Um 500 n. Chr. Ausdehnung vom Main bis an die Unterelbe. 531 wurde Thüringen von den Franken zerschlagen u. war bis 739 Herzogtum. Bis zum Tode des Landgrafen Heinrich Raspe 1247 bildete Thüringen eine Einheit von Hessen u. Thüringen.
Landesteile von Thüringen:
Weimar-Eisenach.
Sachsen-Gotha.
Sachsen-Altenburg.
Sachsen-Meiningen.
Reuß ältere u. jüngere Linie.
Schwarzburg-Rudolstadt.
Schwarzburg-Sondershausen.
Enklaven: Schmalkalden, Ziegenrück (wurden 1945 einverleibt).
Reuss, jüngere Linie:
Seit 1848 Fürstentum (gebildet aus Grafschaft u. Fürstentum Reuß-Gera, Grafschaft u. Fürstentum Reuß-Schleiz, Grafschaft u. Fürstentum Reuß-Lobenstein, Grafschaft u. Fürstentum Reuß-Ebersdorf), 1920 an Thüringen.
Reuss, ältere Linie:
Herrschaft, seit 1673 Grafschaft, 1778 Fürstentum, u. 1920 an Thüringen.
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König Betthari um 510 - 531 † 531 n. Chr. |
König Berchtachar (Betthari) v. Thüringen. Wurde 531 von den Franken im Feld geschlagen. Seine Ehefrau und seine Kinder (bis auf Radegundis u. einen ihrer Brüder) ermordet. Kinder: Radegundis (Radegonda), * 518, † am 13. Aug. 587, hl., im Krieg 531 von König Chlotar I. v. Burgund gefangen, getauft u. 538 zur Gemahlin genommen. Sohn, wurde ebenfalls gefangen genommen u. um 542 von Chlotar I. ermordet. † 531 n. Chr., von seinem Bruder Irminfrid erschlagen. |
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König Hermanfried
531 - |
Ermanfried (Irminfrid), war 511 von König Theuderich I. d. Franken (* um 485, † 533) zu einer Wahlversammlung geladen. Er tötete seinen Bruder Berthachar u. schlug seinen Bruder Baderich im Feld, um die Alleinherrschaft mit der Unterstützung des König Theuderich d. Franken zu gewinnen. Diesen wiederum betrog er um dessen Beute. König Theuderich d. Franken nahm in der Schlacht von 531 Rache an den Thüringern, da er nach dem Tod des König Theoderich d. Gr. der Ostgoten 526, dem Onkel der Amalaberga u. Schutzherr der Thüringer, an einer Ausdehnung seines Gebietes nicht mehr behindert war. Theudebert I. sollte sich freikaufen, da er nur der natürliche Sohn des Königs Chlodwig I. d. Gr. (aber dessen bevorzugter Sohn ob seiner Qualitäten) war. Es kam zur Schlacht u. König Irminfrid v. Thüringen wurde von König Theoderich d. Franken geschlagen u. vertrieben. Nach dem Tod Irminfrieds floh Amalaberga mit ihren Söhnen nach Italien zu ihrem Bruder König Theodahad der Ostgoten. Ehe mit Amalaberga, Nichte des Königs Theoderich d. Großen der Ostgoten. Mehrere Söhne: Amalafried, in kaiserlichem Kriegsdienst. Seine Brüder: Baderich, im Feld von seinem Bruder Irminfried erschlagen. Berthachar, von seinem Bruder Irminfried auf der Jagd ermordet. Tochter: Radegunde, Ehe mit König Chlotar d. Franken. Sein Schwager: König Theuderich I. d. Franken. †, ermordet, im Lager des König Theuderich der Franken von der Stadtmauer gestürzt. |
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Herzog Radulf
um 635 |
Sohn des Chamar. |
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Herzog Theotbald
um 700 |
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Herzog Heden II. um 700 |
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Graf Ludwig † 1055 |
Graf Ludwig d. Bärtige v. Thüringen. Graf v. Thüringen u. Hessen. Sein Sohn: Ludwig d. Salische, der Springer, sein Nachfolger in Thüringen u. Hessen. † 1055 |
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Graf Ludwig † 1123 |
Ludwig d. Salische d. Springer. S.u. N. des Grafen Ludwig d. Bärtige v. Thüringen u. Hessen. Graf v. Thüringen u. Hessen. Erbauer der Wartburg. Seine Söhne: Ludwig I., Graf v. Thüringen u. Hessen, erster Landgraf v. Thüringen u. Hessen. Udo, Bischof v. Naumburg (1126-1148). † 1123 |
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Landgraf Ludwig I. 1130 - 1140 |
Sohn des Grafen Ludwig d. Springers v. Thüringen u. Hessen. 1. Landgraf v. Thüringen (1130-1140) u. Hessen. Hessen fällt 1137 an Thüringen. Ehe mit Hedwig v. Gudensberg, Erbin v. Hessen, † 1148. Söhne: Ludwig II. d. Eiserne, sein Nachfolger in Thüringen (1140-1172) u. Hessen. Heinrich Raspe d. Rauhe, Graf v. Hessen. Ludwig, sein Nachfolger in Thomasbrück (1168-1189). |
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Landgraf Ludwig II. 1140 - 1172 |
Ludwig II. d. Eiserne. S. u. N. des Landgrafen Ludwig I. d. Springers v. Thüringen u. Hessen. Schwager von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Landgraf v. Thüringen (1140-1172) u. Hessen. Seine Söhne: Ludwig III. d. Milde, sein Nachfolger in Thüringen (1172-1190) u. Hessen. Hermann I., Pfalzgraf v. Sachsen seit 1180, Nachfolger seines Bruders Ludwig in Thüringen (1190-1217) u. Hessen. Friedrich, Graf v. Wildungen (1186-1229). Ehe mit Gräfin Luckharde v. Ziegenhain. |
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Landgraf Ludwig III. 1172 - 1190 |
Ludwig III. d. Milde. S. u. N. des Landgrafen Ludwig II. d. Eisernen v. Thüringen u. Hessen. Landgraf v. Thüringen (1172-1190) u. Hessen. |
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Landgraf Hermann I. 1190 - 1217 † 1217 |
Sohn des Landgrafen Ludwig II. d. Eisernen v. Thüringen u. Hessen. Nachfolger u. Bruder des Landgrafen Ludwig III. v. Thüringen u. Hessen. Pfalzgraf v. Sachsen seit 1180. Landgraf v. Thüringen (1190-1217) mit Sitz auf der Wartburg. Landgraf v. Hessen. Ehe mit Sophia. 4 Kinder: Ludwig IV. d. Heilige, * 1200, † 1227, auf dem Kreuzzug zu Brundusium. Heinrich Raspe, Landgraf v. Thüringen (1241-1247), seit 1246 Gegenkönig zu Kaiser Friedrich II. Jutta, † 1235 1. Ehe 1190 ? mit Markgraf Dietrich d. Bedrängten v. Meißen, † 1221. Sohn: Heinrich d. Erlauchte, Markgraf v. Meißen, Landgraf in Thüringen (1247-1263), * 1212, † 1288. 2. Ehe mit Graf Poppo VII. v. Henneberg. Sohn: Hermann, Graf v. Henneberg. Konrad, Hochmeister (1239-1241). † 1217 |
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Landgraf Ludwig IV. 1217 - 1227 * 1200 † 11. 9. 1227 |
* 1200. Ältester S. u. N. des Landgrafen Hermann I. v. Thüringen u. Hessen u. Sophia. Landgraf in Thüringen u. Hessen auf der Wartburg. Teilnahme am 5. Kreuzzug. Ehe 1220 mit Elisabeth d. Heiligen v. Ungarn, * 1207 auf Burg Sàros Patak in Ungarn, eine geborene Andechs, † als verwitwete Landgräfin v. Thüringen in der Nacht vom 16. zum 17. Nov. 1231 in Marburg, Tochter des Königs Andreas II. v. Ungarn u. Gertrud, † 1213 ermordet, Schwester der hl. Hedwig. Als Kleinkind wurde Elisabeth 1220 dem 11jährigen Ludwig, später Landgraf Ludwig IV. v. Thüringen u. Hessen (1217-1227), * 1200, † am 11. Sept. 1227 auf dem Kreuzzug vor Brindisi, zur Ehe gegeben. Nach dem Tod Ludwigs lehnt Elisabeth eine Ehe mit Kaiser Friedrich II. ab. Konsekriert am 27. Mai 1235 in Perugia durch Papst Gregor IX. u. Landgraf Philipp v. Hessen ließ 1539 ihre Gebeine aus ihrem Reliquienschrein des Marburger Domes - als ein Sakrileg der Reformation - entfernen. 4. Kinder. Hermann II., sein Nachfolger in Thüringen (1227-1241) u. Hessen, † 1241 Sophia, † 1282, 2. Ehe mit Herzog Heinrich II. (V.) d. Großmütigen v. Brabant u. Lothringen, † 1248. Sohn: Heinrich I. d. Kind, * 1244, Landgraf in Hessen seit 1263, † 1308. Zwei Töchter im Kloster. † am 11. Sept. 1227 auf dem Kreuzzug vor Brindisi |
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Landgraf Hermann II. 1227 - 1241 † 1241 |
S. u. N. des Landgrafen Ludwig IV. u. Elisabeth d. Heiligen v. Ungarn. Landgraf in Thüringen u. Hessen. Wurde minderjährig von seinem Oheim Heinrich Raspe verdrängt. † 1241 |
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Landgraf Heinrich Raspe 1241 - 1247 * 1204 † 16. 2. 1247 |
* 1204. S. u. N. des Landgrafen Hermann I. v. Hessen-Homburg u. Sophia. Letzter der Ludowinger. Landgraf v. Thüringen seit 1227. Landgraf in Hessen seit 1241. Seit 1227 Landgraf v. Thüringen. Seit 22. Mai 1246 Gegenkönig zu Kaiser Friedrich II., der gebannt war. Am 3. Okt. 1247 zum Gegenkönig gewählt. Kämpfte gegen König Konrad IV. Ehe mit Beatrix v. Brabant. Sein Sohn ? Graf Wilhelm v. Holland (kein deutscher Reichsfürst). † am 16. Febr. 1247, als letzter männlicher Vertreter der thüringischen Landgrafen. |
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Landgraf Heinrich 1247 - 1263 * 1215/1216 † v. d. 8. 2. 1288 |
Heinrich d. Erlauchte. * 1215/1216. Wettiner. S. u. N. des Markgrafen Dietrich d. Bedrängten v. Sachsen-Meißen u. Jutta, † 1235, Tochter des Landgrafen Hermann I. v. Hessen-Homburg, † 1217 u. Sophia. (Minnesänger). Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1221. Landgraf in Hessen seit 1247. Vormund u. Regent war sein Onkel, der Landgraf Ludwig IV. v. Thüringen, Gemahl der hl. Elisabeth. Mündigkeit u. Übernahme der Herrschaft seit 1230. Er erlangte 1247 mit dem Tod des Landgrafen Heinrich Raspe die Belehnung mit der Landgrafschaft Thüringen. Vereinigte vier Fürstentümer: die Markgrafschaft Meißen, die Ostmark (Niederlausitz), die Pfalz Sachsen mit der Ks.-Burg, dem Kyffhäuser u. die Landgrafschaft Thüringen. Verlobung 1225 mit Constanze v. Österreich, Tochter des Herzog Leopold. 1. Ehe mit Constantia, Tochter des Herzogs Leopold VII. v. Österreich. Kinder: Albrecht d. Entartete, ältester Sohn, sein Nachfolger in Thüringen, erhielt 1288 zusammen mit Friedrich Tuta die Mark Meißen. Dietrich d. Weise d. Fette, * 1242, † 1286. Markgraf v. Landsberg, bis 1285 Markgraf d. Lausitz. Ehe mit Helene, Tochter Johannes I. v. Brandenburg u. Schwester Otto IV. u. Konrad I., Kinder: Friedrich Tuta, Markgraf v. Meißen (1288-1291), erhielt 1288 zusammen mit Albrecht d. Entarteten die Mark Meißen. Helene, Nonne in Weißenfels. Sophie, Nonne in Weißenfels. Gertrud, Nonne in Weißenfels. Brigitta Hedwig, Nonne in Weißenfels. Adelheid, Nonne in Weißenfels. 2. Ehe mit Agnes, Tochter des Königs Wenzel I. v. Böhmen u. Schwester des Königs Ottokar II. v. Böhmen. 3. Ehe mit Elisabeth v. Maltitz, Tochter eines Ministerialen. Söhne: Friedrich d. Kleine od. der Jüngere v. Dresden. Hermann d. Lange † vor dem 8. Febr. 1288 |
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Landgraf Albrecht 1263- 1291 * 1240 † 13. 11. 1315 |
Albrecht d. Entartete (Albrecht II. v. Sachsen-Meißen). * 1240. S. u. N. des Landgrafen Heinrich d. Erlauchten u. Constantia v. Österreich, Tochter des Herzog Leopold. Landgraf v. Thüringen auf der Wartburg u. Pfalzgraf in Sachsen (1263-1291). Erhielt 1288 die Mark Meißen zusammen mit Friedrich Tuta. Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1288. Abdankung 1307. 1. Ehe 1255 mit Margarethe, † am 8. Aug. 1270 in Frankfurt a. Main, Tochter des Kaisers Friedrich II. u. Isabella v. England. Kinder: Heinrich, älterer Bruder des Landgrafen Friedrich I., seit Anfang der achtziger Jahre verschollen (die Erbfolge blieb ihm vorbehalten). Friedrich I., sein Nachfolger in Thüringen. † im Siechtum 1323 in Eisenach. Diezmann, jüngerer Bruder des Landgraf Friedrich I., † am 10. Dez. 1307. Agnes Elisabeth Verhältnis zum Edelfräulein Kunigunde v. Eisenberg u. 1270 Flucht seiner Gemahlin Margarethes von der Wartburg nach Frankfurt. 2. Ehe mit Kunigunde, Tochter des landgräflichen Vasallen Otto v. Eisenberg. Sohn: Apitz 3. Ehe mit Elisabeth, Tochter des Hermann III. v. Orlamünde, Witwe des Otto v. Lobdeburg-Arnshaugk. † am 13. Nov. 1315 |
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Landgraf Friedrich I. 1291 - 1323 * 1257 † 16. 11. 1323 |
Friedrich I. d. Strenge (der Freidige od. frisch Draufgehende, Mutvolle, Kühne od. der Gebissene). * 1257. S. u. N. des Landgrafen Albrecht v. Thüringen u. Margarethe, † am 8. Aug. 1270. Er war nach der Ermordung des Konradin v. Hohenstaufen Aspirant auf den Kaiserthron, (die Kiffhäuser-Sage, mit der Wiederkehr des Kaiser Friedrichs, galt ihm). Landgraf v. Thüringen seit 1291, Markgraf v. Sachsen-Meißen seit 1307. Er erlitt im Mai 1321 einen Schlaganfall u. † im Siechtum 1323 in Eisenach. 1. Ehe 1286 in Wien mit Agnes, T. des Graf Meinhard III. v. Görz u. Tirol, seit 1286 auch v. Kärnten. Kinder: Friedrich d. Lahme od. d. Hinkende. Elisabeth. Friedrich II., sein Nachfolger in Sachsen-Meißen. † am 16. Nov. 1323 |
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Herzog Wilhelm III. 1445-1482 † 1482 |
Sohn des Kurfürsten Friedrich II. v. Sachsen u. Margaretha. Regierte zusammen mit seinem Bruder Kurfürst Ernst v. Sachsen als Regent in Thüringen. † 1482 in Weimar, ohne Erben. |