlich auch mit einigen Angeln u. Jüten). 355 erzwang Mitkaiser Julian ihre Zurückdrängung über den Rhein. Köln wurde wieder römisch. 357 kam es bei Straßburg zu einer römische Entscheidungsschlacht gegen die Sachsen. 386 kamen die Sachsen mit den Franken u. Burgundern nach Gallien. Um 400 setzten sich die Sachsen an der Küste Galliens, der heutigen Bretagne, fest.

 

Stammes-Herzogtum Sachsen seit dem 9. Jh.

Seit 929 als Kernstück - die Markgrafschaft Meißen, seit 1089 unter wettinger Markgrafen.

Nach dem Sturz Heinrich d. Löwen (1180) erfolgte die Teilung in die Herzogtümer:

Westfalen, unter dem Erzbischof v. Köln,

dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg (seit 1235) unter den Welfen und

dem Herzogtum Sachsen unter den Askaniern.

 

Kurfürstentum seit 1423.

Teilung:

Albertinische Linie:

Mark Meißen, Leipziger Gebiet, nördliches Thüringen mit der Hauptstadt Leipzig.

Ernestininische Linie:

Wittenberger Gebiet mit Kurwürde, Thüringen mit der Hauptstadt Wittenburg.

siehe: Sächsische Landesteile

 

 

 

Wappen der Markgrafschaft Meißen

 

Sachsen - Meissen

 

 

Graf

Friedrich

928 - 965

 

Graf v. Sachsen-Meißen seit 928.

 

 

Markgraf

Günther

965 - 982

13. 7. 982

Markgraf der thüring. Mark.

Seine Söhne:

Eckard I., am 30. April 1002, Markgraf v. Sachsen-Meißen.

Günzelin, Nachfolger seines Bruders Günther.

am 13. Juli 982.

 

 

Markgraf

Riddag

965 - 985

 

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 965.

 

 

Markgraf

Eckard I.

985 - 1002

30. 4. 1002

Ekkehard v. Zeitz. Sohn des Markgrafen Günther d. thüringischen Mark, am 13. Juli 982.

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 985. Er hatte Kaiser Otto III. nach Rom begleitet u. die Engelsburg erobert.

Ehe mit Schwanhild (Suanehild), Tochter des Hermann Billung v. Sachsen. Kinder:

Hermann I. (1011-1031).

Eckard II. (1031-1046), am 24. Jan. 1046.

Mathilde, Ehe mit Markgraf Dietrich d. Ostmark. Stammutter der Wettiner.

am 30. April 1002, ermordet von den Söhnen des Grafen Siegfried v. Northeim, (vermutlich aus persönlicher Rache).

 

 

Markgraf

Gunzelin

1002 - 1010

Sohn des Markgrafen Günther d. thüringischen Mark, am 13. Juli 982. Bruder u. Nachfolger des Markgrafen Eckard I. v. Sachsen-Meißen.

Graf v. Sachsen-Meißen seit 1002.

 

 

Markgraf

Hermann I.

1010 - 1031

Sohn des Markgrafen Eckard I. u. Schwanhild (Suanehild), Tochter des Hermann Billung v. Sachsen.

Graf v. Sachsen-Meißen seit 1010.

 

 

Markgraf

Eckard II.

1031 - 1046

24. 1. 1046

Sohn des Markgraf Eckard I. u. Schwanhild (Suanehild), Tochter des Hermann Billung v. Sachsen. Nachfolger seines Bruders Graf Hermann I. v. Sachsen-Meißen.

Graf v. Sachsen-Meißen seit 1031.

am 24. Jan. 1046

 

 

Markgraf

Wilhelm

1046 - 1062

Sohn des Grafen Wilhelm II. v. Weimar u. Orlamünde.

Graf Wilhelm III. v. Weimar seit 1039.

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1046.

 

 

Markgraf

Otto

1062 - 1067

Graf v. Orlamünde. Sohn des Grafen Wilhelm II. v. Weimar u. Orlamünde. Bruder u. Nachfolger des Markgrafen Wilhelm v. Sachsen-Meißen.

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1062.

Kinder:

Oda, Ehe mit Markgraf Eckbert II. v. Sachsen-Meißen.

Kunigunde, Ehe mit Graf Wiprecht v. Groitsch.

Adelheid, am 28. März 1100.

1. Ehe mit Graf Albrecht v. Ballenstädt, 1076. Söhne:

Otto d. Reiche, Graf v. Ballenstädt, Ehe mit Eilike. Sohn:

Albrecht d. Bär.

Siegfrid I., Pfalzgraf v. Orlamünde, Ehe mit Gertrud v. Northeim.

2. Ehe mit Pfalzgraf Hermann.

3. Ehe mit Graf Heinrich II. v. Laach.

 

 

Markgraf

Egbert I.

1067 - 1068

Sohn des Ludolf, am 23. April 1038 u. Gräfin Gertrud v. Friesland. Ludolf ist Sohn des Grafen Bruno v. Braunschweig u. Gisla v. Schwaben.

Egbert I. v. Braunschweig. Graf v. Friesland seit 1057. Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1067.

Ehe mit Markgräfin Irmgard (Aemilia) v. Susa, (in 1. Ehe mit Herzog Otto III. v. Schweinfurt), Tochter des Markgrafen Meginfried v. Susa, 1073. Kinder:

Egbert II. v. Sachsen-Meißen, sein Nachfolger in Sachsen-Meißen.

Gertrud I., Erbin v. Braunschweig.

1. Ehe mit Graf Dietrich v, Katelburg, 1085.

2. Ehe mit Heinrich d. Fette v. Northeim, 1101, Graf in Friesland, Sohn des Graf Otto v. Northeim, 1083. Kinder:

Otto, 1116.

Richza v. Northeim, 30. Okt. 1140, Ehe mit Kaiser Lothar II. Tochter:

Gertrud II., * 1115, am 18. April 1143, Ehe am 29. Mai 1127 mit Herzog Heinrich X. v. Bayern. In 2. Ehe am 10. Mai 1142 zu Frankfurt a. Main mit Herzog Markgraf Heinrich II. Jasomirgott v. Österreich, als Herzog Heinrich XI. v. Bayern.

Gertrud, Ehe mit Sigfried v. Ballenstädt. In 2. Ehe mit Otto v. Rheineck.

3. Ehe mit Markgraf Heinrich I. v. Sachsen-Meißen.

 

 

Markgraf

Egbert II.

1068 - 1089

S. u. N. des Markgrafen Egbert I. u. Irmgard v. Susa.

Egbert II. v. Braunschweig. Graf v. Friesland. Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1068.

Febr. 1089 wurde dem ungetreuen Markgrafen Egbert die Markgrafschaft durch König Heinrich IV. entzogen u. dem Grafen Heinrich v. Eilenburg übertragen.

Ehe mit Oda v. Orlamünde, Tochter des Markgrafen Otto v. Sachsen-Meißen.

 

 

 

Wettiner

 

Markgraf

Heinrich I.

1089 - 1103

* um 1170

1103

Graf Heinrich I. v. Eilenburg. * um 1170. Sohn des Wettiner Markgrafen Dedo II. der Ostmark (1034 - 1075), im Okt. 1075.

Heinrich I. v. Wettin (einer Burg am Ostufer der Saale). Regierte seit 1087 als Markgraf der Ostmark (Niederlausitz). König Heinrich IV. belehnte den Grafen Heinrich v. Eilenburg 1089 mit Markgrafschaft v. Sachsen-Meißen.

Ehe mit Gertrud, Tochter Egbert I. v. Braunschweig u. Markgraf v. Sachsen-Meißen. Söhne:

Heinrich II. v. Eilenburg, sein unmündiger Erbe u. Nachfolger in Sachsen-Meißen (1104-1123).

Sein Bruder Thimo d. Ältere. Sohn:

Thimo d. Jüngere v. Wettin, 1118

1103

 

 

Markgraf

Thimo d. J.

1103 - 1104

1118

Thimo d. Jüngere v. Wettin. Sohn des Markgrafen Thimo d. Ältere, Bruder des Markgrafen Heinrich I.

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1103.

Sein Sohn:

Konrad I. (1135-1156).

1118

 

 

Markgraf

Heinrich II.

1104 - 1123

* 1103

1123

Heinrich II. v. Wettin. Graf v. Eilenburg. * 1103. S. u. N. des Markgrafen Heinrich I. v. Sachsen-Meißen u. Gertrud, Tochter Egbert I. v. Braunschweig u. Markgraf v. Sachsen-Meißen.

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1103. Vormundschaftliche Verwaltung bis 1117 durch seine Mutter Gertrud. Kurz nach seiner Mündigkeit war Heinrich II. verstorben. Anspruch auf die Mark erhob Konrad v. Wettin, ein Vetter des Markgrafen Heinrich I. v. Sachsen. Kaiser Heinrich V. verlieh das erledigte Reichslehen an Wiprecht. Konrad folgte unter Kaiser Lothar v. Supplinburg 1127.

Ehe mit Adelheid, Tochter Udo III. v. d. Nordmark.

1123

 

 

Markgraf

Wiprecht

1123 - 1124

22. 5. 1124

Wiprecht d. Ä. v. Groitsch.

Herr d. Ostmark, Graf im Balsamergau. Markgraf d. Ostmark seit 1117. Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1123 durch Kaiser Heinrich V. entgegen dem Wettiner Konrad.

Kinder:

Bertha, (erbt Groitsch).

Heinrich III., Markgraf d. Ostmark.

am 22. Mai 1124

 

 

Markgraf

Hermann II.

1124 - 1129

1152

Graf Hermann II. v. Winzingen (1124-1129) u. Landgraf v. Thüringen (1074-1122).

Hermann II. regierte zusammen mit:

Heinrich III. v. Groitsch. Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1124, am 31. Dez. 1135.

1152

 

 

Markgraf

Konrad I.

1130 - 1156

* 1098 ?

5. 2. 1157

 

Konrad d. Große v. Wettin. * 1098 ? Sohn des Wettiner Markgrafen Thimo d. Jüngeren d. Ostmark, 1118.

Trat seit 1123 als Gegner auf u. gelangte durch den Tod des Markgrafen Wiprecht in den reichsrechtlichen Besitz der Markgrafschaft Meißen.

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1130. Belehnung 1136 mit der Lausitz. Verzicht, Abdankung u. Gang ins Kloster der Augustiner Chorherren am 30. Nov. 1156, wo er auch im folgenden Jahr verstarb.

Ehe mit Luitgard, Tochter eines Grafen Albert im Schwanengau. 12 Kinder:

Otto I. d. Reiche, sein Nachfolger in Sachsen-Meißen (1156-1190).

Oda, Äbtissin in Gerbstädt.

Bertha, ebenfalls Äbtissin in Gerbstädt.

Dietrich v. d. Nieder-Lausitz / Landsberg (1156-1185) in d. Ostmark. Söhne:

Conrad, 1175.

Dietrich, Bischof v. Merseburg ? (1201-1215).

Gertrud

Adele

Dedo v. Groitsch u. Rochlitz, sein Nachfolger in Groitsch (1156-1190) u. (1185-1190) in d. Ostmark. Ehe mit Mechthild (Mathilde v. Heinsberg), 1189. Söhne:

Dietrich, Graf v. Sommerschenburg u. Groitsch, 1207.

Konrad II., sein Nachfolger in Rochlitz (1190-1210).

Sophie

Heinrich I. v. Wettin (1156-1181). Söhne:

Heinrich II. v. Wettin (1181-1187).

Ulrich v. Wettin (1187-1206). Sohn:

Heinrich III. v. Wettin (1206-1217).

Agnes, Äbtissin in Quedlinburg (1184-1203).

Friedrich I. v. Brehna (1156-1182). Kinder:

Otto I. v. Brehna (1182-1203).

Friedrich II. v. Brehna (1203-1221), erbt 1217 Wettin. Söhne:

Otto II. v. Brehna (1221-1234).

Dietrich v. Brehna (1234-1264). Sohn:

Konrad v. Brehna (1264-1278). Sohn:

Otto III. v. Brehna (1278-1290), Brehna wird sächsisch u. Wettin fällt an Magdeburg.

Sophia, Äbtissin in Quedlinburg (1203-1224).

am 5. Febr. 1157 im Petersstift auf dem Lauterberg b. Halle.

 

 

Markgraf

Otto I.

1156 - 1190

* 1125

18. 2. 1190

 

Graf Otto d. Reiche v. Groitsch. * 1125. S. u. N. des Markgrafen Konrad u. Luitgard, Tochter eines Grafen Albert im Schwanengau.

Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1156. Förderer des Silberbergbaus u. Gründer der Stadt Freiburg. Erwerbung der Herrschaft Weißenfels.

Ehe mit Hedwig, Tochter des Markgrafen Albrecht d. Bären v. Brandenburg. Kinder:

Albrecht I. d. Stolze, sein Nachfolger in Sachsen-Meißen (1190-1195).

Dietrich, Nachfolger seines Bruders Albrecht I. in Sachsen-Meißen (1195-1221).

Sophie

? Adele, Ehe mit König Ottokar I. v. Böhmen, verstoßen, - ?

am 18. Febr. 1190